Digitaler Ausbau

Schulen erhalten schnelles Internet

Computer gehören nach Auffassung vieler Experten in den Klassenraum. Solingen will sich auf den Weg dorthin machen. Foto: dpa
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Computer gehören nach Auffassung vieler Experten in den Klassenraum. Solingen will sich auf den Weg dorthin machen.

11,7 Millionen Euro fließen in digitale Ausstattung. Ausbau beginnt noch vor dem Sommer.

Von Simone Theyßen-Speich

In den nächsten vier Jahren wird eine IT-Offensive an allen 41 Solinger Schulen gestartet. Einen „Meilenstein“ in der Solinger Schullandschaft nannte es Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). 11,7 Millionen Euro werden in die digitale Ausstattung investiert, 8 Millionen davon kommen aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“. Das ist die erste große Etappe der vom Rat beschlossenen Investitionen in Schulen, die insgesamt 50 Millionen Euro in den nächsten Jahren ausmachen werden.

Das Thema IT-Offensive sei aber das dringlichste. Deshalb hat bereits ein Arbeitskreis mit der Schuldezernentin, dem Kämmerer und dem Schulleiter-Sprecherrat getagt und erste Schritte auf den Weg gebracht. An zehn Projektschulen soll der Ausbau in diesem Jahr starten, fünf werden noch vor dem Sommer, die anderen fünf im Herbst ans Breitbandnetz angeschlossen. „Dem geht voraus, den Ist-Zustand an digitaler Ausstattung an den Schulen zu untersuchen“, erklärt Ralf Zinsenheim von der Schulverwaltung, der das Projekt zukünftig leiten wird.

Schulen, Schulverwaltung, IT-Verwaltung, Immobilienmanagement, Kämmerer und die Technischen Betriebe sind im Boot, um das Projekt „Schule 2.0“ erfolgreich zu realisieren. „Wichtige Fragen wie die einheitliche IT-Oberfläche für alle Schulen, um anschließend auch die Wartung zu erleichtern, sind bereits geklärt“, freut sich Peter Wirtz vom Schulleiter-Sprecherrat über die ersten sichtbaren Erfolge.

Wichtig sei jetzt auch, alle 41 Schulen zu informieren, etwa wenn es um die Kommunikation bei den anstehenden Baumaßnahmen geht, betont Michael Becker, Leiter des Technischen Berufskollegs, der die Schulen in dem Projekt vertreten wird.

In einem ersten Schritt geht es um den Breitband-Anschluss aller Schulen. „Für den externen IT-Anbieter ist dann auch das W-Lan in den Schulen ein großes Thema, wenn man an die teilweise dicken Mauern der alten Gebäude denkt“, gibt Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne) zu bedenken. Abschließend sollen auch die Geräte in den Schulen von derzeit 3500 auf 4500 aufgestockt und ausgetauscht werden.

Internet hält Einzug in allen Klassen

„Die Vermittlung von Medienkompetenz ist heute längst nicht mehr auf den Computerraum beschränkt“, gibt Joachim Blümer, Leiter der Theodor-Heuss-Schule, zu bedenken. Das Internet habe Einzug in jede Klasse gehalten. Dementsprechend haben sich die Schulen bereiterklärt, zur Finanzierung von Geräten wie Beamern oder Tablets auch Geld aus dem Schulbudget beizusteuern.

Parallel wurden auch die Medienentwicklungsgespräche mit allen Schulen, die seit 2003 auf Eis lagen, wieder aufgenommen. „Zu lange gab es Lenkungsgruppen und Steuerungskreise, jetzt beginnt das Handeln“, freut sich Kurzbach.

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