Hingucker

Schüler verschönern Verteilerkästen

So soll es aussehen: Jessica Weber (l.) und Regina Rollinger realisieren ihren Entwurf an der Baustraße. Foto: cb
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So soll es aussehen: Jessica Weber (l.) und Regina Rollinger realisieren ihren Entwurf an der Baustraße.

Zum zweiten Mal verwandelte Kunstlehrerin Kirsten Schmitz mit ihren Schülern die grauen Flächen in Ohligs in optische Hingucker.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Fröhliche Blütenpracht statt grauer Sachlichkeit: Am Freitagvormittag rückten 17 Schüler fünf Verteilerkästen in Ohligs mit Pinsel und wetterfester Farbe zu Leibe. Eifrig zeichneten, malten, strichelten und tupften sie so lange mit Pinseln aller Größen und Sorten, bis zum Beispiel an der Baustraße ein blühendes Terzett in Rosé entstanden war: Wie in einem Garten strecken nun Malven, Hortensien und Hibiskus ihre Blütenköpfe in den Himmel und scheinen den Passanten freundlich zuzulächeln.

Nach drei Stunden spürten Lena Müller, Aylin Cegiz nebst vier anderen Mitschülerinnen ihre Knie: „Es ist schon anstrengend, in dieser ungewohnten Haltung auszuharren, um etwas Gutes abzuliefern“, sagte Lena freimütig. Trotzdem bekannte sie: „Spaß macht es!“ Die Musik aus der mitgebrachten „Dose“ hielt die gute Laune konstant hoch – und die vielen positiven Kommentare der Vorübergehenden taten ihr Übriges.

Seit dem vergangenen Herbst arbeiten die Oberstufenschüler aus der Q2 des Leverkusener Lose-Meitner-Gymnasiums an dem Projekt „Graue Kästen werden bunt. Achtet auf Ohligs“. Ihre Lehrerin Kirsten Schmitz ist Ur-Ohligserin und als Mitglied der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft ihrem Stadtteil eng verbunden. Es war bereits der zweite Vormittag, den Kirsten Schmitz mit einem Kurs genutzt hat, um dem Stadtteil damit zu ein paar hübschen Hinguckern zu verhelfen.

Schon vor zwei Jahren war ein Kurs von ihr mit dem nötigen Equipment samt Know-how und Motivation angerückt, um kräftig zu verschönern. „Leider sind einige der damals bemalten Kästen inzwischen wieder ramponiert worden, und außerdem haben wir damals ja auch längst nicht alle geschafft“, sagte die engagierte Pädagogin, die das Projekt akribisch vorbereitet hat.

Lehrerin grundierte fleißig selbst

UNTERSTÜTZUNG

FRISEUR Die Truppe um Kirsten Schmitz wurde gut unterstützt. Im Salon „Die Modefrisur“ von Erika und Michael Treiber konnten die Jugendlichen etwa die Toilette benutzen und sich bei Kaffee aufwärmen.

Decken, Wasser, Pinsel, Lappen und Farben standen und lagen bereit. Außerdem war die Lehrerin tags zuvor bereits selbst tätig geworden und hatte die fünf anvisierten Kästen gereinigt und schon mal mit Grundierung versehen. „Wenn die Schüler das auch noch machen müssten, kämen wir mit der Zeit bis 16 Uhr, dem offiziellen Schulschluss, nicht hin“, erläuterte sie. „Außerdem haben wir diesmal Objekte ausgesucht, die dichter beieinander liegen als die vom ersten Durchgang, nämlich alle im Bereich Parkstraße, Baustraße und Wittenbergstraße.“ Dann klappe die schnelle Kommunikation untereinander besser und es koste nicht so viel Zeit, mal schnell zu dem Nachbartrüppchen zu laufen, um sich etwas auszuleihen.

Am anderen Ende der Baustraße entstand unter den geschickten Händen von Jessica Weber und Regina Rollinger gerade ein anderer „Garten“. Der Sockel des Stromkastens wurde dabei kurzerhand zu einer „Steinmauer“ aus Lack und Farbe. Zunächst hatten sie ihre in der Schule entstandene Vorlage mit Graphit-Stift auf die Grundierung übertragen. Dann kam der grüne Hintergrund – und nun waren beide emsig dabei, Blätter und Blüten entstehen zu lassen. Jessica und Regina waren froh, dass sich der angekündigte Temperatursturz noch nicht bemerkbar machte. „Und dass der Regen von gestern Abend auch wieder aufgehört hat.“

Lesen Sie auch: Verteilerkästen sollen verschönert werden

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