Partnerstadt

Schulen halten an Austausch fest

Ab 2022 soll es wieder einen Schüleraustausch geben. Foto: Förderverein Jinotega
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Ab 2022 soll es wieder einen Schüleraustausch geben.

Schüler sollen Jinotega in Nicaragua besuchen.

Von Susan Jörges

Seit 2002 steht die Alexander-Coppel-Gesamtschule mit einer Schule in Jinotega in engem Kontakt. Nun möchte eine neue Lehrergeneration den jährlichen Austausch fortführen. 2022 soll es losgehen. Sybille Arians freut sich, dass ihr Projekt, welches sie einst ins Rollen gebracht hatte, engagiert weitergeführt wird.

Arians hatte 2004 den ersten Besuch am Instituto La Cuculmeca in La Fundadora organisiert, einem Dorf etwa 20 Kilometer außerhalb von Solingens Partnerstadt Jinotega in Nicaragua. Bis 2016 reiste jährlich eine Solinger Schülergruppe nach Nicaragua oder eine Gruppe des Institutos kam in die Klingenstadt. Als Arians 2014 in den Ruhestand ging, kam der regelmäßige Besuch bald zum Erliegen.

In einer digitalen Konferenz am Freitagnachmittag haben Vertreter der Alexander-Coppel-Gesamtschule, des Gymnasiums Vogelsang und des Institutos La Cuculmeca in Jinotega über die Fortsetzung des Schüleraustauschs gesprochen. Per Videoschalte stellten die sechs spanischsprachigen Lehrerinnen und Lehrer des Institutos die Schule und die dortigen Bildungsangebote vor. Im Samstagsunterricht können junge Menschen einen Schulabschluss erlangen, etwa 30 Prozent der Absolventen besuchen später auch eine Universität: „Unsere Schüler kommen aus sehr ärmlichen Gegenden, am Instituto können die Schüler den Grundstein für eine bessere Zukunft legen“ erklärte der Lehrer Antonio Pascual Garcia.

Die Spanischlehrerinnen Jasmin Haag und Laura Sosnierz der Gesamtschule streben eine langfristige Zusammenarbeit an: „Wir möchten unseren Schülern einen Perspektivwechsel ermöglichen und das Bewusstsein der Jugendlichen für Probleme in Mittelamerika stärken“, sagte Haag. Sybille Arians weiß, wie viel Arbeit und Energie die Planung eines Schüleraustauschs bedarf und freut sich über die Motivation der Lehrerinnen: „Viele Schülerinnen und Schüler haben die Begegnungen nachhaltig geprägt, es hilft, die eigene Lebenssituation zu hinterfragen und neue Kulturen kennenzulernen“.

Bei den vergangenen Besuchen hatten die Jugendlichen gemeinsam in interkulturellen Projekten gearbeitet und sich mit dem Schutz von Wäldern, der Müllvermeidung oder dem Erhalt der Biodiversität auseinandergesetzt und so Probleme und Lösungsansätze des jeweils anderen Landes kennengelernt.

Gäbe es Covid-19 nicht, wären Jasmin Haag und Laura Sosnierz gerne schon in diesem Jahr mit einer Schülergruppe nach Nicaragua gereist. Nun ist der Sommer 2022 fest im Terminkalender markiert.

Derzeit hat Solingens Partnerstadt Jinotega mit den Folgen des Hurrikans Iota zu kämpfen. 

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