Traditioneller Martinszug

500 Kinder und ihre Eltern begleiten St. Martin

Manfred Stüttgen führte als St. Martin mit seinem Wallach „Point“ den Zug an – schon zum 29. Mal. Foto: Michael Strahlen
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Manfred Stüttgen führte als St. Martin mit seinem Wallach „Point“ den Zug an – schon zum 29. Mal.

Zum 45. Mal lud die Arbeitsgemeinschaft Gräfrather Vereine zum Umzug durch den Stadtteil ein.

Von Sven Karasch

Solingen. Als es langsam dunkel wurde vor dem Eugen-Maurer-Haus und die Laternen der Kinder leuchteten, fühlte sich der St. Martinsumzug in Gräfrath wieder so an wie früher – vor der Corona-Zwangspause.

Zum 45. Mal konnte die Arbeitsgemeinschaft der Gräfrather Vereine (Arge) am Mittwoch zum traditionellen Martinszug durch den Stadtteil einladen, nachdem die Stadt die Veranstaltung genehmigt hatte. „Die Vorlaufzeit war knapp, wir wussten bis zuletzt nicht, ob wir starten dürfen, haben es aber dennoch pünktlich geschafft.“, erklärte Arge-Sprecher Dragan Denic im Vorfeld.

Und da waren sie dann wieder, die vielen – meist selbstgebastelten – Laternen in Form von Drachen, Heißluftballons oder Pilzen. Auch live gespielte Martinslieder durften da natürlich nicht fehlen, die die Stadtkapelle Solingen bereits auf dem Vorplatz des Eugen-Maurer-Hauses anstimmte. So konnten die Bewohnerinnen und Bewohner an den Fenstern mit sicherem Abstand ebenfalls an der St. Martinsstimmung teilhaben. Manfred Stüttgen verkörperte wieder den Heiligen Martin und führte hoch auf seinem Wallach „Point“ den Zug schon zum 29. Mal an.

Begleitet von Ordnungsamt und Polizei ging es durch den Ortskern

Mehr als 500 Menschen waren beim Start des Zuges dabei und zogen – begleitet von Polizei und Ordnungsamt – langsam in Richtung des Gräfrather Ortskerns. Aus den Nebenstraßen schlossen sich auf dem Weg noch viele weitere Familien mit Kindern an, so dass der Martinszug an der Schulstraße bereits eine beachtliche Länge erreicht hatte. Dadurch klang die Musik der Kapelle an der Spitze nicht bis ganz ans Ende des Zuges. Also stimmten Kinder und Erwachsene ab und zu einfach selbst ein paar traditionelle Lieder an.

In der Garnisonstraße konnten sich alle Kinder im Zug über einen Weckmann als Geschenk der Organisatoren freuen. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilten rund 800 Stück des süßen Gebäcks. Damit waren in diesem Jahr gut ein Drittel mehr Weckmänner eingeplant worden als in den Jahren zuvor. Dragan Denic freute sich, dass die Kalkulation offenbar aufgegangen ist und so alle Kinder einen Weckmann bekommen konnten. Wer ihn und die anderen Vereinsmitglieder aus Gräfrath kennt, weiß, dass dies für sie immer eine Herzensangelegenheit ist.

Zum Schluss begeisterte das eindrucksvolle Martinsfeuer in einer Schutzwanne am Brandteich Groß und Klein, entfacht und bewacht wurde es von der Freiwilligen Feuerwehr.

Martinsgeschichte, Weckmänner und das große Feuer beeindruckten die Kinder

Eltern und Kinder schienen sehr glücklich zu sein, dass eine solche Veranstaltung wieder möglich war. Lennard (4) aus Solingen war zum Beispiel besonders begeistert von der Martinsgeschichte, die Manfred Stüttgen als St. Martin auf dem großen Pferd und Reiner Wissemann als Bettler nahe der Feuerwehrwache aufführten. Höhepunkt für die 8-jährige Svea waren die leckeren Weckmänner. Julius (5) war mit seinen Eltern aus Gräfrath da und fand das große Feuer am besten. Seine Eltern hatten darüber hinaus noch einmal ganz besonders lobende Worte für die Arbeit der Gräfrather Vereine übrig, die den Umzug auch unter nicht ganz einfachen Umständen auf die Beine gestellt hatten.

Solche Rückmeldungen freuten auch Dragan Denic sehr: „Coronabedingt konnten wir keine Martins-Tombola starten, doch durch die Spende der Stadt-Sparkasse Solingen und eigener Rücklagen ist der Martinszug finanzierbar geworden.“ Insgesamt war er sehr zufrieden und bedankte sich zum Abschluss noch einmal ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern, ohne die der St. Martinszug nicht möglich gewesen wäre: „. . .das sind nicht wenige.“

Gräfrather Vereine

Für die Arbeitsgemeinschaft der Gräfrather Vereine (Arge) sind viele ehrenamtliche Helfer tätig. Dies ermöglicht Feste wie das Marktfest, den traditionellen Martinszug oder auch die Weihnachtsbeleuchtung des Ortskerns, die morgen wieder installiert werden wird.

www.heimatverein.eu/arge

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