Blutspende-Marathon

Seine erste Blutspende bleibt nicht die letzte

Etwa zehn Minuten dauert es bei Erstspender Patrick Isermann, bis der Halbliter-Beutel mit Blut gefüllt war. Zusätzlich werden ein paar Blutröhrchen fürs Labor abgenommen. Fotos: Christian Beier
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Etwa zehn Minuten dauert es bei Erstspender Patrick Isermann, bis der Halbliter-Beutel mit Blut gefüllt war. Zusätzlich werden ein paar Blutröhrchen fürs Labor abgenommen.

Am Freitag spendete Patrick Isermann im Clemenssaal. Auch der Blutspende-Marathon wird durchgeführt – nur anders.

Von Simone Theyßen-Speich

Patrick Isermann wollte eigentlich schon immer einmal Blut spenden. „Irgendwie fehlte bislang die richtige Gelegenheit. Jetzt, wo überall darüber informiert wird, dass der Bedarf an Spenderblut groß ist, habe ich den guten Vorsatz aber umgesetzt“, erzählt der 25-Jährige. Zusammen mit seinem Kumpel Tobias Stamm, der ebenfalls zum ersten Mal spendete, war er Freitagnachmittag beim DRK-Blutspendetermin im Clemenssaal dabei.

Ein Blutstropfen reicht aus, um den Hämoglobin-Wert, den Eisenwert im Blut, zu bestimmen.

„Im Moment hat man ja etwas mehr Zeit, da passte das gut“, erzählt Patrick Isermann in der Warteschlange. Nur fünf weitere Spender sind vor ihm. „Wir haben jetzt wegen der Abstandsregelung zum ersten Mal ein Anmeldeverfahren eingeführt“, erklärt Vera Sievert, Referentin beim Blutspendedienst West, der die Solinger Termine durchführt. Einige, die als Spender kamen, hatten die neue Regelung allerdings noch nicht mitbekommen und mussten auf einen späteren Termin vertröstet werden. „Aber insgesamt hat es ganz gut geklappt“, so Vera Sievert.

Neu war am Freitag auch die erste Station. Schon am Eingang zum Clemenssaal musste Patrick Isermann die Hände desinfizieren und erhielt eine Mund-Nasen-Schutzmaske. Die trugen bei der Blutspende auch alle Helfer, Ärzte und die Mitarbeiter des Blutspende-Teams. Danach folgte die Anmeldung. „Die ist bei Erstspendern immer etwas ausführlicher“, informierten die Helfer aus dem Solinger DRK-Kreisverband. Die waren neben der Anmeldung auch für die Getränkeausgabe und die anschließende Verpflegung – die in Coronazeiten mit nach Hause gegeben wurde – zuständig.

Im Anmeldebogen macht der Spender Angaben über mögliche Vorerkrankungen.

An Station zwei wurde dann das Spendeformular mit Angaben zu möglichen Vorerkrankungen ausgefüllt. An Station drei, wo die Temperatur gemessen und mit einem kleinen Pieks in den Finger der Blutfarbstoff (Hämoglobin) bestimmt wurde, informierte sich Patrick Isermann genau über die Bedeutung des Hämoglobin-Wertes. Der Hb-Wert beschreibt den Eisengehalt im Blut und damit die optimale Versorgung des Blutes mit Sauerstoff, informierte der DRK-Mitarbeiter. Bei Frauen sollte er bei der Spende mindestens 12,5 bei Männern 13,5 betragen. Mit dem Wert von 14,8 wurde Patrick Isermann am Freitag als Erstspender zugelassen.

Als nächstes folgte an Station vier das Arztgespräch. Die DRK-Ärztin Christine Yahya nahm sich viel Zeit für das Gespräch mit dem jungen Erstspender. Wie alle im Blutspende-Team trug sie einen Mundschutz, zusätzlich ein Face-shield aus Kunststoff. „Das ist derzeit schon eine komische Situation, aber wir sind froh, dass trotzdem so viele Blutspender kommen“, betonte die Ärztin. Die Sicherheit für Spender, Ärzte und Sanitäter stehe dabei – wie immer beim Blutspenden – an oberster Stelle.

Beim vertraulichen Selbstausschuss bestand an Station fünf die Möglichkeit, mit einem Aufkleber noch mal – ganz geheim – zu entscheiden, ob die Blutspende auch verwendet werden soll. Die Spende selbst hat Patrick Isermann dann an Station sechs ganz entspannt über sich ergehen lassen. Nach etwa 10 Minuten war der Halbliter-Beutel gefüllt. „Das werde ich mit Sicherheit jetzt regelmäßig machen“, versprach er nach seiner ersten Blutspende.

Der Blutspende-Marathon: Nächster Termin

TERMIN Pfingstmontag, 1. Juni, 10 bis 15.30 Uhr, im Theater und Konzerthaus, Konrad-Adenauer-Straße 71

PROGRAMM Das Rahmenprogramm kann nicht stattfinden, der Imbiss wird mitgegeben.

ANMELDUNG Termine gibt es auf der Homepage, der DRK-Blutspende-App oder telefonisch Tel. (08 00) 1 19 49 11.

www.blutspendedienst-west.de

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