Einsatz

23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein

Gegen den Solinger leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.
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Gegen den Solinger leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Solinger griff zu Tierabwehrspray

Von Kristin Dowe

Solingen. Ein 23-jähriger Solinger griff nach Angaben der Polizei am Montagnachmittag eine Mitarbeiterin der Verkehrsbetriebe bei einer Fahrscheinkontrolle in einem Linienbus auf der Grünewalder Straße an. Als der Mann sein Ticket vorweisen sollte, schlug er der 49-Jährigen bei Verlassen des Busses gleich mehrfach ins Gesicht. Kurioserweise verfügte der Mann sogar über einen gültigen Fahrschein und konnte sich lediglich nicht ausweisen, berichtet Silke Rampe, Sprecherin der Verkehrsbetriebe Solingen. „Der Fahrgast hätte lediglich seinen Ausweis einen Tag später bei einem unserer Kundencenter vorlegen müssen.“

Ein 45-jähriger Mitarbeiter war seiner Kollegin zur Hilfe geeilt – ihm sprühte der Solinger Tierabwehrspray ins Gesicht und floh vom Tatort. Der durch das Spray verletzte Kontrolleur musste zur Behandlung in eine Augenklinik nach Wuppertal gebracht werden. Der Mitarbeiterin gehe es Silke Rampe zufolge hingegen „den Umständen entsprechend gut“.

Die Polizeibeamten trafen den Beschuldigten später in Tatortnähe an und leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn ein. In Wuppertal hatte es am gleichen Tag einen ganz ähnlichen Vorfall gegeben: Dort kam es ebenfalls bei einer Ticketkontrolle in der Schwebebahn zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Jugendlichen und einem Kontrolleur, teilt die Polizei weiter mit. In beiden Fällen dauern die Ermittlungen an.

Kontrolleure werden für brenzlige Situationen professionell geschult

Bei den Verkehrsbetrieben Solingen reagierte man betroffen auf den Vorfall. Die Zahl körperlicher Übergriffe auf Kontrolleurinnen und Kontrolleure sei zwar rückläufig, so Rampe. „Das war vor drei bis vier Jahren schon mal ein größeres Problem.“ Beschäftigte würden aber weiterhin mitunter beleidigt oder gar bespuckt. „Im Schnitt haben wir es alle zwei Monate mit einem größeren Übergriff zu tun.“ Dabei seien die Kontrolleure deutlich häufiger betroffen als etwa das Fahrpersonal.

Alle Mitarbeitenden hätten bereits ein Deeskalationstraining erhalten, um in gefährlichen Situationen angemessen reagieren zu können. Ein Experte des Tüv habe die Beschäftigten entsprechend geschult. Rampe: „Wir wünschen beiden Kollegen gute Besserung.“

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