Sicherheit

Senioren erhalten Tipps für Buseinstieg

Aktionstag von Stadtwerken, VdK, Verkehrswacht, Polizei und Stadt auf dem Graf-Wilhelm-Platz.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Sicherheit spielt gerade für ältere Menschen eine große Rolle – Sicherheit beim Busfahren und im Straßenverkehr gehört ebenso dazu wie die Sicherheit in den eigenen vier Wänden oder der Schutz vor Dieben und Betrügern. Gestern haben die Stadtwerke Solingen, der Sozialverband VdK, die Verkehrswacht und zahlreiche weitere Anbieter einen Aktionstag auf dem Graf-Wilhelm-Platz veranstaltet.

Rollatoren müssen richtig eingestellt sein

Im Mittelpunkt des Platzes stand der Parcours der Verkehrswacht. „Zuerst schauen wir, ob der Rollator richtig eingestellt ist“, erklärte Verkehrswacht-Vorsitzender Jürgen Dahlmann. Die Füße sollten zwischen den Hinterreifen stehen. Bei herabhängenden Armen sollten die Handgelenke in Höhe der Griffe sein. „Mit leichtem senkrechten Druck auf die Griffe kann man dann gerade gehen“, erklärte Dahlmann die optimale Rollator-Nutzung. Da, wo die Bremsen nicht richtig eingestellt waren, konnten die Besucher gestern am Stand des Sanitätshauses Köppchen Hilfe bekommen.

Bremse hilft beim kleinen Wendekreis

Auf dem Parcours waren mit Pylonen Alltagssituationen nachgestellt, die es für die Seniorinnen und Senioren zu meistern galt. Schon eine Bordsteinkante kann ein großes Hindernis sein. Jürgen Dahlmann erklärte, wie sie zu überwinden ist: den Rollator auf die Hinterräder ankippen, dann erst die Vorder-, dann die Hinterräder über die Kante, bei angezogener Rollator-Bremse dann selbst über den Bordstein steigen. Auch für das Kurvenfahren hatte Dahlmann gute Tipps. „Wenn man rechts oder links die Rollator-Bremse anzieht, hat man auf der jeweiligen Seite einen ganz kleinen Wendekreis. Das kann sogar helfen, um im Aufzug zu drehen und vorwärts wieder auszusteigen.“ Wer sich auf den Rollator zum Ausruhen setzt, sollte immer die Feststellbremse anziehen. Gabriele Feldmann ist schon länger mit dem Rollator unterwegs und fühlt sich recht sicher. „Die Bremse für den kleinen Wendekreis war aber ein guter neuer Tipp.“

In reflektierender Kleidung wird man besser gesehen

Wie wichtig reflektierende Kleidung ist, demonstrierte Ulli Schmidt am Stand der Verkehrswacht. Davon konnten sich die Besucher beim Blick in den Dunkelkasten überzeugen – nur die reflektierenden Gegenstände waren durchs Guckloch zu erkennen. „Dunkle Kleidung sieht man im Dunkeln 25 Meter weit, helle Kleidung 40 Meter und reflektierende Kleidung 120 Meter weit“, so Schmidt.

Handtasche quer vor den Bauch hängen

Am Stand der Polizei sensibilisierte Marion Heedmann, Leiterin der Kriminalprävention, für Gefahr durch Taschendiebe und Betrugsmaschen. „Handtaschen werden am sichersten mit Quergurt vor dem Bauch getragen“, warnte sie auch vor Ablenkungstricks.

Mit Rollator in der mittleren Bustür einsteigen

An mehreren Stadtwerke-Bussen konnten Personen mit Rollator üben, sicher einzusteigen. „Keiner muss Angst haben, dass er zu lange braucht, wir haben die Einstiege im Blick und die Türen haben eine Sicherheitsschaltung beim Schließen“, erklärte Busfahrer und Sicherheitsbetreuer Ulrich Schmidt. Auf jeden Fall sollte man mit Rollator oder Kinderwagen immer die mittlere Bustür nutzen. Dort befinde sich ausreichend Platz, um die Wagen sicher abzustellen, – mit angezogener Bremse. Für Rollstuhlfahrer können die Fahrer zudem eine Rampe ausklappen. „Ich bin schon einige Male Bus gefahren“, erzählt Elisabeth Nießen. „Mit dem Rollator rückwärts auszusteigen, wie empfohlen, traue ich mich aber eher nicht.“

Infomaterial zu Pflege,Gesundheit und Wohnen

Auch an den Ständen von Stadt, Mieterbund und VdK konnten sich die Besucher informieren. „Bei uns geht es um Pflege, Behindertenausweise oder die Pflegekampagne durch Angehörige“, so die VdK-Kreisverbandsvorsitzende Heike Herrig.

Wichtige Tipps

Broschüre: Die Stadtwerke haben eine Broschüre mit allen wichtigen Tipps rund um den Buseinstieg für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl herausgegeben.

Sicherheitsfahrten: In Kooperation mit Kirchengemeinden oder Senioreneinrichtungen bieten die Stadtwerke Sicherheitsfahrten an, Anmeldung unter Tel: 295-22 26

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