Lohn für Hinweise

40.000 Euro wert: Täter stehlen 500 Kilo schweren Brunnen

Dem Künstler Alexander Pinior wurde ein 500 Kilogramm schwerer Brunnen aus seiner Werkstatt gestohlen.
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Dem Künstler Alexander Pinior wurde ein 500 Kilogramm schwerer Brunnen aus seiner Werkstatt gestohlen.

Dem Solinger Künstler Alexander Pinior wurde eine Bronzeskulptur des Kölner Bildhauers Heribert Callen gestohlen. Er verspricht 7000 Euro für Hinweise, wo sich das Objekt befindet.

Von Kristin Dowe

Solingen. Alexander Pinior ist immer noch fassungslos. Dem Solinger Künstler wurde eine rund 500 Kilogramm schwere Skulptur aus seiner Werkstatt an der Kottendorfer Straße gestohlen. Es handelt sich um einen sogenannten Licht- und Wasserbrunnen aus massiver Bronze des Kölner Bildhauers Heribert Callen aus dem Jahr 1980, den Pinior im Auftrag des Kölner Unternehmens Friedrich Wassermann aufarbeiten sollte. „Ich bin am Boden zerstört“, sagt Pinior, dessen wochenlange Arbeit mit dem Diebstahl zunichte gemacht wurde. Den Wert des Objekts schätzt er auf mindestens 40.000 Euro.

Diebstahl müsse aufwendig und auffällig gewesen sein

Die Polizei bestätigte Piniors Strafanzeige – die Tatzeit lag zwischen Samstag, 16 Uhr, und Montagmorgen, 7 Uhr. Pinior selbst geht davon aus, dass die Täter vermutlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag zuschlugen. „Einige meiner Nachbarn haben mitten in der Nacht einen lauten Knall gehört, aber dennoch nicht reagiert.“ Wie den Kriminellen der Transport des monströsen Kunstwerks von 3,50 Meter Höhe und 1,40 Meter Breite unentdeckt gelungen ist, bleibt ihm schleierhaft. Der Brunnen habe sich auf einer Rampe befunden, schon der Transport in Piniors Werkstatt mit Hilfe eines Gabelstaplers sei extrem aufwendig gewesen. „Ich konnte ihn mit drei Helfern nicht einmal um 20 Grad kippen. Um ihn von der Rampe herunter zu befördern, waren sicherlich mindestens acht Personen notwendig.“

Auf dem Boden habe er noch Glassplitter aus dem „Kopf“ des futuristisch anmutenden Kunstwerks gefunden. Zusätzlich zu den Wasserschalen waren dort Scheinwerfer eingebaut. Piniors Einschätzung nach hätten die Täter den Brunnen von der Rampe kippen und beispielsweise mit einem Hänger abtransportieren müssen. „Ein geschlossenes Auto war das garantiert nicht“, ist er überzeugt.

Künstler befürchtet, dass Täter das Objekt zerschneiden

Mindestens so schmerzhaft wie der materielle ist der ideelle Verlust, der für den Solinger mit dem Diebstahl einhergeht. Drei Monate habe er damit verbracht, die mit Calciumcarbonat überzogene Skulptur freizulegen und hätte diese aufwendige Arbeit in gut zwei Wochen abgeschlossen. „Der Brunnen hat schon angefangen zu glänzen.“

Nun befürchtet Alexander Pinior, dass die Täter das Objekt zerschneiden könnten, um die Bronze schnell zu verkaufen. Für den entscheidenden Hinweis, wo sich das Kunstwerk befindet, hat er eine Belohnung von 7000 Euro ausgesetzt.

Hinweise nimmt die Leitstelle der Polizei unter Tel. 0202 / 284-0 entgegen.

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