Eröffnung ist kommenden Dienstag

Schlossgeschichte wird im Grabentor lebendig

Noch steht nicht alles, aber Direktor Gregor Ahlmann prophezeit eine Punktlandung zur Wiedereröffnung am Dienstag. Fotos: Roland Keusch
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Noch steht nicht alles, aber Direktor Gregor Ahlmann prophezeit eine Punktlandung zur Wiedereröffnung am Dienstag.

Weil das Hauptgebäude kernsaniert wird, ist die Dauerausstellung umgezogen.

Von Melissa Wienzek

Die Vorarbeiten im Hauptgebäude haben bereits begonnen. Bis 2024 wird Schloss Burg kernsaniert.

Burg. Die höfische Dame in ihrer roten Robe grüßt vornehm aus der Vitrine. Als Schloss Burg noch ein Jagdschloss mit höfischen Festen war, trug die Dame im 14./15. Jahrhundert diesen edlen Zwirn, dazu gab es schwere Kerzenleuchter und natürlich Wein aus dem Kelch. Und damit das Haar auch saß, kam ein vergoldeter Kamm mit feinsten Elfenbeinzähnen zum Einsatz. Wie es einst hoch über der Wupper zuging, davon erzählt die Dauerausstellung auf Schloss Burg. Weil das Hauptgebäude ab kommender Woche kernsaniert wird, musste die Dauerausstellung umziehen – ins Grabentorgebäude. Dort wird sie die nächsten dreieinhalb Jahre bleiben. Denn Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen.

Die Mauer muss weg: Eine historisch nicht belegte Trennmauer zum Innenhof wird abgerissen. Hier der Blick vom Brunnenhof. Auch der alte Kiosk daneben wird abgerissen.

Gerade mal zweieinhalb Monate Zeit hatte das neunköpfige Team um Schloss-Direktor Gregor Ahlmann, um Umzugskisten zu packen und die 20 schweren Glasvitrinen abzubauen, rüberzutragen, wieder aufzubauen, zu bestücken, Erklärtexte anzufertigen und Grafiken zu drucken. „Wir hatten auch nur ein bisschen Glasbruch“, erzählt der Schlossherr und nimmt es mit Humor. Scherben bringen ja bekanntlich Glück. Schnell wurde beim Glaser für Ersatz gesorgt. Kommende Woche öffnet die Dauerausstellung wieder am neuen Standort. Wir geben einen Überblick.

Öffnungszeiten: Start ist am kommenden Dienstag, 15. Juni, um 11 Uhr. Die Dauerstellung ist dann dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr zu sehen, samstags-, sonn- und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Montags ist geschlossen. Die in der Woche um eine Stunde nach hinten verschobene Startzeit hat einen Grund: So haben die Bauarbeiter mehr Zeit. „Wir wollen die Baustellenlogistik und die Besucher auseinanderhalten, damit beides gut nebeneinander funktioniert.“ Schließlich wird bis 2024 immer wieder auf dem Gelände gebaut.

Corona-Regeln: Der Zutritt ist nur mit OP- oder FFP2-Maske (Maskenpflicht ab 6 Jahre) erlaubt. Wegen der niedrigen Inzidenz in Solingen ist derzeit keine Anmeldung und kein Test- oder Impfnachweis erforderlich. Einfach an der Kasse ein Ticket kaufen und die Ausstellung genießen – und Hände desinfizieren und Abstand halten.

Schlossgeschichte wird lebendig

Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen.
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen. © Roland Keusch
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen.
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen. © Roland Keusch
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen.
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen. © Roland Keusch
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen.
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen. © Roland Keusch
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen.
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen. © Roland Keusch
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen.
Schloss Burg: Anfang 2025 erst soll das Haupthaus fertig saniert sein, und dann kann die Ausstellung wieder zurück ziehen. © Roland Keusch

Ausstellung: Zu sehen gibt es im Grabentorgebäude bei einem Rundgang auf zwei Ebenen „einen kurzen, knackigen Durchgang durch die Geschichte von Schloss Burg“, sagt Ahlmann. Vom Beginn der Grafen von Berg im 12. Jahrhundert über die Renaissance bis zum Wiederaufbau 1890 – mit Wandgemälden, Ritterrüstungen, Schwertern und über 35 Schautafeln und Abbildungen. Neu: Der Rundgang beginnt vom Hof ausgehend über die Holztreppe links neben der Steintreppe, die sonst der Eingang war. Von dort aus gelangt der Besucher durch die neue Ausstellung im Grabentor und im Anschluss in den Bergfried. Die Besichtigung ist nach wie vor nicht komplett barrierefrei.

Führungen: Führungen sind wieder möglich, die Anzahl der Personen ist auf 15 beschränkt – unabhängig von Corona. Führungen können vorab gebucht werden. Infos gibt es auf der Internetseite: www.schlossburg.de

Eintritt: Erwachsene zahlen 5,50 Euro, Studenten und Schwerbehinderte 4,50, Kinder (3 bis 17 Jahre) 2,50 Euro. Hinweis: Kinderwagen können nicht auf dem kompletten Rundgang mitgeführt werden. Hunde sind zudem nur im Außenbereich gestattet.

Sanierung: Von 2021 bis 2024 wird Schloss Burg grundlegend saniert. Das Ziel: der Erhalt des Denkmals und die energetische Modernisierung. „Es ist die größte Sanierung seit dem Wiederaufbau 1890“, sagt Ahlmann. Saniert werden die Kernburg mit allen Innenräumen des Palasgebäudes, die Innenhöfe und Außenflächen. Die Arbeiten sind in Teilbereichen bereits im vollen Gange. Gearbeitet wird in Etappen. Bereits nächste Woche wird die Verbundmauer zum Brunnenhof eingerissen. Auch der Kiosk am Eingang kommt weg. Beides stammt aus den 30er-Jahren. Die Anbauten verschwinden, um die Burganlage wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Zudem wird die Naturbühne links im Brunnenhof abgetragen, rechts werden dafür Sitzgelegenheiten geschaffen.

Seilbahn

Die Seilbahn, die Ober- und Unterburg miteinander verbindet, fährt. Sie öffnet dienstags bis freitags von 10 bis 16.45 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 17.45 Uhr. Eine einfache Fahrt für Erwachsene kostet 3 Euro, Hin- und Rückfahrt 5 Euro. Eine Fahrt für Kinder (1 bis 13 Jahre) kostet 2,50, Hin- und Rückfahrt 4 Euro. Bezüglich der aktuellen Sicherheitsregeln verweist Betreiber Stefan Irlenbusch auf die Internetseite: www.seilbahn-burg.de

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