Session Possible

Wolf Codera feiert gelungene Premiere

Sänger Kieron war einer der Gäste von Wolf Codera bei der neuen Session Possible in der Alten Maschinenhalle im Gründer- und Technologiezentrum in Höhscheid. Neu war auch, dass erstmals drei Keyboarder zum Ensemble gehörten. 300 Gäste erlebten die Premiere. Foto: Christian Beier
+
Sänger Kieron war einer der Gäste von Wolf Codera bei der neuen Session Possible in der Alten Maschinenhalle im Gründer- und Technologiezentrum in Höhscheid. Neu war auch, dass erstmals drei Keyboarder zum Ensemble gehörten. 300 Gäste erlebten die Premiere.

In der Alten Maschinenhalle ging am Samstagabend bei der Session Possible die musikalische Post ab.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Als Sänger Kieron auf der Bühne in der Alten Maschinenhalle die ersten Takte ins Mikro sang, brandete erster Jubel auf. Im Nu waren Publikum und Bühnen-Protagonisten zu einer Feiergemeinde zusammengewachsen, die mit Lust, Vorfreude und Vollgas in den Abend startete.

Gastgeber Wolf Codera kündigte erstmals in der Solinger Session-Geschichte gleich drei Keyboarder an. Dass die insgesamt mit acht Keyboards beziehungsweise sogenannten „Keytars“ an den Start gingen, war dann das Tüpfelchen auf dem „I“. Mit Axel Steinbiss, dem musikalischen Leiter von „The Voice of Switzerland“, Sebastian Eichmeier (Oliver Pocher) und Kathy-Kelly-Begleiter Andreas Recktenwald, hatte er hochkarätige Musiker für diese Ausgabe seiner Session gewinnen können.

Benni Koch, als Schlagzeuger von Sydney Youngblood bekannt, und Klaus Spangenberg, Bluesgitarrist (Matthias Reim, Klaus Lage) und Sänger Kieron ergänzten zusammen mit Vokalistin Anna Schenk die Riege der Interpreten, die angetreten war, um sich und dem feierfreudigen Auditorium ordentlich einzuheizen.

300 Freunde von Wolf Coderas Session Possible genossen am Samstagabend in der Alten Maschinenhalle begeistert das Wiedersehen mit dem lang vermissten Veranstaltungsformat in neuer Location. Schon vor Beginn der Pandemie war die „Session“ durch den Verkauf der Ohligser Festhalle als zuletzt bespieltem Ort heimatlos in Solingen geworden (| Kasten). Lediglich zwei Open-Air-Konzerte hielten während der letzten zwei Jahre die „Codera- Flamme“ am Leuchten.

Die eingefleischten Fans, die am Samstag in freudiger Erwartung geduldig am Eingang Schlange gestanden hatten, mussten zunächst die 3G-Regel-Kontrolle über sich ergehen lassen. Die Prozedur wurde überaus belohnt: Schnell entpuppte sich die ehemalige Industriehalle von Veranstalter Marc-Philipp Buchholz mit ihrem Mix aus nostalgischem Flair und moderner Funktionalität als atmosphärisches „Träumchen“.

Session Possible in Solingen: Die Musiker hatten ihre Bühne wieder mitten im Publikum

Professionell eingesetzte Licht-Akzente wie kreisende Sternen-Spots oder gezielt eingesetzte Farbblitze unterstrichen die unterschiedlichen Klangfarben, die das virtuose Musiker-Oktett von ihrem Bühnenpodest in der Mitte des Raumes zu ihren Fans hinunterspielten. Neben dem stimmstarken Kieron punktete auch Sängerin Anna Schenk mit viel Klang-Volumen und Ausdruck in Performance und Stimme. „Es macht einfach, wieder Spaß hier zu sein“, war wie mit einer Stimme aus der Gästeschar zu hören. Viele „Hallos“ in Richtung alter Bekannter schwirrten durch den Raum und vielfach: „Wie schön, dass man sich hier endlich wiedersieht“.

Von Song zu Song steigerten sich Applaus und Johlen. Sichtlich „happy“ ließen sich die Zuhörer mit durch die verschiedenen Tempi und Stilrichtungen nehmen, die die Musiker für sie dabei hatten. Mal „stiller“, in emotionalen Balladen, mal fetziger Rock, mal bekannter Pop-Cover teilten die „Jungs plus Mädel“ auf der Bühne ihre Begeisterung für selbst gemachten Sound mit ihren Fans.

Der Reihe nach zeigten die Protagonisten ihre Fertigkeiten in Solo-Parts und kassierten dafür viel hörbare Begeisterung. Besonders viel Beifall bekam Klaus Spangenberg für ein eigenes Stück aus seinem im Januar erscheinenden Album: „Sein Name“.

Er habe die durch Corona bedingte Zwangspause von der Bühne genutzt, um zu seinen Wurzeln als Songschreiber zurückzukehren, erzählte der Musiker und ließ nicht unerwähnt, dass „viele Talente, die wirtschaftlich dünner aufgestellt waren, jetzt Taxi fahren oder andere Jobs machen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.“

Session hatte verschiedene Spielorte

Entstanden aus einer spontanen Idee in einer Pause bei einer Musical-Tournee, ist die Session Possible von Wolf Codera seit vielen Jahren ein beliebtes Format für Livemusik an verschiedenen Orten. Nach vielen Jahren in der ehemaligen Schalterhalle des „Alten Bahnhofs“ im Südpark, zog die Veranstaltung vorübergehend in die Ohligser Festhalle. Durch deren Verkauf gab es – schon vor der Pandemie“– eine Codera- Pause. Die Alte Maschinenhalle war jetzt erstmals der Veranstaltungsort für die nicht nur bei Solingern beliebte Session.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Hofgarten: Edeka Pauli wird größer
Hofgarten: Edeka Pauli wird größer
Hofgarten: Edeka Pauli wird größer
Sexueller Missbrauch: Arzt aus Solingen steht vor Gericht
Sexueller Missbrauch: Arzt aus Solingen steht vor Gericht
Sexueller Missbrauch: Arzt aus Solingen steht vor Gericht
Die ganze Familie ist von Krankheiten betroffen
Die ganze Familie ist von Krankheiten betroffen
Die ganze Familie ist von Krankheiten betroffen
S-Bahn 7: Abellio gibt auf
S-Bahn 7: Abellio gibt auf
S-Bahn 7: Abellio gibt auf

Kommentare