Carl-Ruß-Schule

Schule macht Projektwoche zum Thema Menschenrechte

Beim Durchlaufen des Missio-Fluchttrucks konnten die Schüler die Erfahrung einer Flucht selbst nachempfinden. Foto: Christian Beier
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Beim Durchlaufen des Missio-Fluchttrucks konnten die Schüler die Erfahrung einer Flucht selbst nachempfinden.

Verschiedene Aktionen an der Carl-Ruß-Schule.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die Idee zu dem Thema ist den Lehrerinnen und Lehrern der Carl-Ruß-Schule bei einer Weiterbildung zur „Sensibilisierung für Rassismus in Schulen“ gekommen. „Daraus ist der Wunsch erwachsen, das Thema Menschenrechte in den Mittelpunkt unsere Projektwoche zu stellen“, erzählt Lehrerin Lena Felder. In dieser Woche haben sich die Schülerinnen und Schüler der Förderschule dem Thema auf unterschiedliche Weisen genähert.

„In der Oberstufe haben wir uns beispielsweise in zwei Workshops, unterstützt vom Internationalen Bund, mit den Themen Flucht und Asyl sowie Vorurteile beschäftigt, erzählen Jasom (13) und Theo (15). Die beiden Schüler haben gemeinsam mit Mitschüler Justin ein dreiköpfiges Presse-Team gebildet und die Projektwoche journalistisch begleitet. „Ihre Veröffentlichungen werden wir auf der Homepage der Schule präsentieren“, erklärt Lehrerin Meike Thierfeld. Eine große Präsentation mit Eltern war in diesem Jahr pandemiebedingt nicht möglich.

Auf dem Schulhof der Schule an der Fürkerfeldstraße stand gestern der „Missio-Fluchttruck“. Darin konnten Schülerinnen und Schüler eine Flucht selbst durchlaufen, bekamen eine Identität und mussten Entscheidungen treffen, was man im Notfall mitnimmt, auf welchen Transportweg man sich verlässt.

Graffiti zum Thema werden in der Schule ausgestellt

An anderer Stelle auf dem Schulhof gestalteten die Jugendlichen Graffiti mit eigenen Bildern und Motiven rund um das Thema Menschenrechte. Die sollen später in der Schule aufgehängt werden. In anderen Räumen fanden Podiumsdiskussionen oder Auftritte des „Puppentheaters des Friedens“ statt.

Auch die jüngeren Jahrgänge haben sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. So ging es in der ersten und zweiten Klassen etwa um das Thema Kinderrechte – auch die Rechte gegenüber den Eltern. Die Viertklässler haben mit kleinen Figuren und Video-Technik einen Stop-Motion-Film gedreht.

Auch langfristig soll das Thema Menschenrechte an der Schule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung fortwirken. So wurde im Rahmen der Projektwoche auch eine Menschenrechtsbibliothek eingerichtet. „Dabei haben wir nicht nur Bücher zusammengestellt, die das Thema behandeln, sondern auch Lektüre, die etwa von Menschen mit schwarzer Hautfarbe handelt, um zu zeigen, dass Diversität normal ist“, so Lena Felder.

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