Zöppkesmarkt und Co.

60.000 Mehrwegbecher werden für Feste angeschafft

Zukünftig gibt es auf Festen in Solingen das Bier nur noch im Mehrwegbecher.
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Zukünftig gibt es auf Festen in Solingen das Bier nur noch im Mehrwegbecher.

Damit gibt es bald ein einheitliches Getränke-System für alle Stadtteile.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Bei Festen in Solingen sollen künftig einheitliche Getränkebecher zum Einsatz kommen. Stadtverwaltung, Initiativkreis, Werbegemeinschaften und der Brauchtumsverein, der den Zöppkesmarkt organisiert, schaffen dafür 60 000 Mehrwegbecher an. Sie sollen zum ersten Mal am Festivalwochenende von Radio RSG und KG Muckemau am 18. und 19. Juni zum Einsatz kommen. Hintergrund sei die Idee, auch bei Feiern auf Nachhaltigkeit zu setzen und das stadtweit einheitlich zu regeln, sagt Ariane Bischoff, Leiterin des Strategiebereiches Nachhaltige Entwicklung der Stadt Solingen.

Mehrwegbecher werden auf Veranstaltungen wie dem Dürpelfest zwar schon länger ausgegeben. „Es gab jedoch das Problem, dass ein hoher Anteil verlustig ging“, schildert Bischoff. Die für die Sommerparty angeschafften Becher seien über die Jahre weniger geworden, bestätigt Waldemar Gluch, Vorsitzender des Initiativkreises Solingen.

Ein Pfandsystem soll Besserung bringen. Gluch stellte das Modell in den in den Bezirksvertretungen vor, die das Modell aus ihren freien Budgetmitteln unterstützen. In die Anschaffung flössen zudem Mittel der Technischen Betriebe und des Stadtmarketings, so Bischoff. Nach einer Ausschreibung sei der Auftrag für die Becher, die rund 50 Cent pro Stück kosten, an einen regionalen Anbieter gegangen.

Neue Mehrwegbecher fassen 0,3 Liter

Auf den Bechern soll neben den Solinger Stadtteilen in Schwarz der grün unterlegte Schriftzug „Nachhaltig Solingen. Nachhaltig feiern“ zu lesen sein. Die 0,3 Liter fassenden Trinkgefäße würden aus festem, Bisphenol-A-freiem Kunststoff hergestellt. „Sie sind langlebig und überstehen mindestens 400 Spülgänge.“

Neben den Bechern müssten noch Transportboxen sowie Pfandmarken inklusive Fächersystem angeschafft werden. „Welche Pfandmarken wir nehmen, ist noch nicht entschieden“, sagt Waldemar Gluch. Denkbar seien etwa solche aus speziellem Holz. Sie sollen auch erst bei der Sommerparty Echt.Scharf.Solingen vom 12. bis 14. August genutzt werden. Beim Festival im abgeschlossenen Walder Stadion sei das noch nicht nötig, weil die Becher dabei am Ausgang eingesammelt werden sollen.

Rund 40 000 Euro werde das komplette Mehrwegsystem Inklusive Bechern, Pfandmarken und Transportboxen kosten, schätzt Ariane Bischoff. „Es soll über den Brauchtumsverein ausleihbar sein, wie auch Teller aus Porzellan.“ Auch ein kleines und ein großes Spülmobil stünden zur Verfügung. „Für unterschiedliche Feste soll es unterschiedliche Preise geben.“

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