Schauspieler präsentieren anspruchsvolles Kindertheater

Für das jungen Publikum in Pina-Bausch-Saal hieß es am Wochenende „Pumuckl zieht das große Los“. Das Stück begeisterte sowohl Kinder als auch Erwachsene. Foto: Martin Büttner
+
Für das jungen Publikum in Pina-Bausch-Saal hieß es am Wochenende „Pumuckl zieht das große Los“. Das Stück begeisterte sowohl Kinder als auch Erwachsene. Foto: Martin Büttner

„Pumuckl zieht das große Los“

Von Celine Derikartz

Drei Gongschläge kündigen den bevorstehenden Start der Aufführung „Pumuckl zieht das große Los“ an, im Saal wird es ganz ruhig. Vorab erfolgt der Hinweis über die Lautsprecher, dass im gesamten Bereich des Solinger Theater- und Konzertsaals eine strikte Maskenpflicht herrscht – auch am Platz während der etwa einstündigen Aufführung. Diese Hygiene-Maßnahmen gelten auch für die Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne: Sie alle tragen während der Aufführung durchsichtige Gesichtsvisiere, damit die Mimik erkennbar bleibt. Darüber hinaus sind die Zuschauer über den gesamten Saal verteilt, wobei Familien selbstverständlich zusammensitzen dürfen. Und besonders für sie war das Stück „Pumuckl zieht das große Los“ – einstudiert von der Burghofbühne Dinslaken – auch gedacht: Laut der Burghofbühne und dem offiziellen Veranstalter auf Solinger Seite – dem Solinger Kulturmanagement – eignete sich die Aufführung für Kinder ab einem Alter von vier Jahren.

Im Mittelpunkt des Bühnenstückes stand natürlich der ebenso bekannte wie beliebte rothaarige Kobold, einst erfunden von der Kinderbuchautorin Ellis Kaut. Pumuckl und Meister Eder gewinnen bei einem Preisausschreiben eine Traumreise per Schiff. Was die beiden allerdings nicht wissen: Bei ihrem Gewinn wurde kräftig nachgeholfen. Denn Kobolde und Klabauter wollen, dass der Pumuckl wieder in ihr Reich unter dem Meer zurückkehrt. Schließlich sollte ein Kobold unter seinesgleichen leben und nicht unter Menschen. Die Schiffsreise dient ihnen daher als Vorwand, um den Pumuckl wieder ins Meer zu locken. An Bord muss dieser sich dann entscheiden: Für ein Leben bei Meister Eder und seiner Tischlerwerkstatt oder für eine Rückkehr ins Meer zu den übrigen Kobolden.

Anspruchsvolle Themen wurden kindgerecht aufbereitet

Wie es sich für ein Stück mit einem Happy End gehört, entscheidet sich der Pumuckel schlussendlich natürlich doch für seine besondere Freundschaft zu Meister Eder und bleibt bei den Menschen. Nicht nur die Kinder kamen bei dem liebevoll und detailliert inszenierten Stück auf ihre Kosten, auch für Erwachsene hielt die Aufführung Momente zum Schmunzeln und Nachdenken bereit: Humorvoll und kindgerecht wurden auch anspruchsvollere Themen, wie die Frage nach der eigenen Identität, Freundschaft, Familie und was wirklich wichtig ist im Leben, in dem Stück aufgegriffen und entsprechend verarbeitet.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Weyerstraße nach Unfall gesperrt
Weyerstraße nach Unfall gesperrt
Weyerstraße nach Unfall gesperrt
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein
Kegelbruder sucht Kegelschwester aus Solingen
Kegelbruder sucht Kegelschwester aus Solingen
Kegelbruder sucht Kegelschwester aus Solingen
Wie die Stadt die Inzidenz ermittelt und meldet
Wie die Stadt die Inzidenz ermittelt und meldet
Wie die Stadt die Inzidenz ermittelt und meldet

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare