Walder Theatertage

Schülerbeiträge bei „Kultur at home“ werden prämiert

Die Jury, Jana Sahler (Poetry-Slammerin, v.l.), Alexander Merx (Theatertage) und Simone Theyßen-Speich (Jury Theaterwettbewerb), vor einem Filmausschnitt von „Andere Zeiten“. Foto: Walder Theatertage
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Die Jury, Jana Sahler (Poetry-Slammerin, v.l.), Alexander Merx (Theatertage) und Simone Theyßen-Speich (Jury Theaterwettbewerb), vor einem Filmausschnitt von „Andere Zeiten“.

Walder Theatertage haben Wettbewerb coronakonform durchgeführt.

Von Simone Theyßen-Speich

Da die Walder Theatertage und der Theaterwettbewerb in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden konnten, haben die Organisatoren der Friedrich-Albert-Lange-Schule schon im Frühjahr „Kultur at home“ ins Leben gerufen. Internationale Künstler, der Pantomime Peter Shub ebenso wie der Jongleur und Wortakrobat Kerol, haben kleine Filme gedreht und den Solinger Schülern digital zur Verfügung gestellt, als Anregung, während des Home-Schoolings eigene Beiträge zu drehen.

Gestern hat eine Jury die Beiträge bewertet. „Es war uns wichtig zu zeigen, dass man auch in Zeiten des Distanzlernens Theaterproduktionen machen kann“, betonte Schulleiter Peter Wirtz. Schüler verschiedener Schulen aus Solingen und der Region haben Beiträge geschickt, aber auch Einzeleinsendungen sind eingegangen. „Wir haben etliche Entwürfe erhalten, letztendlich haben sich sechs Gruppen für den Wettbewerb beworben“, so Wirtz.

Zwei Filme werden als Sieger prämiert

Die Jury hat den „Kultur at home“-Preis, dotiert mit 500 Euro, an das Samtweber-Theater des Hannah-Arendt-Gymnasiums aus Krefeld vergeben. Unter dem Titel „Andere Zeiten“ hat die Gruppe einen Schwarz-Weiß-Film im Stil des Stummfilms der 1920er Jahre, klassisch mit Klaviermusik hinterlegt, gedreht. Das Thema: Theaterproben in Corona-Zeiten. Liebes-Szenen mit 1,5 Metern Abstand fanden ebenso Einzug in den Film wie der Stummfilm-Klassiker mit der umhergetragenen Leiter, die beim Schwenken die Leute umhaut.

Der Stadtwerke-Preis für die originellste Solinger Darstellung, ebenfalls mit 500 Euro dotiert, geht an die Solinger Gruppe Young Motion. Selbstironisch nahmen sie unter dem Motto „Walder Theaterplage“ den Wettbewerb selbst ins Visier. „Die Konkurrenz darf in diesem Jahr nicht gewinnen, die Theatertage dürfen nicht stattfinden – die Lösung: ein Virus“, so die zusammengefasste Handlung des Films.

Mit Anerkennungspreisen von je 100 Euro wurde ein Musikbeitrag des Chors „Voices“ gewürdigt. Die 16-köpfige Gruppe samt Band präsentierte das Lied „Castles“ als Zusammenschnitt einer heimischen Videokonferenz. Ebenfalls 100 Euro gingen an Eva Emmerich und Daphne Horowitz für ihre Nummer „Clowns mit Masken“. Die beiden griffen nicht nur das klassische Thema des lachenden und des weinenden Clowns auf, sondern übersetzten es – pandemie-konform – auf die aktuelle Maskenpflicht.

Mit einem Anerkennungspreis und jeweils 50 Euro ausgezeichnet hat die Jury Anna Depenbusch, die die „Haifischbarpolka“ präsentierte, sowie Milo Hollstegge. Der Fünftklässler hatte als Beitrag für den Wettbewerb Zaubertricks filmisch präsentiert.

„Wir freuen uns, dass dieses Format ein kleiner Beitrag dazu war, dass das kulturelle Leben auch in diesen Zeiten weitergeht“, so Wirtz. Die Preise werden nach den Herbstferien übergeben.

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