Bundestagswahl 2017

Schüler fragen – Politiker antworten

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Sechs Bundestagskandidaten stellten sich Fragen der interessierten Schülerschaft.

Bundestagswahlkandidaten kamen zu einer Podiumsdiskussion ins Mildred-Scheel-Berufskolleg.

Von Andreas Erdmann

Sie treten als Konkurrenten um das Bergische Direktmandat bei der Bundestagswahl an. Das war Jürgen Hardt (CDU), Ingo Schäfer (SPD), Ilka Brehmer (Grüne), Karin von der Most (FDP), Adrian Scheffels (Die Linke) sowie Frederick Kühne (AfD) auch anzumerken, als sie sich und ihre Parteiprogramme im Solinger Konzertsaal vorstellten. In der anschließenden Podiumsdiskussion bekamen rund 150 Berufsschüler des Mildred-Scheel-Berufskollegs Gelegenheit, anhand von Fragen mit den Politikern ins Gespräch zu kommen. Angelika Witoch vom Friedrich-List-Berufskolleg moderierte.

Hardt und Schäfer würden eine Weiterführung der großen Koalition in Berlin nicht ausschließen, wenn die Wähler es wünschen. Von der Most und Brehmer denken auch über eine mögliche Ampelkoalition nach. Scheffels könnte sich Rot-Rot-Grün vorstellen, und Kühne sieht wichtige Aufgaben in der Opposition.

Wie die Wahl am 24. September wirklich ausgeht, werden Oberstufenschüler des Kollegs an der Beethovenstraße mitentscheiden. Denn sehr viele von ihnen sind Erstwähler.

„Wie wollen Sie für mehr Ausbildungsplätze sorgen?“, war eine der zahlreichen Schülerfragen. Ingo Schäfer würde „die Unternehmen mehr in die Pflicht nehmen, Ausbildungsplätze bereitzustellen“ und dazu eine „solidarische Umlage der Ausbildungskosten einführen“. Jürgen Hardt stellt fest, dass „regelmäßig bei vielen kleinen und mittleren Betrieben Stellen für qualifizierte Auszubildende frei bleiben.“ Er fordert eine „bessere Qualifizierung der Schüler in den Schulen“. Ilka Brehmer und Karin von der Most würden für die Unternehmen „finanzielle Anreize schaffen, mehr Auszubildende einzustellen.“ Scheffels plädiert bei Nichteinstellung für „finanzielle Abgaben“.

Kontrovers diskutiert wurde auch die Frage: „Wie wollen Sie der zunehmenden Altersarmut entgegentreten?“ Schäfer schlägt vor, „das Niveau der Rentenzahlungen um fünf Prozent anzuheben“. Dann aber „erhielten Bezieher hoher Renten noch höhere Leistungen“, setzt Hardt dagegen. Darum lehne er eine Anhebung der Eckrenten ab. In der Frage, wie hoch ein sozial verträglicher Mindestlohn sein solle, gehen die Forderungen der Parteien weit auseinander.

Die Zeit war am Ende zu knapp, um alle Fragen zu beantworten

Einig sind sich die Parteienvertreter darin, dass die Bürger in NRW, insbesondere auch in Solingen, bei der Integration von Flüchtlingen während der letzten Jahre „Erstaunliches geleistet“ haben. Man wolle „diesen erfolgreichen, mutigen Weg der Integration weiter verfolgen“, ist zu hören. Zudem gehe es zukünftig verstärkt darum, „die Verhältnisse in den Herkunftsländern zu verbessern“.

Moderatorin Angelika Witoch zeigte sich sehr erfreut über „das rege Interesse der Schüler an politischen Fragen“. Sie habe bei solchen Veranstaltungen zuvor nie erlebt, dass am Ende wegen mangelnder Zeit noch so viele Fragen unbeantwortet blieben.

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