Einblick

Schneidwarentag lockt auch auswärtige Besucher an

Drei Solinger Firmen öffneten ihre Türen.

Von Karl-Rainer Broch

Nach der pandemiebedingten Pause öffneten am Schneidwarensamstag, drei Solinger Firmen wieder ihre Pforten, um Interessenten einen Eindruck von der laufenden Produktion zu geben. Niegeloh, sonst auch immer dabei, musste passen, weil zu viele Mitarbeiter wegen einer Erkrankung fehlten.

Aber Robert Herder Windmühlenmesser, Kretzer und Güde hatten geöffnet. Sie konnten zwar nicht so viele Besucher wie vor der Pandemie begrüßen, waren aber zufrieden mit der Resonanz. Vor allem, weil viele Besucher nicht aus Solingen kamen, sondern von außerhalb, das konnte man an den Kennzeichen auf den Parkplätzen erkennen.

Bei Güde meinte Firmenchef Dr. Karl Peter Born: „Voriges Jahr lief auch die Produktion, war aber für Besucher gesperrt. Dieses Jahr kann man sich wieder einen Eindruck davon machen, wie Messer hergestellt werden.“ Alle Arbeitsplätze waren besetzt. Im Verkauf ließ Carla Born die Besucher und Besucherinnen Obst und Gemüse zerschneiden.

Thomas Bischof war mit seinem achtjährigen Sohn Theo aus Köln gekommen und lobte: „Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Kreativität in der Produktion steckt.“ Sein Sohn freute sich darüber, dass er sein eigenes Küchenmesser gebaut und die Klinge mit dem Griff vernietet hatte.

Auch bei Kretzer wurden Kinder aktiv. Unter dem Motto „Ich mach’ mir meine Schere selbst“ schraubten sie beide Teile zusammen, erhielten eine Urkunde, dass sie ihre Prüfung als Scherenkontrolleur beziehungsweise Kontrolleurin erfolgreich absolviert hatten, und konnten das Ergebnis natürlich auch nach Hause mitnehmen. Vertriebsmitarbeiter Ayhan Kurnaz meinte: „Damit haben sie schon die erste Ausbildungsphase beendet.“ Jede halbe Stunde gab es bei Kretzer eine Werksführung. „Es ist immer spannend, die normale Arbeit im Betrieb live zu erleben“, stellte Kurnaz fest.

Bei Windmühlenmesser in Ohligs wurde der 14. Schneidwarensamstag mit dem 150-jährigen Firmenbestehen kombiniert. Der Jubiläumstermin war im Juni. Geschäftsführer Frank Daniel Herder hatte für alle Abteilungen von
85 Mitarbeitern die Hälfte mobilisiert. „Die Arbeitsabläufe sind zwar bei uns seit 150 Jahren gleich, doch viele wollen immer wieder sehen, wie Messer gemacht werden.“

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