ST Experimente für zu Hause

So kannst du ein rohes Oster-Ei in die Hand nehmen

Ei, ei, ei, was seh ich da? Ein Ei ohne Schale. Der Kalk hat sich aufgelöst. Wenn du nicht glaubst, dass das Ei noch roh ist, schneide es doch einfach mal an.Fotos:Anna Kätker
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Ei, ei, ei, was seh ich da? Ein Ei ohne Schale. Der Kalk hat sich aufgelöst. Wenn du nicht glaubst, dass das Ei noch roh ist, schneide es doch einfach mal an.

In Zusammenarbeit mit dem RöLab stellt das ST Experimente für zu Hause vor.

Von Melissa Wienzek und Anna Kätker

Das brauchst du: ein rohes Ei, ein Marmeladen- oder Honigglas und ...

Bestimmt hast du schon in den vergangenen Tagen kräftig Eier ausgeblasen, angemalt, bestempelt oder anders kreativ verziert. Momentan wird ja viel gebastelt. Schließlich ist morgen Ostersonntag! Dabei hast du bestimmt auch die Erfahrung gemacht: Eierschalen sind dünn, und Eier zerbrechen so leicht. Da muss man wirklich vorsichtig sein. Nicht umsonst gibt es ja die Redewendung „Wie ein rohes Ei behandeln“, also ganz, ganz vorsichtig mit jemandem oder etwas sein. Heute zeigen wir dir, wie du ein rohes Ei anfassen kannst – und das sogar ohne Schale! „Was, das geht doch gar nicht!“, denkst du jetzt. Dann mache heute mit uns das Oster-Experiment – du wirst dich wundern. Aber Achtung! Bitte führe unsere Experimente immer unter Aufsicht eines Erwachsenen durch.

Für dieses Experiment benötigst du:

1 rohes Ei, 1 Marmeladen- oder Honigglas, Essigessenz oder Tafelessig (mindestens 10 Prozent Säure)

...Essigessenz oder Tafelessig mit mindestens 10 Prozent Säure. Und dann lernt das Ei das Schwimmen.

Und los geht’s: Lege das rohe Ei vorsichtig in das Glas und fülle es mit Essig auf, bis das Ei vollständig davon bedeckt ist. Du musst dabei darauf achten, dass das Ei keine Beschädigungen hat. Hast du nur Essigessenz, so kannst du das Glas damit zur Hälfte auffüllen und den Rest mit Wasser. Verschließe das Glas mit einem Deckel. Nun heißt es warten. . . Na, was beobachtest du an der Oberfläche der Eischale, sobald es im Essig liegt? Beobachte den Fortschritt des Experiments alle paar Stunden und berichte uns, was du gesehen hast. Du kannst das Ei dabei vorsichtig mit einem Löffel etwas in dem Essig drehen, so dass immer alle Seiten von diesem bedeckt werden.

Nach 24 Stunden sollte sich die Schale vollständig aufgelöst haben. Nimm das Ei nun mit einem Löffel aus dem Essig und spüle es unter dem Wasserhahn ab. Dann kannst du das rohe (!) Ei in die Hand nehmen. Ist das nicht ein irres Gefühl? Wie ein Flummi. Drehe es in deiner Hand hin und her und halte es gegen das Licht. Na, was kannst du so sehen?

Erklärung: Anna Kätker erklärt den Hintergrund: Die Schale eines Hühnereis besteht aus Kalk. Wenn das Ei in Berührung mit einer Säure kommt, in unserem Fall die Essigsäure, findet eine chemische Reaktion statt. Der Kalk löst sich auf und dabei entsteht Kohlenstoffdioxid – ein Gas. Das führt zu den ganzen kleinen Gasbläschen, die du schon nach kurzer Zeit an der Eischale erkennen kannst. Ist die Schale nach circa 24 Stunden komplett aufgelöst, so bleibt nur noch die feine Eischalenmembran übrig, die das rohe Ei zusammenhält. Du hast sie sicher schon mal bemerkt, wenn du ein gekochtes Ei schälst. Diese ist sehr elastisch und du kannst das Ei sogar aus wenigen Zentimetern Höhe wie einen Flummi fallenlassen. Das rohe Eiklar und den Eidotter kannst du durch die lichtdurchlässige Eimembran auch erkennen. Schneide dein Ei doch einfach mal vorsichtig an, wenn du mir nicht glaubst, dass es noch roh ist.

-mw- Als Justin Lingrön (12), Siebtklässler der Alexander-Coppel-Gesamtschule, letzte Woche die Zeitung aufschlug, hat er als erstes die Seite mit den Experimenten gesucht, erzählt er. An jenem Tag hieß der Versuch „Flüssig oder fest?“. „Am besten man macht es in der Küche“, sagt Justin. „Man legt die Arbeitsfläche mit Zeitungspapier aus, stellt eine Schüssel mit 200 ml Wasser und 300 g Speisestärke bereit. Als Nächstes kommt der Holzlöffel zum Einsatz, damit rührt man alles zusammen. Und jetzt kann es losgehen.“ Aus der Masse ergab sich eine Art Schleim. „Beim Hineintauchen meiner Finger, so wie auch meiner Faust, wurde es flüssiger, desto tiefer ich meine Hand in die Masse getan habe. Beim Formen einer Kugel ist mir aufgefallen, dass sie anfangs fest war, jedoch sofort wieder flüssig wurde. Der Versuch hat mir sehr viel Spaß gemacht!“, berichtet er von seinen Erfahrungen.

Schreib uns: Wir möchten wissen, welche Erfahrungen ihr mit unseren Experimenten macht. Schreibt uns gerne eine E-Mail mit allen Kontaktdaten:

simone.theyßen-speich@ solinger-tageblatt.de

Das RöLab

Justin hatte viel Spaß mit dem Schleim. Natürlich hat er Zeitungspapier darunter gelegt.

Das RöLab ist ein Schülerlabor für alle Altersstufen im Deutschen Röntgen-Museum. Kinder und Jugendliche können selbst experimentieren – unter der Aufsicht von Anna Kätker. Es gibt Kurse für Grundschüler bis zur Oberstufe. Das RöLab hat sogar vier Schulröntgengeräte. Übrigens hat das Museum auch einen Youtube- und Instagramkanal.

www.roentgenmuseum.de

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