Song-Contest

Schülerrockfestival wird zum Online-Wettbewerb

Frodo Dinnebier singt, spielt Schlagzeug und Cajón und macht mit dem Chor Voices beim Online-Wettbewerb mit. „Vielleicht auch noch mit der Band Lunatic“, verrät er. Foto: Christian Beier
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Frodo Dinnebier singt, spielt Schlagzeug und Cajón und macht mit dem Chor Voices beim Online-Wettbewerb mit. „Vielleicht auch noch mit der Band Lunatic“, verrät er.

Die gewohnte Veranstaltung fällt aus.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Das Solinger Schülerrockfestival unter dem Motto „frei, gleich und laut“ kann in diesem Jahr coronabedingt nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Als Ersatz haben die Organisatorinnen Laura Cottone und Sinja Waldmann, die seit mehreren Jahren beim Schülerrockfestival mitwirken, diesmal einen Song-Contest initiiert: „frei, gleich & online“.

Bis zum 7. April können Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren kreative Videos mit eigenen Songs einreichen. Eine vielfältig besetzte Jury kürt einen Preisträger. Dieses Projekt findet größtenteils auf Instagram statt.

Finanziert wird der Song-Contest mit Mitteln des Bundesprogrammes „Demokratie leben“. Einen Monat ungefähr habe es gedauert von der Idee bis zum fertigen Musikvideo, berichtet Frodo Dinnebier. Der 20-jährige Sänger und Cajón-Spieler ist mit dem Chor Voices einer der Teilnehmer des Contests. Es galt, die gut 20 Sänger zu motivieren, ihre Parts ins Handy oder in den Rechner einzusingen. Damit das klappte, hatte Dinnebier zuvor die Basismelodie verschickt.

Viele technische Fragen und deren Antworten weiter, viele Telefonate und digitale Videokonferenzen und auch kurze Treffen zu zweit später, ist nun alles fertig. „Zu Beginn herrschte durchaus Skepsis vor, doch die Sänger und Sängerinnen kamen immer mehr in einen Energie- und Begeisterungsflow“, sagt er. „Ich war für die Tonaufnahmen zuständig, ein anderer für die Bilder“, sagt Dinnebier, der die Idee des Contests klasse findet. „Nach vielen Monaten, in denen wir Musiker komplett ausgebremst waren und inzwischen zunehmend nur noch dahindümpelten, ist nun endlich noch mal ein Ziel vor Augen, für das es sich lohnt, Energie zu investieren“, spricht er wohl allen Teilnehmern des Wettbewerbs aus der Seele.

Das Endergebnis, wenn alles schön gemischt ist, macht dann echt Spaß.

Frodo Dinnebier, Sänger

Das genau war der Plan von Sinja Waldmann und Laura Cottone. „Gerade in der momentanen Situation ist es oft schwierig, sich aufzuraffen, um Musik zu machen. Für Bands sind die Möglichkeiten mit den diversen Internetformaten nur eine Krücke“, sagt Sinja Waldmann, seit 2013 als Teilnehmerin beim Schülerrockfestival dabei und seit 2017 mit im Orga-Team. „Deshalb freuen wir uns besonders auf die Ergebnisse, wie die Jugendlichen es kreativ schaffen, als Band, Künstler oder als Chor ein Video – trotz aller Einschränkungen – einzuschicken. Uns geht es nicht um die perfekte Qualität, sondern darum, dass die Songs im Vordergrund stehen“, schreibt sie in einem erklärenden Statement.

Der Namen des Schülerrockfestivals „frei, gleich, laut“ ist Programm. Erneut dreht sich inhaltlich alles um das Motto Antirassismus, Vielfalt und Zusammenhalt – wichtige Schlagworte für eine Gesellschaft, findet auch Laura Cottone. Darum habe das Festival in den letzten Jahren zusammen mit dem Solinger Antirassismus-Tag stattgefunden - ein Konzept, das wieder aufleben soll, sobald die Pandemie solche Veranstaltungen mit vielen Menschen wieder zulässt.

Neben der Preisverleihung durch die Jury, die die Songs bewertet, gibt es noch einen Publikumspreis. Er wird durch Online-Voting entschieden. Frodo Dinnebier wird aller Voraussicht nach noch mit zumindest einer anderen Gruppe teilnehmen. Er spiele auch in der Band Lunatic und da sei er bereits mit den Mitgliedern in Absprache für ein Online-Konzept, verrät er. Mit den Voices hat er die Erfahrung gemacht, dass es zunächst ungewohnt sei, nur mit sich allein und einem technischen Gerät zu musizieren. „Aber man singt oder spielt sich frei, man braucht halt ein Packende und Austausch über Probleme und Tipps, wie es besser geht“, sagt er. „Dann läuft es und das Endergebnis, wenn alles schön gemischt ist, macht dann echt Spaß“.

Song-Contest – Schülerrockfestival

Voraussetzungen: Der Song-Contest ist für Jugendliche und junge Erwachsene, die bis zum 7. April ein Hobbyvideo mit ihrem Song schicken. Teilnehmen können alle bis 27 Jahren, die in Solingen wohnen oder schonmal beim „frei, gleich, laut“- Schülerrockfestival Solingen teilgenommen haben. Die Videos können die Teilnehmer bis zum 7. April per E-Mail schicken: bewerbung@ schuelerrockfestival.de
Weitere Infos gibt es auf Instagram: schuelerrockfestival_solingen
oder auf der Homepage: www.schuelerrockfestival.de

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