Mangenberg

55 Häuser entstehen auf früherer Gärtnerei-Fläche

Das Feld an der Gärtnerstraße ist bereitet. Im März soll hier der erste Bauabschnitt mit 18 Reihenhäusern starten. Foto: Christian Beier
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Das Feld an der Gärtnerstraße ist bereitet. Im März soll hier der erste Bauabschnitt mit 18 Reihenhäusern starten.

Das Ratinger Unternehmen Wilma investiert im Bereich Gärtner- und Reiderstraße rund 25 Millionen Euro

Solingen. Das Feld ist bereitet. Die Rodungs- und Abbrucharbeiten sind abgeschlossen. Im März sollen am Mangenberg die Bagger rollen. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei zwischen Gärtner- und Reiderstraße entstehen 55 Doppel- und Reihenhäuser. Zudem ist ein Mehrfamilienhaus mit bis zu 16 Wohnungen geplant. „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt Jochen Siemes. Er ist Prokurist und Regio-Manager der Immobilienfirma Wilma. Das Ratinger Unternehmen nimmt laut eigenen Angaben rund 25 Millionen Euro für das Projekt in die Hand.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht.“

Jochen Siemes, Prokurist

Geplant sind mehrere Bauabschnitte. Los geht es mit 18 Reihenhäusern an der Gärtnerstraße. Neun sind Siemes zufolge bereits verkauft, acht reserviert und eins vorgemerkt. Läuft alles nach Plan, sollen die Objekte Ende des ersten Quartals 2022 an ihre Eigentümer übergeben werden.

Ebenfalls im Frühjahr soll die Vermarktung für den zweiten Bauabschnitt beginnen. Voraussichtlich im Spätsommer starten die Arbeiten entlang der Maschinen- und Reiderstraße. Wiederum ein halbes Jahr später ist der Beginn des dritten Bauabschnitts geplant. 18 Doppelhaushälften und 37 Reihenhäuser entstehen insgesamt auf der Fläche.

Darüber hinaus ist Wilma als Investor verpflichtet, südlich der Gärtnerstraße öffentlich geförderten Wohnraum zu schaffen. Auf dem Grundstück zwischen den Hausnummern 15 und 23 entsteht ein Mehrfamilienhaus mit bis zu 16 Wohneinheiten. Mindestens zehn müssen öffentlich gefördert sein. „Damit entsprechen wir den wünschen der Politik“, erklärt Jochen Siemes. Das Mehrfamilienhaus wird zuletzt errichtet. Zuvor nutzt Wilma das Areal als Logistikfläche für die übrigen Bauabschnitte.

„Die Nachfrage ist bislang sehr zufriedenstellend“, betont der Prokurist. Die Vermarktung des ersten Bauabschnitts habe reibungslos funktioniert. Für die Häuser mit einer Wohnfläche von rund 140 Quadratmetern rufe Wilma etwa 370 000 Euro auf.

Der Baubeginn beendet das jahrelange Ringen um die ehemalige Gärtnerei-Fläche endgültig. Bereits im Jahr 2012 wurde für das Gebiet ein neuer Bebauungsplan eingeleitet. Die Pläne eines Investors stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. Denn: Der Entwurf sah seinerzeit auf der Fläche fast 80 Reihenhäuser vor.

Seit 2016 treibt Wilma das Vorhaben voran. Doch auch das Ratinger Unternehmen sah sich mit Widerständen konfrontiert. Anwohner wehrten sich massiv gegen die Pläne, machten ihrem Unmut bei einer Bürgerversammlung Luft, sammelten 180 Unterschriften. Die Hauptkritikpunkte: Zu viele Häuser sollen auf zu kleiner Fläche entstehen, ein tierreiches Naturland wird zerstört, die Gleichförmigkeit der Bauten und ein drohendes Verkehrschaos.

„Glücklich sind wir mit der Situation weiterhin nicht“, betont Dr. Ranja Henriette Sobek. Sie gehörte der Anwohnerinitiative an, die sich gegen das Projekt ausgesprochen hatte. Weiterhin bedauere sie, „dass dieses tolle Gelände für Füchse und Rehe verschwindet“. Ihr und ihren Mitstreitern bleibe nun nichts anderes übrig, als die weiteren Entwicklungen abzuwarten. In der Tat hat der Haupt- und Personalausschuss am 27. März 2020 den Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Am 26. November ist er in Kraft getreten.

Jochen Siemes ist derweil überzeugt, die verschiedenen Interessen bei den Planungen berücksichtigt zu haben. Auf dem Gelände, dessen Erschließungsträger Wilma ist, seien unter anderem mehr als 20 öffentliche Parkplätze, ein Kinderspielplatz und Ausgleichsmaßnahmen für die Natur vorgesehen. Nahe des Mehrfamilienhauses soll eine Biotopverbundfläche entstehen. Ein eigenes Blockheizkraftwerk versorgt die Neubauten mit Wärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung.

Wilma-Projekte

Seit 2004 ist Jochen Siemes für die Immobilienfirma Wilma in Solingen aktiv. Das Unternehmen mit Sitz in Ratingen deckt beim Vorhaben am Mangenberg die komplette Projektentwicklung ab: Es tritt als Erschließungs- und Bauträger auf und kümmert sich um die Vermarktung. Neben kleineren Projekten ist Wilma in Solingen bisher mit der Entwicklung der Neubaugebiete an der Nibelungenstraße und der Burger Landstraße nahe Dorperhof in Erscheinung getreten. „Die Lage Solingens zwischen Düsseldorf und Köln ist natürlich wahnsinnig attraktiv“, sagt Siemes. Gleichzeitig seien die Preise in der Klingenstadt noch etwas moderater als in den rheinischen Metropolen. „Wobei sich das Niveau etwas angleicht“, stellt der Prokurist fest.

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