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20 Jugendliche aus der Ukraine lernen in den Ferien Deutsch

20 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine lernen in den Ferien Deutsch. Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki (r.) lobte die Teilnehmer für die schnellen Fortschritte beim Lernen.
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20 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine lernen in den Ferien Deutsch. Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki (r.) lobte die Teilnehmer für die schnellen Fortschritte beim Lernen.

Angebot von Stadt, Internationalem Bund und Caritasverband – Neben dem Unterricht gibt es auch Ausflüge

Von Andreas Römer

Solingen. „Mein Name ist Katja. Ich bin zwölf Jahre alt und komme aus Kiew in der Ukraine. Ich mag Katzen, male gern und habe eine große Schwester“, so stellte sich die Schülerin Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki (SPD) vor. Katja gehört zu einer Gruppe von 20 Kindern und Jugendlichen, die in den Sommerferien Deutsch lernt. Auch in diesem Jahr bietet die Stadt in Kooperation mit dem Internationalen Bund und dem Caritasverband Wuppertal/Solingen einen Sprachkurs für zugewanderte Jugendliche an.

Angemeldet haben sich diesmal 12- bis 17-Jährige nur aus der Ukraine. Ein Novum in der neunjährigen Geschichte der Sprachkurse, wie Micha Thom vom Internationalen Bund feststellt. In der Vergangenheit waren es immer gemischte Gruppen mit jungen Menschen, die aus verschiedenen Ländern nach Solingen gekommen sind.

Bürgermeisterin ermutigt die jungen Flüchtlinge

Bürgermeisterin Zacharaki besuchte die Schüler am Freitag, um ihnen Mut zuzusprechen. Dabei erzählte sie, wie sie selbst vor 40 Jahren ohne Sprachkenntnisse aus Griechenland nach Deutschland gekommen ist. „Sprache ist das Allerwichtigste“, gab sie den Kindern mit auf den Weg. Sie sollten mutig sein, dann könne man alles schaffen. Die Kinder sollten immer fragen oder um Hilfe bitten, wenn sie Probleme hätten. „Wir alle in der Stadt wollen, dass ihr euch in Solingen wohlfühlt,“ sagte Zacharaki weiter und verwies darauf, dass in Solingen Menschen aus 150 Nationen ein Zuhause gefunden haben.

Solingen zeigt sich solidarisch mit der Ukraine - So können Sie jetzt helfen

Und ein bisschen haben die Flüchtlinge aus der Ukraine Solingen auch schon kennengelernt. Der 17-jährige Anton aus Charkiw findet die Stadt sehr grün und nicht zu groß. Und auch Daniel (13) aus Nikolayevka mag vor allem die Natur in der Stadt. Erkunden können die Schüler die Stadt jeden Nachmittag. Sie lernen Deutsch für drei Stunden am Vormittag und am Nachmittag ist jeden Tag Programm angesagt, dass es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, sich untereinander besser und einige Highlights in Solingen kennenzulernen. So haben sie schon die Gesenkschmiede Hendrichs besucht, eine Kräuterwanderung gemacht und am Dienstag soll es ins Ittertal zum Schwimmen gehen.

„Es ist wichtig, dass die jungen Menschen hier Freunde finden, denn sie kennen sich ja auch nicht, teilen aber das gleiche Schicksal, fern der Heimat“, sagt Heike Neundörfer vom Kommunalen Integrationszentrum. Eine fremde Stadt bleibe fremd, bis sie erkundet sei. Dabei helfe der Kurs. Und welche Fortschritte alle in der deutschen Sprache gemacht haben, davon konnte sich Zacharaki überzeugen. Sie lobte: „Ihr sprecht schon prima, nach so kurzer Zeit.“

Die Bürgermeisterin lud die Jugendlichen ein, sich doch auch einmal das Rathaus anzuschauen und vielleicht ein Treffen mit dem Jugendstadtrat zu organisieren.

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