Silke Höttges gibt Debüt mit Kabarett

Silke Höttges gab ihr Kabarett-Debüt mit dem Programm „Dann is et halt Kacke“ im Walder Kotten. Foto: Michael Schütz
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Silke Höttges gab ihr Kabarett-Debüt mit dem Programm „Dann is et halt Kacke“ im Walder Kotten. Foto: Michael Schütz

Erzählerin kommt auf den Hund

Von Anna Lauterjung

Die Solinger Erzählerin und Geschichtenkrämerin Silke Höttges ist in ihrem Kabarett-Debüt am Freitagabend im Walder Kulturkotten auf den Hund gekommen. Zusammen mit ihrer anspruchsvollen, unsichtbaren und sogar adeligen Möpsin Wilma präsentierte sie als Josefine Zeck das zweieinhalbstündige amüsante Programm „Dann is et halt Kacke“ rund um eins der zentralsten Themen im Leben eines jeden Hundebesitzers: die Ausscheidungen des geliebten Vierbeiners.

Schnell und schmerzlos gestaltete sich der Einstieg in den Abend voller intelligentem Fäkal-Humor. Bereits in den ersten paar Minuten erhielten die Zuschauer einen Einblick in die Persönlichkeit von Hundebesitzerin Josefine Zeck und ihrem heiß geliebten Schnuckelein und Schätzelein, Frau Baronin Wilma von Haufenstein.

Was folgte, war eine Reihe von witzigen Anekdoten über das gemeinsame Gassigehen, über die unfreundlichen Nachbarn, die weniger positiv und mit allen Mitteln auf die gemeinsam verrichtete Notdurft reagieren, ein Schlaflied über einen Hundehaufen, den Agility-Kurs bei der Züchterin, der von Mensch Josefine anstatt Hündin Wilma auf der Bühne vollzogen wurde und das Leben mit zwölf reinrassigen Mischlingswelpen.

Silke Höttges bestach vor allem mit ihrer herausragenden schauspielerischen Leistung in der Rolle von Josefine Zeck und mit dem Geschick, dass jeder ihrer Witze beim Publikum ankam. Es wurde gelacht, geklatscht, die Miene verzogen und kommentiert. Die nicht anwesende Wilma war herrlich vermenschlicht und sorgte mit ihren adeligen Ansprüchen immer wieder für Spaß.

So konnte ein Programm, das sich hauptsächlich wortwörtlich um Fäkalien aller Art drehte, punkten und erinnerte nicht zu Unrecht an eine Variante von Ralf Schmidts „Katze“ für Hundebesitzer.

Bereits seit dem Frühjahr arbeitete Silke Höttges an ihrem neuen Kabarettprogramm. Ursprünglich hätte das Debüt bereits Ende April stattfinden sollen, doch dann kam mit den Vorschriften zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie der absolute Kultur-Shutdown.

Zum Schluss gab es Salami als Köttelkugel für den Heimweg

Am Freitag bewies die Erzählerin dann allerdings, dass die Pause kein Problem für ihre Nummer war. Souverän baute sie den einen oder anderen zeitgemäßen Corona-Witz ein und konnte auch bei dem durch die Vorschriften kleiner ausfallenden Publikum gut für Stimmung sorgen. Für den Nachhauseweg gab es dann für jeden Besucher eine frischgepresste Köttelkugel zum Mitnehmen. Silke Höttges als Josefine Zeck pries die drei Verwendungsmöglichkeiten ihres Gastgeschenkes an: Saatbombe, Baumschmuck oder Suppeneinlage. Zum Glück war die Köttelkugel dann doch nur eine unverdaute Mini-Salami.

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