Energiekrise

So lässt sich im Alltag Strom sparen

Ein Grad kann bei Kühl- und Gefriergeräten in Sachen Energieverbrauch einen großen Unterschied machen.
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Ein Grad kann bei Kühl- und Gefriergeräten in Sachen Energieverbrauch einen großen Unterschied machen.

Selbst etwas tun in der Energiekrise: Verbraucherschützer geben Tipps.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die aktuellen Preissteigerungen betreffen nicht nur das Thema Heizen. Auch Strom wird immer teurer. Die Solinger Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt Tipps, wie sich mit einfachen Maßnahmen der Geldbeutel und gleichzeitig das Klima schonen lassen.

Kühlen: Auch kleine Veränderungen können einen Unterschied machen. Die optimale Temperatur im Gefrierschrank betrage minus 18 Grad, im Kühlschrank 7 Grad. „Schon ein Grad kälter lasst den Stromverbrauch um etwa sechs Prozent steigen“, erläutern die Verbraucherschützer. Sie weisen zudem darauf hin, dass man die Türen von Kühl- und Gefriergeräten möglichst kurz geöffnet haben sollte. Sammelt sich Eis im Inneren, sei ein regelmäßiges Abtauen sinnvoll.

Kochen: Mit Deckel zu kochen und zu braten, spare Energie und Zeit, betonen die Verbraucherschützer. Außerdem lassen sich rund 15 Prozent Energie einsparen, wenn man beim Backen Umluft statt Ober- und Unterhitze verwendet.

Waschen: „Eine Waschtemperatur von 30 bis 40 Grad reicht bei normal verschmutzter Alltagswäsche völlig aus und hat den Vorteil, dass die Kleidung länger hält“, heißt es von der Verbraucherzentrale. Darüber hinaus sollte man darauf achten, die Maschine ausreichend zu befüllen. Weiterer Tipp: Ein hoher Schleudergang spare Zeit beim anschließenden Trocknen, weil die Wäsche dadurch weniger nass sei. Freilich noch sinnvoller als ein Trockner sei jedoch das Aufhängen der Wäsche an der frischen Luft.

Beleuchtung: LED-Beleuchtung ist besonders sparsam. Die in allen Fassungen und Formen erhältlichen Leuchtmittel verbrauchen im Vergleich zu bestimmten Konkurrenzprodukten bis zu 90 Prozent weniger Strom, erklären die Verbraucherschützer.

Arbeit: Coronabedingt haben viele Menschen – anfänglich notgedrungen – das Thema Homeoffice für sich entdeckt. Dementsprechend steigt der Stromverbrauch in den eigenen vier Wänden. Es lässt sich allerdings gegensteuern. Mit einer Steckerleiste etwa, mit der sich elektronische Geräte, die nicht gebraucht werden, ausschalten lassen. Sinnvoll sei zudem, von Desktoprechnern auf Laptops umzustellen, weil deren Stromverbrauch „grundsätzlich“ geringer sei. Die Verbraucherzentrale ergänzt: „Über Nacht lässt sich das Wlan am Router ausstellen, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Ebenso sollten Ladegeräte von Smartphones oder Tablets nicht ungenutzt in der Steckdose stecken. Es könnte sich um heimliche Stromfresser handeln.“

Geräte: Besondere Stromfresser im Alltag sind Geräte, die Kommunikation und Unterhaltung dienen. Auf Fernseher, Computer, Spielekonsolen und deren Zubehör entfalle durchschnittlich ein Drittel des Stromverbrauchs im Haushalt. Beim Kauf sei deshalb auf deren Energieeffizienz zu achten. Gleiches gelte bei großen Haushaltsgeräten. Bei ihnen ergebe es Sinn, nach etwa 10 bis 15 Jahren nachzurechnen, ob sich ein Neukauf lohnt. Bei der Anschaffung sei neben einer hohen Effizienzklasse der angegebene Stromverbrauch ausschlaggebend.

Stand-by: „Die Stand-by-Funktion bei Elektrogeräten wie Fernsehern, Spielekonsolen, Netzwerkspeichern verbraucht weiter Strom, wenn auch gering“, klärt die Verbraucherzentrale auf. Abschalten könne sich lohnen.

Energieberatung

Die Verbraucherzentrale in Solingen bietet telefonisch oder per Videochat Energieberatung an. Info: Tel. (02 12) 22 65 76-01 sowie per E-Mail: solingen@verbraucherzentrale.nrw

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