Historisches Foto

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Viele Leser haben letzte Woche den Teich in der Kleingartenanlage Böckerhof erkannt und verbinden damit Kindheitserinnerungen. Die Schwäne hießen Hansi und Lottchen.

Von Kristin Dowe

Solingen. Diesen idyllischen Anblick hat Dietgard Hauke gleich wiedererkannt, denn die Kleingartenanlage Böckerhof am Argonner Weg, die wir heute als „Historisches Foto“ gesucht haben, sei in ihrer Familie schon seit mehreren Generationen ein beliebter Treffpunkt, schreibt die ST-Leserin.

„In dieser Gartensiedlung bewirtschafteten meine Großeltern Franz und Auguste Gehrmann seit 1939 und später meine Eltern Ernst und Anneliese Tiborski die Gartenparzelle Nr. 62. Dort verbrachten ich und später meine Kinder viele schöne Sommer. Wir konnten frei herumstromern, ohne einer Gefahr ausgesetzt zu sein“, schwärmt Dietgard Hauke rückblickend – und kann sich sogar noch an die Namen des Schwanenpaars erinnern, das damals auf dem Teich immer seine Runden zog: Hansi und Lottchen hießen die beiden.

Die Kleingartenanlage Böckerhof ist für einige Leser schon seit Generationen ein beliebter Ausflugsort.

Starke Nerven brauchte früher die Mutter von Joachim Fuß, der die Gartenanlage Böckerhof ebenfalls wiedererkannt hat. Denn in dem Teich habe er als Kind mit seinen Freunden mit einer aus Stöcken und Schnüren gebastelten Angel Stichlinge gefangen und die Tierchen in einem Einmachglas gehortet. „Nach einer Nacht bei uns im Keller wurden sie wieder in den Teich gesetzt, denn meine Mutter wollte die Dinger auf keinen Fall in der Wohnung haben“, verrät der ST-Leser.

Im Winter gab es Schlittenbahnen in der Gartensiedlung

Auch im Winter sei die Anlage schon damals immer einen Besuch wert gewesen, „denn dann gab es wunderbare Schlittenbahnen in der Gartensiedlung“, erinnert sich Joachim Fuß. „Auch heute noch besuche ich gerne den Platz meiner Kindheit und dann prasseln die Erinnerungen auf mich ein. Ich schätze mich glücklich, dass ich in dieser einfachen Umgebung eine sehr glückliche Kindheit verleben durfte.“ In seiner Erinnerung sei das Areal aber noch mit einem Jägerzaun umgeben und noch nicht so zugewachsen gewesen.

Goldrichtig lag auch Elke Steinhaus mit ihrem Tipp, der ebenfalls der Teich gleich ins Auge gefallen ist. „Meine Mutter ging früher immer mit mir dorthin, vor circa 60 Jahren, und wir fütterten die Enten und Schwäne auf dem Teich mit Brot“, blickt die Leserin zurück. „Damals war es noch nicht verboten. Man wusste wohl auch noch nicht, dass es nicht gut für die Tiere ist.“

Statt Wasservögeln beobachte sie seit einigen Jahren sogar eine Wasserschildkröte an dem Teich. „Wahrscheinlich hat sie jemand dort ausgesetzt. Aber es scheint ihr gut zu gehen“, vermutet Elke Steinhaus und hat für Nicht-Solinger noch einen gastronomischen Geheimtipp auf Lager: „In dem Lokal in der Gartensiedlung kann man auch gut essen. Eine Arbeitskollegin feierte dort vor einigen Jahren ihre Hochzeit. Es war am 1. August und auch abends noch 30 Grad warm. Wir saßen draußen und es war sehr schön“, erinnert sich die Leserin an einen Besuch der Gaststätte Böckerhof.

Heute ist der Blick vom Teich aus auf die Häuser an der Unnersberger Allee durch die Bäume nahezu versperrt.

Viel Hintergrundwissen zur Solinger Stadtgeschichte beweist auch diesmal Norbert Posthum, der sich regelmäßig an unserer Rubrik im ST beteiligt. Die Gartenanlage Böckerhof habe er unter anderem an den im Hintergrund erkennbaren Wohnhäusern an der Straße Schlicker Weg zuordnen können, berichtet er. „In Solingen gibt es circa 30 Kleingartenvereine. Dieser Verein wurde im Jahr 1931 gegründet.“

In seiner Zuschrift schlägt Norbert Posthum auch gleich noch einen Bogen zur Gegenwart: „Der Spar- und Bauverein errichtet derzeit Altenwohnungen am Böckerhof. Die künftigen Nutzer haben die Kleingartenanlage als grüne Oase direkt vor der Haustür. Im Hinblick auf den öffentlichen Charakter steht das Areal allen Bevölkerungskreisen zur Begehung bereit. “

Auch Leserin Rita Flockert landete mit ihrer Zuschrift einen Treffer: „Das sieht nach der Kleingartenanlage Böckerhof aus. Den Teich gibt’s immer noch, allerdings sind dort keine Enten mehr.“

Das neue Rätselfoto

Was suchen wir heute? Wo befindet sich der gesuchte Ort auf dem Foto? Welche Erinnerungen verbinden Sie damit oder mit der Umgebung? Senden Sie uns Ihre Antworten mit ihren persönlichen Anekdoten bis kommenden Donnerstag, 22. Oktober, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an die Redaktion - redaktion@solinger-tageblatt.de

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