Politik

Silvia Vaeckenstedt kandidiert für den Landtag

Silvia Vaeckenstedt tritt im Wahlkreis Solingen I, außer Gräfrath und Teilen von Mitte, bei der Landtagswahl 2022 an. Foto: Christian Beier
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Silvia Vaeckenstedt tritt im Wahlkreis Solingen I, außer Gräfrath und Teilen von Mitte, bei der Landtagswahl 2022 an.

Grünen-Kandidatin erhält Mehrheit der Stimmen des Solinger Kreisverbandes.

Von Susan Jörges

Während sich Berlin auf den anstehenden Regierungswechsel vorbereitet, werden auf kommunaler Ebene erste Weichen für den Landtagswahlkampf im Mai 2022 gestellt. Am Samstag wurde die Kreisverbandssprecherin der Grünen, Silvia Vaeckenstedt, mit 18 von 22 Stimmen zur Kandidatin für das Direktmandat im Wahlkreis Solingen I gewählt. Erst im Sommer bewarb sich die 51-Jährige für den Bundestag und wurde Drittstärkste im Wahlkreis Solingen, Remscheid, Cronenberg und Ronsdorf. Vaeckenstedt ist hauptberuflich Teamleiterin bei der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach und setzt sich insbesondere für die Themen Inklusion, Schulpolitik, Klimaschutz und Digitalisierung ein.

Kandidatin will Rückenwind der Bundestagswahlen nutzen

Bei den Bundestagswahlen hatten die Solinger Grünen mit 16,3 Prozent das bislang beste Ergebnis erzielt. Mit diesem Zuspruch im Rücken will Vaeckenstedt in den Landeswahlkampf starten. Die Agenda des Kreisverbandes orientiert sich am Programm des Landesverbandes der Grünen, welches am kommenden Wochenende auf dem Landesparteitag mit dem Titel „Von hier an Zukunft“ verabschiedet werden wird. Was das konkret für Solingen bedeutet, hat die Landtagskandidatin am Samstag zusammengefasst: Sie wünscht sich eine verkehrsärmere Innenstadt mit mehr Grünflächen, den Ausbau von Solarflächen zur Gewinnung erneuerbarer Energien sowie mehr Tempo in der Digitalisierung, von der Schulen und Unternehmen profitieren sollen.

Auch die Aufstockung von Kitaplätzen sowie die Inklusion an Schulen seien wichtige Themen für den Kreisverband. „Es gibt viel zu tun, unsere Themen müssen trotz der Pandemie vorangebracht werden“, betonte Vaeckenstedt. Würden die Maßnahmen der im Jahr 2018 beschlossenen Nachhaltigkeitsstrategie in der Stadt effektiv umgesetzt werden, sei Solingen in Sachen Klimaschutz auf einem guten Weg, so ihre Einschätzung.

Auch die Grüne Jugend hat Vorstellungen für die Zukunft der Stadt. Ihnen sei insbesondere der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wichtig, damit Bürger die Möglichkeit erhielten, ohne privaten Pkw in alle Ecken der Stadt zu gelangen, findet ihre Sprecherin Laura Hundeborn (18). An der Wahl der Direktkandidatin hätten mehr statt der nur 22 stimmberechtigten Parteimitglieder teilnehmen dürfen. Kreisgeschäftsführerin Annette Müller führte die Zurückhaltung auf die Corona-Lage zurück. Aus Fristgründen sei eine digitale Versammlung mit nachträglicher Briefwahl nicht möglich gewesen, da erst Ende November die rechtliche Regelung dazu in Kraft getreten war – zu spät, da die Landesdeligiertenkonferenz schon kommendes Wochenende folgt.

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