Personalsituation

Schulen können offene Stellen besetzen

Die weitaus meisten Stellen in Solingens Schulen konnten besetzt werden. Nach Angaben der Bezirksregierung hat sich damit die Situation in den vergangenen Monaten deutlich entspannt. Foto: Felix Kästle/dpa
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Die weitaus meisten Stellen in Solingens Schulen konnten besetzt werden. Nach Angaben der Bezirksregierung hat sich damit die Situation in den vergangenen Monaten deutlich entspannt.

Lehrer-Gewerkschaften zeigen aber Probleme bei den Sonderpädagogen in Solingen auf.

Von Stefan Prinz und Anja Kriskofski

Im zu Ende gehenden Schuljahr entspannt sich offensichtlich die Personalsituation an den Solinger Schulen. Mitte Mai konnten insgesamt etwa 80 Prozent der offenen Stellen besetzt werden. Das sind in ganzen Zahlen 37 von 46 Stellen. Das geht aus einer Mitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf hervor. Zum Einstellungstermin Mitte Februar sah das noch schlechter aus: Damals fanden die Schulen nur für knapp ein Drittel der offenen Stellen Lehrer. Die Förderschulen gingen ganz leer aus. Diesmal konnten sie laut Bezirksregierung vier von fünf Stellen besetzen.

Probleme gibt es bei der Inklusion

Solingen sei statistisch gesehen noch immer gut ausgestattet, sagt Jens Merten, Vorsitzender der Lehrervertretung VBE (Verband für Bildung und Erziehung). „Uns fehlen an vielen Schulen jedoch noch die Klassenleitungen für das neue Schuljahr, so dass die Planungen schwierig sind.“ Massive Probleme gebe es bei der Inklusion. „Die Sonderpädagogen sind nur noch mit geschätzten 50 Prozent besetzt. Das ist eine Katastrophe.“

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Laut der Bezirksregierung Düsseldorf habe Solingen mit die beste Versorgung an Grundschullehrer-Stellen, sagt Dirk Bortmann, Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Solingen. „Diese Zahlen lassen aber völlig außer acht, ob die Stellen auch besetzt sind und mit welcher Qualität.“ So gebe es viele Vertretungsstellen mit Personal, das weder für die Grundschule noch überhaupt für irgendeine Schulform ausgebildet sei. „Gerade bei fachfremden Vertretungskräften sind es vielfach die angestammten Grundschullehrerinnen und -lehrer, die viele Aufgaben bis hin zu Stundenplanung für die Vertretungskräfte mit übernehmen.“

Ulrich Nachtkamp, Schulleiter des Gymnasiums Schwertstraße, sieht der Personalsituation im Lehrerkollegium im neuen Schuljahr entspannt entgegen: „Wir haben ausreichend viele Bewerbungen“, erklärt Nachtkamp im Gespräch mit unserer Zeitung. Besonders viele Bewerbungen seien in seiner Schule zum Fach Geschichte eingegangen. Weniger Bewerbungen waren es dagegen in den sogenannten Mint-Fächern wie Mathematik und Informatik.

Für das Gymnasium Schwertstraße gelte: „Alle Fächer sind auskömmlich ausgestattet“, freut sich Schulleiter Nachtkamp, dessen Lehrerkollegium insgesamt rund 70 Lehrkräfte zählt, darunter sind auch Referendare. Jeder Lehrer unterrichte im Schnitt zwei bis drei Fächer.

Pensionierungswelle ist abgeebbt

In den vergangenen Jahren hat sich das Kollegium des Gymnasiums Schwertstraße durch Pensionierungen älterer Lehrer deutlich verändert. Dieser Prozess sei aber nun deutlich verlangsamt: „Die Pensionierungswelle der vergangenen zehn Jahre ist ganz klar abgeebbt“, bilanziert Ulrich Nachtkamp. Das Kollegium an der Schwertstraße sei zwischenzeitlich deutlich verjüngt, so der Schulleiter.

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