Bildung

Schule Meigen erinnert an den 150. Geburtstag von Maria Montessori

Schulleiterin Petra Ehrenfeld zeigt ein großes Bild und Zitate von Maria Montessori an der Glasfront des Treppenhauses. Foto: Christian Beier
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Schulleiterin Petra Ehrenfeld zeigt ein großes Bild und Zitate von Maria Montessori an der Glasfront des Treppenhauses.

Statt eines großen Festes präsentiert die Grundschule ihre neue optische Gestaltung zu Ehren der Ärztin und Pädagogin.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Am 31. August 1870 wurde Maria Montessori in Italien geboren. Am kommenden Montag wäre die Ärztin und Pädagogin 150 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wollte die Grundschule Meigen, die seit 1984 Montessori-Klassen anbietet und seit zwei Jahren die gesamte Schule auf diese Unterrichtsform umgestellt hat, eigentlich ein großes Geburtstagsfest veranstalten.

Die Corona-Beschränkungen machten einen Strich durch die Pläne. „Aber die neue optische Gestaltung der Schule, die bei dem Fest präsentiert werden sollte, bleibt ja dauerhaft bestehen“, betont Schulleiterin Petra Ehrenfeld. So wurden die Glas-Treppenhäuser der Schule mit aufwendigen Folien thematisch beklebt. Ein Bild von Maria Montessori ist eingerahmt von ihren Zitaten – ihr bekanntestes: „Hilf mir, es selbst zu tun!“

Auch die Kosmische Erziehung, der Mensch in Wechselbeziehung zu Universum, Elementen, Pflanzen und Tieren, wird mit einer großen Planeten-Darstellung thematisiert. Die neue Gestaltung der Schule, inklusive Schildern und Wegweisern, hat der Schulverein mit mehr als 5000 Euro finanziert.

In der Schule wird der Geburtstag am Montag auf unterschiedliche Weise gefeiert. „Die Kinder durften Wünsche äußern“, erzählt die Schulleiterin. „Es wird ein Bilderbuch von Maria Montessori gelesen, die Kinder machen alte Spiele, und ein Lehrer wird in die Rolle der Pädagogin schlüpfen und die Fragen der Kinder beantworten.“

Die Klassen sind jahrgangsübergreifend

Ein Schwerpunkt des Montessori-Unterrichts ist die Jahrgangsmischung. So sind auch an der Grundschule Meigen sowohl im Hauptsitz an der Meigener Straße als auch im Nebengebäude Kirschbaumshöhe an der Schützenstraße alle Klassen gemischt mit Schülern der Jahrgänge eins bis vier. „Die neuen Erstklässler werden so von den älteren gleich mitgenommen, lernen die Abläufe und Regeln kennen und lernen von den Großen“, so Ehrenfeld.

Zum Lernen im Sinne Maria Montessoris gehört auch die Freiarbeit mit vielen unterschiedlichen Materialien. Dabei können die Kinder Lerngegenstände und Materialien auswählen, die ihren Bedürfnissen und Lernvoraussetzungen entsprechen. Gearbeitet wird alleine oder in kleinen Gruppen. „Auf diese Weise lernen die Schüler ganz nebenbei das selbstständige Arbeiten“, erklärt die Schulleiterin.

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