Abschiedskonzert in der Cobra

Secret Mail rockt für den guten Zweck

In der Merscheider Cobra spielte Secret Mail für den guten Zweck – und verabschiedete sich gleichzeitig von den Fans. Foto: Michael Schütz
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In der Merscheider Cobra spielte Secret Mail für den guten Zweck – und verabschiedete sich gleichzeitig von den Fans.

1500 Euro wird die Band „Secret Mail“ dank ihres Benefiz-Konzerts der Caritas übermitteln können.

Von Tanja Alandt

Der Direktor des örtlichen Caritasverbandes, Dr. Christoph Humburg, soll den Betrag unter den Solingern verteilen, die am stärksten von der Hochwasser-Katastrophe betroffen sind. Der Auftritt am Freitagabend in der Cobra war der erste für die Solinger Musiker nach einer langen, coronabedingten Pause. Und zugleich das Abschiedskonzert der Gruppe nach fast vier Jahrzehnten.

Rund drei Stunden spielten Secret Mail eigene Stücke aus ihrem Repertoire und ihre Weihnachts-Coversongs. Jedes Band-Mitglied durfte sich Lieder wünschen, mit denen die Musiker ein letztes Mal auftraten. Denn nach dem „allerletzten Konzert“ auf dem Weihnachtsdürpel, bei dem ausschließlich gecoverte Lieder gespielt werden, zieht Sänger, Gitarrist und Keyboarder Detlev Möhring aus beruflichen Gründen nach Ungarn.

Das Aus der Band macht die Fans traurig

Schlagzeuger Christian Zoschke, Bassist Michael Hakenberg und Sängerin Ute Morsbach-Michels betonten, wie gut sie aufeinander eingespielt seien und „einfach so aus dem Lameng sofort loslegen können“, was in anderer Konstellation undenkbar wäre. Morsbach-Michels nannte „Möhre“ zwischendurch den „Mann, der uns gerade alle traurig macht“.

Dass die Band nun aufhört, stimmte zudem die Fans wehmütig. Seine Anekdoten, die Donald-Duck-Krawatte und das „Pippi-Langstrumpf-Lied in Moll“ konnten am Freitag nicht alle aufheitern. Die Besucher tanzten zwischen den Stehtischen und waren bei den Mitmachsongs aktiv – doch das Aus der Band war die ganze Zeit präsent.

„Ohne ihn können sie einfach nicht weitermachen, die Stimme lässt sich nicht ersetzen. Er erinnert mich an Elton John“, sagte Jutta Zelter. „Es ist wirklich traurig“, erklärte Simone, eine Sandkastenfreundin von Ute Morsbach-Michels. Ihr Sohn posierte als kleines Kind mit einer Gitarre auf einem der ersten Plakate der Band. Zudem ist sich ihr Mann Ulf sicher, dass sie mit dem eigenen Song „Change it“ einen Welthit hätten erlangen können.

Andere Wegbegleiter hielten bei dem Abschiedskonzert in einer Reihe stehend jeweils einen gedruckten Buchstaben in Din-A4-Größe hoch. Zusammen ergeben sie das Wort „Schade“. Beim Weihnachtsdürpel im Dezember sorgt ein rockiges „Kling Glöckchen“ oder „Ihr Kinderlein kommet“ nach Secret-Mail-Art ein letztes Mal für Stimmung.

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