Gesamtschule Höhscheid

Schüler arbeiten in Jagd-Werkstatt

Die Gesamtschüler haben mit Carina Pawlak (4.v.l.) und Ehemann Michael (hinten) Fledermaus-Nistkästen gebaut, in denen die kleinen Vampire übernachten können. Foto: Uli Preuss
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Die Gesamtschüler haben mit Carina Pawlak (4.v.l.) und Ehemann Michael (hinten) Fledermaus-Nistkästen gebaut, in denen die kleinen Vampire übernachten können.

In dem Angebot der Gesamtschule Höhscheid wurden jetzt Fledermaus-Nistkästen gebaut.

Von Simone Theyßen-Speich

Neben den klassischen Hauptfächern gehört es zum Konzept der Gesamtschule Höhscheid, weitere Fächer als Werkstätten anzubieten. Da gibt es Sport und Kunst, Informatik und eine Schülerzeitungs-Werkstatt. Seit diesem Schuljahr steht auch ein eher ungewöhnliches Fach auf dem Werkstatt-Stundenplan.

In der siebten Klasse bietet Carina Pawlak jetzt eine Jagd-Werkstatt an. Die Mutter zweier Töchter, die an der Schule die Klassen fünf und sieben besuchen, ist selbst Jungjägerin. „Die Idee, das Thema Jagd zum Inhalt einer Werkstatt in der Schule zu machen, hatten meine Töchter“, erinnert sich Carina Pawlak, die bei der Arbeit in der Schule auch von ihrem Mann Michael unterstützt wird.

In Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche immer mehr drinnen, am Computer oder am Handy, ihre Freizeit verbringen, war es der jungen Mutter wichtig, ein Angebot zu machen, das die Schüler in die Natur führt. „Schnell wurde bei der Arbeit mit den Schülern vermittelt, dass der Jäger kein alter Mann ist, der Tiere totschießt“, erzählt die Jungjägerin. Vielmehr wurden den Siebtklässlern die vielfältigen Aufgaben der Waidmänner nahegebracht.

„Ich war positiv überrascht, wie interessiert die Schüler auch moralische Fragen diskutiert haben, etwa, ob man Pelze von Tieren, die man geschossen hat, auch als Kleidung verarbeiten darf.“ So lernten die Kinder, dass Füchse beispielsweise geschossen werden müssen, weil sie sich sonst in den Wäldern zu sehr vermehren und das biologische Gleichgewicht stören würden. „Auch wenn Tiere erkrankt sind, müssen sie ,entnommen’ werden“, erklärte sie.

Themen in der Werkstatt sind auch Krankheiten und Behausungen von Tieren. Nach Weihnachten geht es dann in den Wald auf Spurensuche. Zudem werden die Gesamtschüler mit „Aeli“, dem Rauhaar-Dackel von Carina Pawlak, arbeiten, der Dinge apportiert, oder Fährten folgen kann. Auch musikalisch geht es zu, wenn die verschiedenen Bedeutungen der Jagdhorn-Signale besprochen werden.

Kreisjägerschaft unterstützt die Schul-Werkstatt

Finanziell unterstützt von der Kreisjägerschaft, haben die Schüler jetzt sechs Nistkästen für Fledermäuse gebaut. Die Holz-Behausungen werden nach Weihnachten im Revier von Heinrich Apfelstedt, dem Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, am Halfeshof aufgehängt. „So eine Jagd-Werkstatt ist mal was ganz anderes“, erzählt Finn begesitert. Cyrielle findet besonders toll, dass der Unterricht teilweise auch in der Natur stattfindet. Auf die Arbeit mit den Hunden freut sich Luise ganz besonders.

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