Gute Seiten 2020

Smart City bringt Solingen voran

Einen Beitrag zum Smart-City-Projekt leistet bereits die App „Mensch, Solingen“, die ebenfalls im August vorgestellt wurde. Archivfoto:Christian Beier
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Einen Beitrag zum Smart-City-Projekt leistet bereits die App „Mensch, Solingen“, die ebenfalls im August vorgestellt wurde.

Ein schwieriges Jahr geht zu Ende – aber beim Thema Digitalisierung erfuhr die Stadt einen Schub.

Von Alexandra Dulinski

Solingen. War das Jahr auch noch so anders, es hatte definitiv auch seine guten Seiten. Nicht nur in den Schulen und Unternehmen wurde die Digitalisierung durch die Corona-Pandemie vorangetrieben. Auch in Solingen hat die Vernetzung digitaler Kommunikationswege einen Schub erfahren.

Im August stellte die Stadt ihre Pläne für die Smart City vor – die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien auf kommunaler Ebene. Mögen Begriffe wie E-Payment und E-Government zwar noch befremdlich klingen, werden sie schon bald gang und gäbe sein.

Denn das Ziel sei, irgendwann komplett digital zu arbeiten, wie Dirk Wagner, Ressortgeschäftsführer, im August erklärte. So können die Solinger zukünftig Leistungen der Stadt online in Anspruch nehmen, wenn beispielsweise die Datenbanken der Stadt, des Einzelhandels und von Wetterstationen miteinander verknüpft werden. Auch auf wirtschaftlicher Ebene erhofft sich die Stadt damit positive Effekte.

Die Klingenstadt befindet sich also auf einem guten Weg, ihren Bürgern unkompliziert und schnell Daten zur Verfügung zu stellen und unter anderem Zahlungsvorgänge oder Behördengänge zu erleichtern.

Einen Beitrag zum Smart-City-Projekt leistet bereits die App „Mensch, Solingen“, die ebenfalls im August vorgestellt wurde. Das „digitale Taschenmesser für die Hosentasche“, nannte Dirk Wagner die Anwendung. Denn sie bietet nicht nur eine Übersicht über Baustellen, E-Tankstellen und Parkplätze an. Ein Wetterassistent verschickt Unwetter-Warnungen, im „digitalen Rathaus“ können Solinger Termine im Bürgerbüro ausmachen. Auch über Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten können sich die Nutzer informieren.

Die App ist also ein Tool, das nahezu jeder Solinger in der Hosentasche hat. Zwar hat es bislang Unterschiede für Nutzer von Android- und iOS-Geräten gegeben – und die App ist durchaus noch ausbaufähig – die Macher der App versprachen im August aber noch einige Neuerungen, die 2021 umgesetzt werden sollen.

Im Zuge der Digitalisierungsstrategie der Stadt wurden bis zum Sommer 41 Schulen mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet. Aber nicht nur Glasfaseranschlüsse waren in diesem Jahr Thema. Noch etwas ist erfreulich für die Klingenstadt: Im Bergfried von Schloss Burg wurden im August acht Antennen für das 5-G-Netz installiert. Knapp 25 Kilogramm brachte jede Antenne – weiße, rechteckige Klötze – auf die Waage. In einer der heißesten Wochen des Jahres trugen die Mitarbeiter der Firma CTO sie über die schmalen Treppen bis in die Spitze des Bergfrieds herauf.

Solingen: Hoffnung in flächendeckenden Ausbau des 5-G-Netzes

Besucher von Schloss Burg nehmen indes keine Veränderungen am Bergfried wahr. Stattdessen können sie auf ihrem Rundgang durch das Schloss online sein, berichtete Carsten Trost, Geschäftsführer von CTO. Mit dem Ausbau des 5-G-Netzes können sich also nicht nur die Anwohner Burgs über besseren Empfang freuen. Auch eröffnen sich den Betreibern von Schloss Burg ganz neue Möglichkeiten, wie die Besucher das Museum künftig erleben können. Carsten Trost setzte seine Hoffnung indes in den flächendeckenden Ausbau des 5-G-Netzes, so dass industrielle Abläufe über das Netz stattfinden können. So wurden in Burg gleich die Weichen gestellt für autonomes Fahren und Co.

Mit der Solingen App, den Plänen der Smart City und dem Ausbau von Glasfaseranschlüssen und dem 5-G-Netz ist Solingen gut für die Zukunft gerüstet.

Gute Seiten 2020

Das ST zeigt in einer kleinen Serie die guten Seiten, die das schwierige Jahr 2020 trotz aller Sorgen hatte.

22. Dezember: Der „Solinger Weg“

Heute: Smart City bringt Solingen voran

24. Dezember: Mehr Tagestouristen in der Stadt

28. Dezember: Der BHC siegt 28:27 gegen Hannover vor ausverkauftem Haus

29. Dezember: Feuerwehr rettet Tauben

30. Dezember: Guter Verlauf der Kommunalwahl

31. Dezember: Solingen bekommt 7 Millionen Euro vom Land für Schulen – fast die Hälfte des 15-Millionen-Topfes

2. Januar: Die Krankenhäuser arbeiten in der Krise gut zusammen

4. Januar: Der Handel stemmt sich einfallsreich gegen die Krise.

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