Diskussionsabend

So könnte der Solinger Westen in der Zukunft aussehen

Oase Ohligs Ost lud zu Film und Diskussionsabend ein.
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Oase Ohligs Ost lud zu Film und Diskussionsabend ein.

Oase Ohligs Ost lud zu Film und Diskussionsabend ein.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Wie soll Ohligs im Jahr 2035 in puncto Nachhaltigkeit und Klimaschutz aussehen? Was ist wichtig, was muss sich verändern, um den Stadtteil für eine lebenswerte Zukunft gut aufzustellen, die insbesondere der heute jungen Generation und deren Nachkommen ein lebenswertes Leben ermöglicht?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung des Projekts OLX 35, das der Verein Nachbarschaftsgarten Oase Ohligs Ost angestoßen hat. Die Resonanz in der Cobra war groß. Nicht nur die von Luana Lamendola als Öffentlichkeitsbeauftragte der Gastgeber erhofften „50 bis 60 Personen“ waren gekommen, sondern gut die doppelte Anzahl von Interessenten.

Ein achtminütiger Kurzfilm, „Visionen über eine Stadt mit Zukunft“, war Grundlage für die sich anschließende Diskussion. Sechs Oase-Mitglieder nahmen in diesem Streifen imaginär mit auf einen Streifzug durch ein Ohligs, das deutlich weniger versiegelte Flächen, stattdessen viel Grün vorweist, in dem Unverpackt-Läden und Treffpunkte vorherrschen, in dem in einem Gesundheitszentrum nicht Wirtschaftlichkeit, sondern die Heilung und Pflege kranker Menschen im Mittelpunkt stehen und in dem „Leihen und Tauschen“ statt „Kaufen“ die Devise ist.

An vielen Stellen gab es amüsierte Lacher aus dem Publikum als Zeichen für die Diskrepanz zwischen Realität und Zukunftswünschen und der Erkenntnis, wie viel an konsequentem Umdenken nötig sein wird.

Gemeinsam machbare Wege suchen

Ariane Bischoff vom Stab Nachhaltigkeit der Stadtverwaltung, Anja Bierwirth vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, Jugendstadtrat-Vertreterin Madita Pirthauer sowie Uwe Rüll-Mahlendorf, Landschaftsarchitekt und Mitglied des Arbeitskreises Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der evangelischen Kirche, stellten sich auf dem Podium den Fragen von Karsten Römling (Jugendstadtrat) und Sylwia Cicocka („Fridays for Future“).

Im Anschluss hatte das Auditorium ebenfalls Gelegenheit, sich zu äußern: Zunächst auf Plakaten, auf denen eigene Ideen beschrieben wurden, später mit Wortbeiträgen. Entsiegelungen und mehr Grünflächen, Pflicht zu Solardächern sowie das Verbot von Schottergärten waren einige der Vorschläge.

Der Sinn des Projektes sei, nicht in der Theorie zu verharren und sich von bürokratischen und politischen Hürden ausbremsen zu lassen, sondern gemeinsam in einem großen Netzwerk machbar Wege in eine nachhaltige Zukunft zu suchen, sagte Luana Lamendola. „Einzelne, Organisationen und Institutionen haben miteinander ein großes Potenzial“, betonte sie.

Man solle zum Beispiel beim Stichwort Mobilitätswende ruhig kleinteilig statt gleich groß anfangen, warf Anja Bierwirth vom Podium aus ein. „In Quartieren, wo für Radwege und Bäume wegfallende Parkplätze nicht so kompliziert zu planen sind wie an Hauptachsen. Mit gut funktionierenden Beispiel-Zonen steigt die Akzeptanz.“ Außerdem sollten Synergien bedacht werden. Mehr Grün bedeute Lebensqualität für die Psyche und höhere Aufenthaltsqualität, bessere Luft, weniger Überhitzung, mehr Versickerungsmöglichkeiten für Regenwasser.

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