Spaß im Nass

Schwimmbäder in Solingen: Start in besondere Saison

Diese zwei Schwimmer zogen am Feiertag im Freibad im Ittertal einsam ihre Bahnen. Fotos: Christian Beier
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Diese zwei Schwimmer zogen am Feiertag im Freibad im Ittertal einsam ihre Bahnen.

Das Familienbad Vogelsang sowie die Freibäder in Ohligs und im Ittertal sind geöffnet.

Von Timo Lemmer

Solingen. Sowohl das Freibad Ittertal als auch die städtischen Einrichtungen Freibad Heide und Familienbad Vogelsang sind in eine besondere Saison gestartet.

Besucher machen sich – entsprechend bepackt – zum Ausflug ins Heidebad in Ohligs auf.

„Der Auftakt am Feiertag war entspannt“, sagte Kirsten Olsen-Buchkremer am Freitag mit Blick auf das Freibad in Ohligs – diese Einschätzung ließ sich auch auf den Auftakt im Ittertal übertragen. Die Solinger Bäderchefin, verantwortlich für Heidebad und Vogelsang, blickt dem weiteren Verlauf entspannt entgegen: „Es ist viel Gehirnschmalz von allen Beteiligten genutzt worden“, lobte sie ihre Mitarbeiter. Es seien sich so viele konstruktive Gedanken gemacht worden, dass mit dem Hygienekonzept ein guter Ablauf gewährleistet werden könnte.

Ins Ohligser Heidebad hatten sich an Fronleichnam etwa drei Dutzend Besucher verirrt. Dass dabei eher das Wetter eine Rolle spielte, als dass die Maßnahmen die Menschen abgeschreckt hätten, zeigte sich am Freitag. Rene Koch von der Bädergesellschaft erklärte am Morgen vor Ort: „Wir haben für heute 240 Eintrittskarten verkauft.“ Die gibt es – wie auch für das Vogelsang – online sowie in bekannten Vorverkaufsstellen wie beim Tageblatt an der Mummstraße.

„Wir wollen ein bisschen Normalität.“
Andreas Fornaroli, Besucher im Heidebad

Das tolle Wetter am Freitag lockte mit Andreas Fornaroli und seiner Familie auch echte Stammgäste. „Wir wollen ein bisschen Normalität“, sagte der Familienvater, während seine achtjährige Tochter Emilia ihre Meerjungfrauen-Schwimmflügel testete.

Maskottchen Willi Welle (v. r.), Kirsten Olsen-Buchkremer und Cornelia Duhr zeigen im Vogelsang das Abstandhalten mit einer Schwimmnudel.

Die Solinger hatten sich vor dem Freibadbesuch noch ausgestattet, denn Materialien dürfen zurzeit vor Ort nicht ausgeliehen werden. „Es ist einfach schön“, sagte Fornaroli, „dass das Freibad wieder offen ist. Gerade bei dem Wetter.“

Vom Online-Ticketkauf war er nach Startschwierigkeiten positiv überrascht. Im Heidebad buchen die Besucher zum Ticket auf direkt eine von drei Einlasszeiten dazu – ab 10.30 Uhr, 12 Uhr und 17 Uhr wird jeweils ein neuer Schwung Gäste hineingelassen. Dadurch erübrigte sich ein Warten im Menschenpulk im Einlassbereich. Familie Fornaroli: „Das mit den Einlasszeiten ist sehr gut, das hatten wir zuletzt im Zoo auch. Das ist sehr angenehm.“

Entspannter Auftakt für Solinger Bäder

Heidebad © Christian Beier
Heidebad © Christian Beier
Heidebad © Christian Beier
Heidebad © Christian Beier
Heidebad © Christian Beier
Heidebad © Christian Beier
Heidebad © Christian Beier
Hallenbad Vogelsang © Christian Beier
Hallenbad Vogelsang © Christian Beier
Hallenbad Vogelsang © Christian Beier
Hallenbad Vogelsang © Christian Beier
Hallenbad Vogelsang © Christian Beier
Hallenbad Vogelsang © Christian Beier
Hallenbad Vogelsang © Christian Beier
Hallenbad Vogelsang © Christian Beier
 © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier
Freibad Ittertal © Christian Beier

Stoßzeiten werden so vermieden. Rene Koch und die anderen Mitarbeiter registrieren Ankunft und Verlassen des Bades: „Vor allem für Leute, die nicht wegfahren können und keinen Garten haben, ist es super.“ 330 Leute dürfen über den Tag verteilt ins Heidebad. Die Abstandsregeln lassen sich auf der weitläufigen Wiese natürlich besser einhalten als im Vogelsang. Daher ist im Familienbad anders vorgesorgt worden: Anderthalb- bis zweistündige Besucherslots sorgen dafür, dass maximal 25 Besucher zeitgleich da sind. Zwischen den Besuchergruppen ist eine halbe Stunde Pause: Desinfizieren, reinigen und aufräumen steht dann auf dem Programm. Als es am Freitag um 6.30 Uhr losging, waren gleich 25 Besucher da. „Ich glaube, viele haben richtig darauf gewartet“, berichtete Bäderchefin Kirsten Olsen-Buchkremer. „Und die Gäste sind sehr diszipliniert.“

Für die Bäder sei es gut, dass die Bürger Regeln wie Maskenpflicht beim Anstehen oder Abstandsgebot durch den Alltag längst verinnerlicht haben. Im 25-Meter-Becken im Vogelsang schwimmen Gäste nun im Kreis – auf der äußersten Bahn hoch, eine Bahn weiter geht es runter. Zwei Bereiche sind dafür vorgesehen.

Dass die Bäder schon früher hätten geöffnet werden können, hatte die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft überrascht: „Niemand hatte gedacht, dass wir so plötzlich öffnen dürfen. Für mich ist der Schutz der Besucher und Beschäftigten alleroberstes Gebot.“ Statt Ende Mai ist es nun Mitte Juni losgegangen – dafür mit ausgeklügeltem Konzept.

Ittertal

Im Freibad des Fördervereins Ittertal gibt es zwei Schwimm-Blöcke für je 450 Besucher: von 10 bis 14 Uhr sowie von 15 bis 19 Uhr. Die Beach-Bereiche sind darüber hinaus geöffnet. Schwimmmeister Thomas Czeckay: „Wir gehen mit gemischten Gefühlen in die Saison.“ Insgesamt bleibe man aber positiv: Die Freude überwiege die Sorgen.

Mund-Nasen-Schutz ist im Hallenbad bis zur Beckenkante Pflicht – Schwimmer bekommen Körbchen.

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