Pfarrerin

Sie will nach einem Jahr in Istanbul zurück ins Bergische

Dr. Stefanie Bluth wurde nach ihrem Vikariat in der Dorper Kirche feierlich ordiniert.
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Dr. Stefanie Bluth wurde nach ihrem Vikariat in der Dorper Kirche feierlich ordiniert.

Dr. Stefanie Bluth beendete ihr Vikariat in Dorp.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Dr. Stefanie Bluth wurde in einem festlichen und musikalisch vielseitigen Gottesdienst in der Dorper Kirche ordiniert. Nicht nur Superintendentin Dr. Ilka Werner und Gemeindepfarrer Joachim Römelt sprachen ihr Segensworte zu. Auch bisherige enge Weggefährten wie etwa der Remscheider Oberbürgermeister Burkhard Mast- Weisz oder ihr Sohn Noah hatten sehr persönliche Bibelworte für sie ausgesucht.

Nach Beendigung ihres zweieinhalbjährigen Vikariats wird die 44-jährige Theologin und promovierte Sozialwissenschaftlerin aber nicht in der Gemeinde bleiben, in der sie, wie sie sagt, von Herzen gerne tätig war und die sie nachhaltig berührt und auch geprägt hat. Seit dem 1. Oktober hat sie nämlich ihre beruflichen Zelte für ein Jahr in Istanbul aufgeschlagen und arbeitet in der dortigen evangelischen Gemeinde mit. Ihre Aufgaben seien vielfältig, erzählt sie: „Das reicht von Predigten und Gottesdienstvorbereitungen über Religionsunterricht an der zugehörigen evangelischen Schule und Besuche im Kindergarten bis zu seelsorgerischen Aufgaben“. Auch werde dort das Stichwort Ökumene großgeschrieben, es gebe rege Kontakte zur griechisch orthodoxen Gemeinde. Noch allerdings taste sie sich an das komplexe Aufgabenfeld heran, das sie noch nicht vollständig überblickt. Bevor sie zum 1. Oktober 2023 wieder in den Solinger Kirchenkreis zurückkehrt, war es ihr wichtig, „noch einmal den Blick über den Tellerrand zu tun“, wie sie sagt.

Schon mehrfach in ihrem Leben hat Stefanie Bluth Auslandserfahrungen gesammelt: Ein Praktikum zu Studienzeiten in Straßburg, Promotion im englischen Leeds und eine erste berufliche Station im damaligen Traumjob bei den Vereinten Nationen in Genf gehören dazu, bevor die Remscheiderin zurück ins Bergische kehrte, um an der Wuppertaler Uni ihr Theologiestudium aufzunehmen. Im Frühling 2020 begann die für die SPD gewählte Ratsfrau in Remscheid ihr Vikariat in Dorp. „Eine wunderbare, dichte und erfüllende Zeit“, sagt sie. „Mitzuerleben und zu gestalten, wie trotz der Aneinanderreihung der Krisen Pandemie, Ukraine-Krieg und nun Energiedefizite, Gemeinde zusammenstand und
steht, wie dennoch nie die Menschen aus dem Blick der Verantwortlichen geraten sind, sondern immer neue, angepasste und gute Angebote geschaffen wurden, war toll.“ Dass sie ein Teil dieser Gemeinde war, erfüllt sie mit Dankbarkeit.

Das Vikariat – eine wunderbare, dichte und erfüllende Zeit.

Dr. Sefanie Bluth

Dass sie sich just die Türkei für ihr Jahr als Pfarrerin zur Anstellung ausgesucht hat, liegt darin begründet, dass sie „einmal in ein Land wollte, in dem das Christentum eine Minderheit bildet.“ Sie verspricht sich von dieser neuen Perspektive Erfahrungswerte, die sie in ihrem Wirken danach gut gebrauchen kann. „Die Gemeindemitglieder hier sind vielfach deutsche Frauen, die mit Türken verheiratet sind oder Mitglieder der Auslandshandelskammer. Witzigerweise kommt der Geschäftsführer aus Remscheid.“

Zunächst einmal konzentriert sie sich ganz auf ihre neue Stelle in Istanbul. Persönlich habe sie sich schon gut eingerichtet. „Ich werde gut vom Generalkonsulat betreut“. Für die Ordination, auf die sie sich sehr gefreut hat, ist sie extra eingeflogen.

Wie es danach konkret hier im Kirchenkreis aussieht, weiß sie noch nicht. „Vielleicht betreue ich Projekte, vielleicht bin ich so eine Art Springer, wir werden sehen bis dahin“, bleibt sie im Ungefähren.

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