Verwaltung informiert die Politik zum Sachstand

Schloss Burg: Sanierung wird 11 Millionen Euro teurer

Solingens Baudezernent Budde und Projektleiter Matthias Veldboer melden Kostensteigerungen für Schloss Burg.
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Solingens Baudezernent Budde und Projektleiter Matthias Veldboer melden Kostensteigerungen für Schloss Burg.

Das ist der Grund für die Kostenexplosion.

Von Philipp Müller

Solingen. Die Sanierung von Schloss Burg und die Neukonzeption des Museums werden rund 11 Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant. Solingens Baudezernent Andreas Budde und der Leiter der Projektsteuerung im Rathaus, Architekt Matthias Veldboer, verweisen auf extreme Preissteigerungen vor allem beim Baumaterial seit dem Jahr 2016. Stand jetzt wird die komplette Sanierung und Neuorientierung von Schloss Burg knapp 44 Millionen Euro kosten.

Bisher hatten die drei Eigentümerstädte Wuppertal, Remscheid und Solingen 32,5 Millionen Euro als Etat für das gemeinsame Vorhaben mitgeteilt. Die neue Summe wird nun erstmals in einer Vorlage für die Bezirksvertretung Burg/Höhscheid genannt.

Matthias Veldboer erklärt, dass die Basiszahlen für die Förderanträge an Land und Bund aus dem Jahr 2011 stammen. Das sei zwar nachkalkuliert worden. Trotzdem habe sich die Preissteigerung für Material und Löhne, die 2016 eingesetzt habe, nochmals beschleunigt: während Corona und angesichts der aktuellen Inflation. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine seien noch nicht abzusehen.

Ein Loch in der Finanzierung gibt es bisher nicht, berichten Veldboer und Baudezernent Budde. Denn das Land hat zugesagte Zuschüsse deutlich angehoben. Auch die Eigentümerstädte greifen tiefer in die Tasche und erhöhen den Eigenanteil am Sanierungspaket.

Betondecke im Rittersaal muss ausgetauscht werden

Auf der Burg selbst wird gerade an vielen Stellen gearbeitet. Es sind vor allem Fachhandwerksbetriebe, die an Mauerwerk, Freiflächen und den historischen Innenräumen arbeiten. „Täglich sind 30 bis 50 Handwerker im Einsatz“, berichtet Matthias Veldboer. Auch der Zeitplan passe.

Ein Teil der Kostensteigerung, der rund eine Million Euro ausmacht, ist der Austausch der Betondecke, die über dem Rittersaal und der Kemenate liegt. Die Tragfähigkeit sei nicht mehr gewährleistet, erklärt Veldboer. Das alles sei eine große technische Herausforderung, erläutert Andreas Budde. Meterweise wird die 250 Quadratmeter große Decke durch eine aus Holz ersetzt, ohne dabei die Statik des Palas zu gefährden.

Das passiert während des laufenden Betriebs. „Das ist auch richtig so, die Burg darf nicht von der Bildfläche verschwinden“, betont Budde. Schon in Kürze wird der Eingang zur Ersatzausstellung im Grabentorhaus vom Haupttor an den Eingang des Pferdestalls verlegt. Vorbereitungen trifft der Geschäftsführer des Schlossbauvereins, Gregor Ahlmann, gerade. So könnten in der Woche die großen Erdarbeiten in der Schlossanlage stattfinden. Wochenends sei aber auch der Innenhof zu besichtigen. Der Besucherstrom sei weiter groß.

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