Andacht

Segen und Wünsche für das neue Jahr kommen per Livestream

Die Andacht wurde am Freitagabend live aus der St. Clemens-Kirche gesendet. Archivfoto: Christian Beier
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Die Andacht wurde am Freitagabend live aus der St. Clemens-Kirche gesendet.

Solinger Katholikenrat hatte zur musikalischen Andacht eingeladen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Bewusst hatten die Einladenden in diesem Jahr die Musik in den Vordergrund gestellt: Die Vorsitzende des Katholikenrates, Dr. Ulrike Spengler-Reffgen, und Stadtdechant Pfarrer Michael Mohr beließen es am Freitagabend im Livestream der Abendandacht bei kurzen Gedanken-Impulsen, um den Solinger Katholiken ein gutes und gesegnetes neues Jahr zu wünschen: Das war in diesem Jahr der Ersatz für den unter Corona-Bedingungen nicht möglichen Neujahrsempfang des Dekanatsrats.

„Zur Ruhe kommen und den berührenden Klängen lauschen.“
Stadtdechant Michael Mohr

„Zur Ruhe kommen und den berührenden Klängen lauschen, soll heute die frohe Botschaft von Gottes Liebe und seiner Hilfe in allen Lagen – auch in der Krise einer Pandemie – transportieren“, sagte Mohr. Unter der Gesamtleitung von Regionalkantor Michael Schruff waren Kamil Gizenski an der Orgel, Georg Reffgen an der Violine und die Sopranistin Lena-Maria Kramer zu hören, die mit Stücken von Händel, Telemann, Daquin, Reger und Dupré die Erinnerung an das Weihnachtsfest noch einmal heraufbeschworen.

Passend, denn die Kamera, die die Veranstaltung auf die Rechner von 85 zugeschalteten Gästen übertrug, fing mehrfach den immer noch im Altarraum stehenden hohen Weihnachtsbaum in der St. Clemens-Kirche ein sowie auch in Nahaufnahmen die stimmungsvolle und liebevoll aufgebaute Krippe vor dem Altar.

Die Arie „Rejoice“ der Ziontochter aus Händels Messiah erklang zum Beispiel mit glockenheller Schönheit, Regers „Wiegenlied“, gespielt auf der Violine, entfaltete seine heimelige Wärme, und der vierte Satz der Sonate F Dur Telemanns verbreitete fromme Feierlichkeit.

Zwei Impulse zum Nachdenken über die Lesung zum Fest der Taufe des Herrn gab Michael Mohr den Gläubigen mit in den Beginn des neuen Jahres. Nicht immer sei der sich anbietende einfache Weg der richtige, betonte er und ermutigte dazu, sich auch Unangenehmem zu stellen, wenn es zur Wahrheit führe. Schließlich unterscheide Gott nicht, wem er seine Liebe schenke und verurteile nicht.

Als das Vaterunser von Michael Mohr vorgebetet und an den Rechner-Bildschirmen mitgesprochen wurde, setzte dieses vor dem letzten Musikbeitrag – den „Variations sur un Noël“ von Marcel Dupré – schließlich einen berührenden und nachhallenden Punkt hinter eine festliche Dreiviertelstunde in der St. Clemens-Kirche.

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