Müllsammelaktion „Dreck-weg-Tag“

120 Helfer sammeln eine Tonne Müll in der Ohligser Heide

Gut ausgestattet zogen die etwa 120 Freiwilligen in die Ohligser Heide, um wilden Müll einzusammeln.
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Gut ausgestattet zogen die etwa 120 Freiwilligen in die Ohligser Heide, um wilden Müll einzusammeln.

Etwa eine Tonne Müll haben Freiwillige am Samstag in drei Stunden in der Ohligser Heide gesammelt.

Von Andreas Römer

Solingen. Rund 120 Solinger – darunter etwa 20 Kinder – waren zum Spielplatz Engelsberger Hof gekommen, um sich am Bergischen „Dreck-weg-Tag“ zu beteiligen. Ausgestattet von den Technischen Betrieben mit Handschuhen, Müllsäcken und Zangen machten sich die Freiwilligen daran, die Wege und Parkplätze von wildem Müll zu befreien.

Verrostete Fahrräder, leere Fünf-Liter-Fässchen, Stühle und ein kompletter Satz Autoreifen waren sicherlich die größten Funde. „Wir haben auch eine wilde Müllkippe entdeckt, wo vor allem Bauschutt abgeladen wurde. Das konnten die Helfer natürlich nicht abtransportieren, da haben wir unseren Auswärtstrupp angerufen“, erläuterte Julian Stratmann von den Technischen Betrieben Solingen.

Der Abfallberater zeigte sich mit der Resonanz auf den Dreck-weg-Tag in der Klingenstadt zufrieden. Auch wenn einer fehlte: Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) hatte seinen Einsatz am Müllbeutel angekündigt, musste dann aber wegen Krankheit passen.

Es sei toll, dass so viele mit angepackt haben, meinte Stratmann. Traurig sei auf der anderen Seite allerdings, dass dieses Engagement der Freiwilligen überhaupt nötig ist. Vor allem rund um die Parkplätze hätte man – wie erwartet – besonders viel Unrat wie Flaschen, Plastiktüten und Papier gefunden, berichtete Stratmann. Insgesamt sei die Menge des gesammelten Abfalls aber im erwarteten und normalen Rahmen.

Säuberungsaktion soll das Bewusstsein schärfen

„In diesem Jahr haben wir auffallend viele Hundekotbeutel gefunden. Da fehlt mir das Verständnis“, so der Abfallexperte weiter. Wenn man als Hundebesitzer schon die Hinterlassenschaft des Vierbeiners aufsammele, mache es doch gar keinen Sinn, den befüllten Plastikbeutel in die Landschaft zu werfen. Überhaupt werde von vielen offensichtlich nicht ausreichend nachgedacht. „Autoreifen und die anderen Sachen kann man bei den Technischen Betrieben abgeben. Da ist der Weg in den Wald sicher nicht der richtige.“

In diesem Jahr haben sich die Städte Solingen, Wuppertal und Remscheid erstmals darauf verständigt, gemeinsam ein Zeichen für Sauberkeit zu setzen – unter dem Motto „Das Bergische Land räumt auf“. Deshalb gab es zeitgleich in allen drei Städten lokale Aufräumaktionen. Die Säuberungsaktionen sollen auch das Bewusstsein all derer schärfen, die unachtsam oder illegal ihren Müll liegenlassen.

Belohnt wurden die zahlreichen Helfer am Engelsberger Hof nach getaner Arbeit mit kostenlosen Getränken und einem kleinen Imbiss.

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