Bilanz

„Sicheres Solingen“: So bewährt sich das Präsenzkonzept der Polizei

Die Polizei hat in den vergangenen zwei Jahren ihre Präsenz in der Solinger Innenstadt verstärkt.
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Die Polizei hat in den vergangenen zwei Jahren ihre Präsenz in der Solinger Innenstadt verstärkt.

Die Behörde zieht positive Bilanz für „Sicheres Solingen“ mit dem Schwerpunkt auf der City.

Von Kristin Dowe

Solingen. „SiSo“, so lautet die griffige Abkürzung für das regionale Präsenzkonzept „Sicheres Solingen“, das seit 2015 Teil des strategischen Sicherheitsprogramms der Polizei Wuppertal ist. Mit dem Schwerpunktbereich der Solinger Innenstadt hatte die Polizei sich 2019 klare Ziele auf die Fahnen geschrieben: „Reduzierung der Kriminalität im öffentlichen Raum, Einschreiten gegen Belästigungen und Gefährdungen durch Personen und Personengruppen, die die öffentliche Ordnung stören, Verhindern einer sich bildenden Raser- und Poserszene sowie Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität“, nennt Alexander Kresta, Sprecher der Polizei Wuppertal, als Eckpfeiler des Konzepts.

Polizei stoppt Raser und Auto-Poser in der Innenstadt

Mit der Resonanz zeigt man sich bei der Polizei zufrieden: „Es gibt immer wieder positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung und seitens der Gewerbetreibenden in der Innenstadt an die Polizei“, so Kresta. „Die verstärkte Präsenz in der Innenstadt scheint positiv wahrgenommen zu werden.“

Die Situation in der Solinger Innenstadt war in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zwar sank die Zahl der angezeigten Straftaten im Bereich der City seit 2017 bis 2021 (für dieses Jahr liegen noch keine Zahlen vor), doch beklagen ST-Leser immer wieder ein getrübtes Sicherheitsempfinden an einigen Orten im Stadtzentrum. Kresta betont: „Von den Bürgerinnen und Bürgern beschriebene ,Angsträume‘ sind in der Regel subjektiver Natur.“

Zu einem unangenehmen Gesamteindruck tragen bei vielen Solingerin wohl die sogenannten Autoposer bei, die unter anderem im Bereich des Hofgartens häufig mit ihren Fahrzeugen mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind. Insofern überrascht Krestas Einschätzung, dass „die Etablierung einer regelrechten Raser- und Poserszene in Solingen bislang nicht erkennbar ist“. So seien in den vergangenen zwei Jahren lediglich zwei Verkehrsunfälle bekannt geworden, bei denen ein illegales Kfz-Rennen als Ursache infrage kommen könnte.

Ob die Unfallzahlen allein die Realität widerspiegeln, ist fraglich. Sowohl die Solinger Polizeichefin Claudia Schepanski als auch Dietmar Kneib, Leiter der Kriminalpolizei bei der Polizei Wuppertal, hatten in den vergangenen Jahren regelmäßig auf das Problem aufmerksam gemacht.

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