Bühne

Schauspielerinnen schreiben „Die Vorzimmerdamen“

Die Schauspielerinnen Silke Natho (l.) und Marina Welsch haben „Die Vorzimmerdamen“ geschrieben und führen das Stück gemeinsam im Kammerspielchen auf. Foto: Christian Beier
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Die Schauspielerinnen Silke Natho (l.) und Marina Welsch haben „Die Vorzimmerdamen“ geschrieben und führen das Stück gemeinsam im Kammerspielchen auf.

Marina Welsch und Silke Natho feiern am 26. Februar im Gräfrather Kammerspielchen Premiere.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Sich nicht unterkriegen lassen, das Gefühl „Jetzt erst recht“ entwickeln, selbstbewusst das Leben in die eigene Hand nehmen: Das ist das Fazit des unterhaltsamen Stücks „Die Vorzimmerdamen“, das am 26. Februar um 20 Uhr im Gräfrather Kammerspielchen Premiere feiert. Die beiden Schauspielerinnen Marina Welsch und Silke Natho haben die Lockdown-Zeit kreativ genutzt, um das Stück zu schreiben.

Die Komödie steckt voller Witz und geht zugleich unter die Haut – und weist vor allem einen positiven Weg aus einer Misere. Ein bisschen ist das alles auch als Selbsthilfe zu verstehen. Schließlich steckten beide Autorinnen als freischaffende Künstlerinnen durch die Schließung von Theatern und das Aussetzen von Filmdrehs in einer beruflichen Zwangspause. Dazu kamen – wie bei allen anderen auch – Kontaktbeschränkungen und dadurch zunehmend schlechte Stimmung.

„Durchs gemeinsame Schreiben kam die Lebenslust zurück.“

Marina Welsch, Autorin

„Durchs gemeinsame Schreiben, die Ideen dafür, und den Austausch darüber kamen Lebenslust, Souveränität und ein Gefühl ,Es-geht-doch‘ zurück, das sich in den Vorzimmerdamen spiegelt“, sagt Marina Welsch heute. Sie freut sich mit ihrer Autoren- und Bühnenpartnerin riesig auf die Premiere am 26. Februar.

„Durch eine Zufallsbekanntschaft, weil Silke bei mir etwas übers Internet Bestelltes abholte, hat sich im letzten Jahr ein intensives Freundschafts- wie Arbeitsverhältnis entwickelt“, berichtet sie.

Auf der Bühne des Kammerspielchens an der Gerberstraße ist Welsch übrigens keine Unbekannte. Seit der Eröffnung des nun zehn Jahre alten kleinen, aber feinen „Musentempels“ gab sie dort öfter Kostproben ihres spielerischen Könnens. Nun tritt sie das erste Mal als Autorin, Regisseurin und Darstellerin in Personalunion in Aktion.

Die Handlung: Für Eve Martin, die besonderen Wert auf die französische Aussprache ihres Nachnamens legt, ist ihr ersten Lebenstraum, ein großer Chanson-Star zu werden, kläglich gescheitert. Lediglich einen großen Erfolg konnte sie verbuchen, bevor sie in der Bedeutungslosigkeit des Büroalltags verschwand.

Die Vorzimmerdamen sitzen im „Zentrum der Macht“

„Das Lied zur Geschichte habe ich in Zusammenarbeit mit meinem Sohn geschrieben und vertont: Ich werde also auch singen“, kündigt Marina Welsch an. Geblieben ist vom ehemaligen Glanz nur Eves Faible fürs Champagnertrinken, etwas, das sie in nahezu allen Lebenslagen zelebriert. Gemeinsam mit ihrer eher schlicht gestrickten Kollegin Deborah Klum, die sich mit kessem Mundwerk und Leidenschaft für Schokolade hervortut, sitzt sie im „Zentrum der Macht“, dem Vorzimmer einer Consulting-Agentur.

Die gemeinsame Arbeit an dem Stück habe viel Spaß gemacht, sagt Silke Natho, die als Kölner Schauspielerin bisher noch keine Berührungspunkte mit Solingen hatte. „Neben Treffs lief viel digital über E-Mails. Auf diese Weise haben wir miteinander am Stück gestrickt.“ Derzeit laufen noch letzte Proben im selbstgestalteten Bühnenbild, für das beide Künstlerinnen viel Energie eingesetzt haben: Beispielsweise hat Marina Welsch ein großes Bild für das Vorzimmerbüro, in die beiden Damen agieren, selbst gemalt. Bis jetzt stand die Kulisse im privaten Probenraum in Köln, erst kommende Woche vor der Premiere können beide die Kammerspielchen-Bühne für die Vorzimmerdamen belegen und dann auch dort final proben.

Vorzimmerdamen

Vorverkauf: Karten für 24,50 Euro gibt es über: termine.solinger.tageblatt.de

oder über die Internetseite des Kammerspielchens: www.theater-kammerspielchen.de

Termine: Samstag, 26. Februar (Premiere), Freitag, 4., Samstag, 5., und Freitag, 11. März, jeweils 20 Uhr. Am Sonntag, 13. März, dann um 15 Uhr.

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