Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren

Sie sind Solingens starke Marke

Der Vorsitzende Oliver Berking, Gastredner Professor Dr. Karsten Kilian, Geschäftsführer Jens-Heinrich Beckmann und Museumsleiterin Dr. Isabell Immel (v.l.) bei der Mitgliederversammlung des Schneidwarenverbandes im Klingenmuseum. Foto: Christian Beier
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Der Vorsitzende Oliver Berking, Gastredner Professor Dr. Karsten Kilian, Geschäftsführer Jens-Heinrich Beckmann und Museumsleiterin Dr. Isabell Immel (v.l.) bei der Mitgliederversammlung des Schneidwarenverbandes im Klingenmuseum.

Der Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren lud seine Mitglieder zur Versammlung ins Klingenmuseum ein.

Von Michael Kremer

Der deutschen Schneid- und Haushaltswarenindustrie geht es generell gut. Entsprechend gelöst war die Stimmung bei der Mitgliederversammlung, zu der der Industrieverband IVSH ins Klingenmuseum eingeladen hatte. Als Gastredner war Europas führender Markenstratege, Professor Dr. Karsten Kilian, aus der Schweiz angereist. Bekanntlich ist nichts so gut, dass es nicht verbessert werden könnte.

„Wir glauben, dass wir im vergangenen Jahr gute Arbeit für unsere Mitglieder geleistet haben“, sagte Geschäftsführer Jens-Heinrich Beckmann. Er sprach von einer „mehr als stabilen wirtschaftlichen Lage“ und einem stabilen Mitgliederbestand. Rund 100 Betriebe gehören dem Verband an. Der gesamte Industriezweig konnte seinen Gesamtumsatz im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf gut 2,4 Milliarden Euro steigern. Diese Zahlen hatte der IVSH-Vorsitzende Oliver Berking bereits im Februar bei der „Ambiente“ verkündet.

Den Auftritt dort verbuchte Beckmann als großen Erfolg für den IVSH: „Bei der für uns wichtigsten Messe konnten wir unseren Auftritt ausbauen.“ Darüber hinaus sei die Teilnahme an deutschen Gemeinschaftsständen auf Fachmessen im Ausland ausgeweitet worden. Vorangebracht wurde zudem die Zusammenarbeit mit der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe in Remscheid. „Dort haben wir zurzeit drei anwendungsbezogene Projekte laufen“, sagte Beckmann, beispielsweise im Bereich Rostschutz.

Fünf Erfolgsfaktoren mit auf den Weg gegeben

Eine Möglichkeit, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, zeigte Dr. Kilian den mehr als 100 Anwesenden in seinem Vortrag auf. Fünf Erfolgsfaktoren einer starken Marke gab er ihnen mit auf den Weg. Marken stehen für einzigartige Identität und vermitteln stimmige Signale über alle fünf Sinne. Sie erzählen eindrucksvolle Geschichten und nutzen gekonnte Resonanzfelder wie Mythen oder Archetypen, die alle kennen. Etwa das Bild einer Mutter, das für Liebe steht.

Wichtigster Erfolgsfaktor einer Marke seien aber „überzeugte und überzeugende Mitarbeiter“. Sie stehen im Kundenkontakt und prägen das Bild der Firma. Sie würden eine Marke stark machen. „Schwache Marken machen Kundenwerbung, für starke Marken machen Kunden Werbung“, sagte der Gastredner.

Die Zeiten ändern sich, „es gibt neue Anforderungen“, fuhr Dr. Kilian fort, „aber keinen Grund, sich nervös machen zu lassen“. Eine Marke könne ruhig Ecken und Kanten haben. So wie der Sänger Udo Lindenberg. Seinen Song „Ich mach mein Ding“ baute der Referent in seinen Vortrag ein und ermutigte die Gäste, ebenfalls ihr Ding zu machen: „Manche mögen Udo Lindenberg, manche nicht. Aber alle kennen ihn.“

Begonnen hatte Dr. Kilian seinen Vortrag mit dem Satz: „Wir sind alle Marke.“ Damit schloss er nahtlos an das Dankeswort an, mit dem sich der Vorsitzende im Namen des Industrieverbandes zuvor von einem Markenzeichen des Klingenmuseums verabschiedet hatte: der langjährigen Leiterin Dr. Barbara Grotkamp-Schepers. Das Abschiedsgeschenk, einen Becher aus Sterling-Silber mit den Logos von IVSH und Klingenmuseum, stellte Berking auch der neuen Leiterin Dr. Isabell Immel in Aussicht – „in 25 Jahren . . .“

ZUR PERSON

GASTREDNER Professor Dr. Karsten Kilian gilt als einer der führenden Markenstrategen in Europa. Seit mehr als 15 Jahren lehrt der an der Uni St. Gallen/Schweiz promovierte Diplom-Kaufmann an Hochschulen im In- und Ausland. Zudem berät er mittelständische Unternehmen in Markenfragen.

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