Projekt

80 Gesamtschüler simulieren eine internationale Klimakonferenz

Die Klimaschutzorganisation Myclimate bot mit dem Verein zur gesellschaftlichen Bildung, Multivision, die Simulation einer internationalen Klimakonferenz an. Foto:
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Die Klimaschutzorganisation Myclimate bot mit dem Verein zur gesellschaftlichen Bildung, Multivision, die Simulation einer internationalen Klimakonferenz an.

Die Klimaschutzorganisation Myclimate bot, in Zusammenarbeit mit dem Verein zur gesellschaftlichen Bildung, Multivision, an der Geschwister-Scholl-Schule die Simulation einer internationalen Klimakonferenz an.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Das Ziel war klar: Die Erhöhung der Durchschnittstemperatur auf der Erde bis zum Jahr 2100 auf möglichst unter 2 Grad begrenzen. Wie viel Überzeugungskraft, Verhandlungsgeschick, fundiertes politisches wie wissenschaftliches Wissen und Entscheidungsstärke es braucht, um darüber weltweit einen Konsens herbeizuführen, erlebten am Dienstagvormittag 80 Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSS). Die Klimaschutzorganisation Myclimate bot, in Zusammenarbeit mit dem Verein zur gesellschaftlichen Bildung, Multivision, die Simulation einer internationalen Klimakonferenz an.

Nach einer erläuternden Einführung ins Thema Klimakrise ließ Referent und Moderator Max Menkenhagen die Zusammensetzung der einzelnen Länderdelegationen auslosen. Für die beiden 18-Jährigen Fiona Jacobs und Mia Diehl war das eine Überraschung. Sie hatten sich im Vorfeld eigentlich schon entschieden, für die USA an den Verhandlungstisch zu gehen. „Gerade weil dort in letzten Jahren unter Trump in puncto Klimaschutz alles rückwärts gedreht wurde, was zuvor überhaupt erreicht wurde, hätte ich es spannend gefunden, in deren Haut zu argumentieren“, sagte Fiona. Wie viele ihres Jahrgangs, macht sie sich in der Fridays-for-Future-Bewegung stark, ist also mit dem Thema Klimaschutz bestens vertraut. Dieser Fakt war für GSS-Lehrer Christian Ritt ausschlaggebend, als es darum ging, das bundesweit starknachgefragte Unterrichtsprojekt der Klimakonferenz-Simulation nach Solingen zu holen.

Solingen: Zwischen- und Endergebnisse wurden in großer Runde diskutiert

„Es lag auf der Hand, speziell diese Q 2 dafür anzumelden, die Schüler werden eine Menge von diesem Vormittag mitnehmen“, war Ritt sich im Vorfeld sicher.

Sechs Unterrichtsstunden lang stellten sich die Schüler und Schülerinnen der Aufgabe, für ihre jeweiligen Länder eigene Emissionsziele für fossile Brennstoffe festzulegen, Entscheidungen für eine Politik im Bereich der Entwaldung und des Landverbrauchs zu treffen und einen Klimafond einrichten. Schnell war klar, dass dafür viele Aspekte zu berücksichtigen waren: „Wie bringe ich die eigene Bevölkerung dazu, ihren Fleischkonsum zu reduzieren und auf Urlaube zu verzichten?“, waren Fragen, die sich zum Beispiel für Europa und die USA stellten. Um Einwände wie: „Soll ich als Entwicklungsland westlichen Unternehmen verweigern, hier zu produzieren, um damit die in den letzten Jahren massiv gestiegenen Kohlendioxid-Werte wieder zu deckeln? Schließlich hängen da jede Menge Arbeitsplätze dran?“ ging es mit Blick auf China. Zwischen- und Endergebnisse der einzelnen Gruppen wurden im Plenum vorgestellt und in großer Runde diskutiert.

Allgemeiner Tenor:„Der seit 650 000 Jahren höchste Temperaturanstieg der Erde müsse verhindert werden und könne verhindert werden, aber nur im engen Schulterschluss, auch oder gerade in finanzieller Hinsicht, ohne gegenseitige Schuldzuweisungen und ohne Verantwortung aufeinander abzuwälzen.

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