Kulturcafé

Sie füllen mit Banjo und Kontrabass musikalische Nischen

Zum „Chickensong“ gab es nicht nur Musik, sondern gleich die passenden Kopfbedeckungen.
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Zum „Chickensong“ gab es nicht nur Musik, sondern gleich die passenden Kopfbedeckungen.

Swingvergnügen und Bobcats spielten in ihrem Kulturcafé Songs von 1900 bis in die 1950er Jahre.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Die Sierings hatten zu ihrem zweiten Kulturcafé eingeladen – und vor rund 50 Gästen spielte das Trio „Swingvergnügen“ mit Heinz und Brigitte Siering sowie Heidi Dreibholz.
Die Bobcats spielten in der gleichen Besetzung, aber verstärkt durch Klaus Luchtenberg und Hans-Werner Bertl Musik von 1900 bis in die 1950er Jahre.

Wegen der durch die Corona-Pandemie fehlenden Auftrittsmöglichkeiten hatten sich die Formationen entschlossen, etwas eigenes auf die Beine zu stellen, und zwar bei sich zu Hause. Heinz Siering betonte: „Wir suchen uns das Publikum aber selber aus. Wir haben bei zwei Veranstaltungen bereits 100 Gäste begrüßt, und es stehen noch etwa 100 Leute auf der Warteliste.“

In etwa zwei Monaten soll das dritte Kulturcafé stattfinden

Um Platz auf ihrem Grundstück zu haben, bauten sie ihren Carport an der Aufderhöher Straße zum gemütlichen Konzertsaal um. Im hinteren Bereich war das Café mit Kaffee und selbst gemachtem Kuchen hergerichtet, das nach dem Begrüßungssekt auch intensiv genutzt wurde. Dann erst startete das Swingvergnügen der Gruppe, die seit 40 Jahren die Swingmusik am Leben erhält. Heinz Siering, Sänger, Gitarrist und Banjospieler, zusätzlich mit weiteren Instrumenten vertraut, erklärte das Anliegen: „Wir füllen musikalische Nischen und wollen in der schnelllebigen Zeit Musik an Menschen bringen, die sie sonst nicht live hören.“ Das ist zum Beispiel der Blues aus den Baumwollfeldern Louisianas mit begleitenden Instrumenten Banjo und Mundharmonika. Saxofonistin Heidi Dreibholz und Brigitte Siering am Kontrabass spielten neben Heinz Siering mit so großer Freude, dass das Publikum beim Twist „Raupenstück“ sich nicht auf den Stühlen hielt, sondern zum Rhythmus mittanzte. Die Aufforderung: „Das ist ein Mitmachkonzert, sonst gibt’s keinen Kuchen mehr“, wurde mit Klatschen und Mitsingen der Refrains auch ausgiebig befolgt.

Nach der Pause staunten die dazu gestoßenen Musiker Hans-Werner Bertl am Schlagzeug und Klaus Luchtenberg (Klavier) nicht schlecht, als sie zum „Chickensong“ Kopfbedeckungen im Hühnerlook anlegen mussten. Sie spielten unter großem Beifall nicht nur „Big Fat Mama“, sondern auch „Chewtobacco-Rag, bei dem der Kautabak zu neuen Ehren kam. In etwas zwei Monaten soll das dritte Kulturcafé stattfinden, dann vornehmlich mit deutscher Musik amerikanischen Ursprungs. Außerdem wird eine Ausstellung am 9. November mit einem Konzert jüdischer Lieder begleitet.

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