Mobilität

Schüler können wieder für den Straßenverkehr üben

Rainer und Hannelore Thannhäuser (Mitte) haben zehn Fahrräder und Helme gespendet. Das Team der Jugendverkehrsschule, von Polizei über Verkehrswacht und Stadt bis zu den Grundschulen, freut sich. Foto: Michael Schütz
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Rainer und Hannelore Thannhäuser (Mitte) haben zehn Fahrräder und Helme gespendet. Das Team der Jugendverkehrsschule, von Polizei über Verkehrswacht und Stadt bis zu den Grundschulen, freut sich.

Jugendverkehrsschule hat 30 neue Fahrräder, unter anderem durch eine große Spende.

Von Simone Theyßen-Speich

Die Straßen und Kreisverkehre sind vom Laub befreit, die Ampeln sind angeschaltet – in der Jugendverkehrsschule geht es seit dieser Woche wieder rund. „Endlich“, freut sich Katrin Grastat, Verkehrserzieherin bei der Polizei. Zwei Jahre lang konnten die Grundschulen das Gelände an der Kotter Straße corona-bedingt nicht nutzen.

Zum Neustart gibt es in der Jugendverkehrsschule jetzt auch neue Fahrräder. „Wir haben die Zwangspause genutzt und alte oder defekte Räder ausgemistet“, erzählt Hans-Werner Hög, zuständiger Abteilungsleiter bei der Schulverwaltung. 30 alte Fahrräder wurden ausrangiert – 30 wurden jetzt neu angeschafft.

Dabei gab es eine großzügige Unterstützung von Hannelore und Rainer Thannhäuser. Das Solinger Ehepaar spendete zehn Räder samt Helmen sowie einen Zuschuss für ein Reaktionstestgerät im Gesamtwert von 2000 Euro. „Das Tolle an dieser Spende ist, dass sie über Jahre vielen Schüler-Jahrgängen zugutekommt“, freute sich Ulli Schmidt, ehemaliger Polizei-Verkehrserzieher und jetzt bei der Verkehrswacht aktiv. Seit Jahren ist das Ehepaar Thannhäuser der Jugendverkehrsschule eng verbunden, hat auch die Anschaffung der Street-Buddies, der neonfarbenen Warnfiguren im Straßenverkehr, unterstützt. Die übrigen 20 Räder hat die Stadt neu angeschafft.

Seit dieser Woche sind die Zweitklässler auf dem Gelände zwischen Ampeln, Stopp- und Vorfahrtschildern unterwegs. „Um die Übungsstunden auf dem Rad anzuleiten, wurden die Grundschullehrer gestern geschult“, erklärt Barbara Quilitzsch, Leiterin der Grundschule Erholungstraße und Fachberaterin für Verkehrserziehung. „Wir Lehrer unterstützen die Verkehrserzieher der Polizei gerne, damit diese mehr Kapazitäten für die Dritt- und Viertklässler haben.“ Denn gerade die jetzigen dritten Schuljahre haben viel nachzuholen. „Sie waren kein einziges Mal in der Jugendverkehrsschule“, bedauert Katrin Grastat.

Normalerweise gibt es für jede Klasse vier Termine in den Jahrgängen zwei und drei. Jetzt wurde auf den Schulhöfen etwas geübt. „Wir versuchen zudem, noch Kapazitäten in der Verkehrsschule an den Nachmittagen zu finden. Denn nach Ostern beginnt für die Drittklässler schon das Fahrradtraining im Straßenverkehr“, so Katrin Grastat.

Auch gebe es immer wieder Kinder, die in der zweiten Klasse noch nicht Rad fahren können. Knut Anders von der Schulverwaltung, der als neuer Hausmeister für die Jugendverkehrsschule zuständig ist, hat deshalb ein ausrangiertes Fahrrad zum Laufrad umgebaut. „So können Fahrrad-Anfänger gut die Balance üben.“

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