Verkürzte Saison

17.000 Gäste besuchten das Freibad Ittertal

Thomas Czeckay, Betriebsleiter im Freibad Ittertal, und Hartmut Lemmer (r.), Vorsitzender des Fördervereins Ittertal, beenden am Mittwoch die Saison im Freibad. Ende November startet dann das Eislaufen. Foto: Christian Beier
+
Thomas Czeckay, Betriebsleiter im Freibad Ittertal, und Hartmut Lemmer (r.), Vorsitzender des Fördervereins Ittertal, beenden am Mittwoch die Saison im Freibad. Ende November startet dann das Eislaufen.

Trotz Corona ist der Förderverein „mit einem blauen Auge davongekommen“.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Es war ein komisches Jahr für den Betreiber und den Förderverein des Freibads Ittertal. Nachdem die Vorbereitungen so gut wie getroffen waren, hieß es erstmal, dass keine Schwimmbäder öffnen dürfen, und einen Monat später war es dann doch soweit. Aber der Aufwand, der durch die Corona-Regeln entstanden ist, habe sich gelohnt. 17 000 Gäste zählte das Freibad in dieser verkürzten Saison, gerechnet hatten sie nur mit 12 000.

„Wir hatten auch eine gesellschaftliche Relevanz in diesem Jahr, weil viele nicht in den Urlaub fahren konnten.“ 

Hartmut Lemmer, Vorsitzender Förderverein Ittertal

„Wir hatten auch eine gesellschaftliche Relevanz in diesem Jahr, weil viele nicht in den Urlaub fahren konnten“, sagt Hartmut Lemmer, Vorsitzender des Fördervereins Ittertal. „Deshalb mussten wir öffnen, auch wenn es wirtschaftlich nicht gut aussah, einen Monat später zu starten.“ Ein Minusgeschäft hat der Verein dennoch gemacht, der im vergangenen Jahr 30 000 Gäste hatte. Denn genau passend zum Beginn der Saison wurde das Wetter schlechter. So zählten sie von Mitte Mai bis Ende Juni nur 5000 Gäste. Im August hingegen standen die Leute Schlange. „Wir haben aber Sponsoren und können noch Fördergelder aus dem Topf für Vereine abrufen, damit kommen wir mit einem blauen Auge davon“, erklärt Lemmer.

Dazu hat auch das Beach-Volleyballfeld beigetragen, das bereits im Mai und damit im Hoch der Corona-Krise öffnen konnte. Weil es draußen stattfinden konnte, kamen zahlreiche Spieler und nutzen das Angebot. „Eine Erfolgsidee“, freute sich der Vorsitzende des Fördervereins Ittertal. Die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln konnten die Mitarbeiter dann auch fürs Freibad gut umsetzen.

Nachdem sie zunächst strengere Regeln hatten – nur im Kreis schwimmen, zwei Blöcke mit jeweils 450 Gästen – konnten sie bereits nach einer Woche alles ein wenig lockern. So waren dann 650 Gäste gleichzeitig im Bad erlaubt, die auch solange bleiben konnten, wie sie wollten. Und das funktionierte gut. Lemmer: „So hatten wir an einem Tag über 1000 Besucher, weil wir immer neue reinlassen konnten, sobald jemand nach Hause gegangen ist.“ Die Umsetzung der anderen Regeln lag dann mehr oder minder in der Eigenverantwortung der Besucher, aber da habe es nur wenige gegeben, die das nicht hinbekommen haben.

Umkleiden sollen bald neu gestaltet werden

Wenn die Saison in der kommenden Woche zu Ende geht, gibt es jedoch noch viel zu tun. „Die Vorbereitungen für die Eislaufbahn starten direkt im Anschluss“, erklärt Thomas Czeckay als Betriebsleiter der Freizeitanlage. Dafür müsse zum Beispiel die Betonplatte, die als Untergrund für das Eis dient und eigentlich ausgetauscht werden müsste, mehrfach gereinigt werden. Und auch für das Freibad müsse noch etwas getan werden. Nachdem die Duschen neu gemacht und die Chloranlage ausgetauscht wurden, seien jetzt die Umkleiden der bereits 103 Jahre alten Anlage dran. Doch dafür fehlt derzeit das Geld.

Aufgrund der guten Wetterprognose für kommenden Montag, Dienstag und Mittwoch schließt das Freibad noch nicht wie geplant am Sonntag, sondern erst am kommenden Mittwoch, 16. September. „Dann hoffen wir, dass noch einmal rund 1000 Gäste kommen, das wäre ein schönes Ziel“, sagt Thomas Czeckay. „An sich war es aber ein durchwachsenes Jahr“, bilanziert er.

Wintersaison

Die Eislaufbahn im Ittertal öffnet voraussichtlich am 27. November. Wie dort die Coronaregeln umgesetzt werden, ist noch unklar. An dem ersten Wochenende sollen dann auch mehrere Veranstaltungen stattfinden. „Was ist das Ittertal? All die Dinge holen wir zu uns“, erklärt Lemmer die Idee dahinter. Darunter seien etwa die Walder Kreativwerkstatt oder der Bouleverein. Anfang März endet die Saison dann wieder. Außerdem kommt eine neue Eismaschine zum Einsatz.

Zahlreiche Hunde trauen sich ins kühle Nass im Freibad Ittertal und im Heidebad. Zwei Wochen können Hundebesitzer die Gelegenheit mit ihren Vierbeinern noch nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Fahrradweg soll ab 2023 dauerhaft sein
Fahrradweg soll ab 2023 dauerhaft sein
Fahrradweg soll ab 2023 dauerhaft sein
Corona: Impfaktionen in Solingen werden weiter ausgeweitet
Corona: Impfaktionen in Solingen werden weiter ausgeweitet
Corona: Impfaktionen in Solingen werden weiter ausgeweitet
Radfahrer bei Zusammenstoß mit geparktem Fahrzeug lebensgefährlich verletzt
Radfahrer bei Zusammenstoß mit geparktem Fahrzeug lebensgefährlich verletzt
Radfahrer bei Zusammenstoß mit geparktem Fahrzeug lebensgefährlich verletzt

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare