Ersatzpflanzungen für 40 kaputte Bäume

23 neue Bergahorne zieren die Burger Landstraße

Baudezernent Andreas Budde (v. l.), Sascha Mertens und Sven Sieberth von Straßen NRW, Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU), Henning Pless (Grüne), der Vorsitzender des Beirates Untere Naturschutzbehörde und Bürgermeister und Vorsitzender des Umweltausschusses, Thilo Schnor (Grüne) setzen symbolisch einen der neuen 23 Bergahorne. Foto: Christian Beier
+
Baudezernent Andreas Budde (v. l.), Sascha Mertens und Sven Sieberth von Straßen NRW, Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU), Henning Pless (Grüne), der Vorsitzender des Beirates Untere Naturschutzbehörde und Bürgermeister und Vorsitzender des Umweltausschusses, Thilo Schnor (Grüne) setzen symbolisch einen der neuen 23 Bergahorne.

Nach Streit um Fällaktion Ende 2019 haben Stadt und Straßen NRW jetzt für Ersatz gesorgt.

Von Philipp Müller

Solingen. Schön in Reih und Glied stehen 23 neue Bergahornbäume jetzt an der Burger Landstraße. Eine Solinger Fachfirma setzte sie gestern. Die Neupflanzung erfolgte, weil 2019 und 2020 knapp 40 kaputte Bäume gefällt werden mussten. Die Ersatzpflanzungen hatte die Stadt Solingen im Auftrag von Straßen NRW durchgeführt und vorab mit ihren Technischen Betrieben Solingen (TBS) geplant. Damit nimmt ein Thema ein Ende, das die Anwohner, Politiker und Naturschützer zum Jahreswechsel 2019 auf 2020 emotional stark beschäftigt hatte.

Der Landesbetrieb hatte nach viel Gegenwind aus Solingen die begonnene Fällaktion Ende 2019 gestoppt. In der Folge traten dessen Fachkräfte in diversen Ausschüssen und Beiräten des Stadtrats auf. Sie erklärten die Notwendigkeit der Fällungen mit dem Krankheitszustand der Bäume und damit, dringend verkehrsichernd tätig werden zu müssen.

Auch aus den Naturschutzverbänden und vonseiten der Anwohner hatte es Kritik gehagelt, und die Sinnhaftigkeit der Baumfällungen war in Frage gestellt worden. Einige Bäume blieben daraufhin stehen und wurden später im Bereich der Kronen beschnitten, doch sie waren nicht zu halten. Sie mussten ebenfalls am Ende gefällt werden, berichtete gestern Claudia Wackerl vom Stadtdienst Natur und Umwelt. Deshalb wurden Ersatzpflanzungen beschlossen. 21 neue Bäume wurden deshalb ab dem Gut Jagenberg Richtung Burg gepflanzt. Zwei weitere auf der gegenüberliegenden Straßenseite Richtung Krahenhöhe.

Straßen NRW entschuldigt sich für das Vorgehen 2019

Die Gutachter von Straßen NRW werden den Zustand auch dieser Bäume entlang der Straße weiter im Blick haben. Das berichteten Sascha Mertens, der Leiter der Straßenmeisterei Burscheid, und Sven Sieberth, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr bei Straßen NRW für den Bereich Rhein-Berg. Sieberth entschuldigte sich gestern nochmals für das Vorgehen 2019: „Die Bäume mussten gefällt werden, aber wir hätten die Stadt Solingen von Anfang an mit ins Boot nehmen sollen.“ Der neue Baudezernent Andreas Budde (parteilos) zeigte sich daher zufrieden, dass in der Zwischenzeit die Konflikte gelöst worden seien.

Auch Bäume brauchen ihren Raum und Platz wie die Radfahrer.

Andreas Budde, Baudezernent

Er betonte zudem die Wichtigkeit des Themas Straßengrün für seine künftige Arbeit. Er sagte aber auch, dass dies eine Sache der Abwägung in den Planungen sei: „Auch Bäume brauchen ihren Raum und Platz wie die Radfahrer.“ Die Fragen von Bodenversiegelungen auch im Hinblick auf den Hochwasserschutz seien aktuell wichtige Handlungsfelder.

Stadtgrün hat viele Vorteile. Unter anderem sorgt es für Abkühlung an heißen Tagen.

Claudia Mettenmeyer vom Teilbetrieb Stadtgrün und Stadtbildpflege der TBS erklärte, mit den 23 Bäumen sei die Nachpflanzung abgeschlossen. Nicht alle der 40 gefällten Bäume hätten ersetzt werden müssen. Ab Jagenberg Richtung Innenstadt sei der Allee-Charakter der Burger Landstraße auch weiterhin erhalten. Die 23 Bäume ersetzen nun die 24 gefällten im Bereich der Ortsausfahrt Richtung Burg. Bei der Planung der neuen Standorte habe neben dem Allee-Bild für die Straße auch eine Rolle gespielt, die Bäume so zu setzen, dass sie nicht mit den Oberleitungen der Linie 683 in Konflikt kommen. So stehen die Jungbäume nun neben den 60 bis 70 Jahre alten Bergahornen und werden von der Fachfirma drei Jahre lang beim Aufwachsen betreut.

Fällaktion

Im November 2019 hatte der Landesbetrieb Straßen NRW mit der Fällung begonnen. Lauter Protest der Anwohner und aus der Politik stoppten in der Folge die Aktion. Seitens des Landesbetriebs wurde die Wiederaufforstung zugesagt. Grund für die Fällung war, dass die Bäume durch Trockenheit bruchgefährdet waren.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unfall auf der A3: Pkw überschlägt sich
Unfall auf der A3: Pkw überschlägt sich
Unfall auf der A3: Pkw überschlägt sich
Ohligs: Mann bei Messerstecherei lebensgefährlich verletzt
Ohligs: Mann bei Messerstecherei lebensgefährlich verletzt
Ohligs: Mann bei Messerstecherei lebensgefährlich verletzt
Wahl: Sebastian Haug (CDU) und Josef Neumann (SPD) siegen in ihren Wahlkreisen
Wahl: Sebastian Haug (CDU) und Josef Neumann (SPD) siegen in ihren Wahlkreisen
Wahl: Sebastian Haug (CDU) und Josef Neumann (SPD) siegen in ihren Wahlkreisen
Mehrere Verletzte bei Unfall auf A46
Mehrere Verletzte bei Unfall auf A46
Mehrere Verletzte bei Unfall auf A46

Kommentare