Galileum

Schau fragt: „Können Sterne lügen?“

Dr. Frank Lungenstraß und das Galileum-Team gehen in einer neuen Schau der Frage nach: „Können Sterne lügen?“
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Dr. Frank Lungenstraß und das Galileum-Team gehen in einer neuen Schau der Frage nach: „Können Sterne lügen?“

Das Galileum Solingen feiert Premiere.

Von Julia Wodara

Solingen. Dr. Frank Lungenstraß, der Geschäftsführer der Walter-Horn-Gesellschaft, sagt über die neue Show, die seit Sonntag im Galileum Solingen läuft: „Es ist ein Programm, das nicht typisch für Planetarien ist.“ Die Schau „Können Sterne lügen?“ beschäftigt sich nämlich nicht bloß mit der Astronomie, sondern auch mit der Astrologie – und sucht dabei sogar nach Verbindungen zwischen den beiden Disziplinen.

Was der rationale Verstand heute vielleicht vorschnell in seriöse Wissenschaft und sinnlosen Aberglauben unterteilt, war nicht immer so scheinbar leicht zu differenzieren: Vor tausenden Jahren waren Astronomie und Astrologie sogar untrennbar; die Astronomie sogar nur Hilfswissenschaft der Astrologie. Der Astronom Johannes Kepler, der es sich zum Lebenswerk machte, Planetengesetze aufzustellen, gilt sogar noch heute für viele Astrologie-Fans als „Beleg für die Wissenschaftlichkeit der Astrologie.“ Das Galileum vertritt eine andere Haltung: „Er hatte sein Ohr am Puls der Zeit“ und einen Informationsvorschuss, mit dem er Prognosen aufstellen konnte, die in Wahrheit nichts mit den Sternen zu tun hatten.

Der Blick auf die Astrologie steht im Programm deshalb auch immer wieder vor der Frage: Wieso ist sie heute wieder so populär? Ein Grund sei der Wunsch der Rückkehr zu alten und festen Gesetzen in einem Zeitalter, das vor allem von Informationsüberfluss geprägt ist. Viel stärker konzentriert sich die Show aber darauf, zu ergründen, warum Menschen auf die Astrologie „reinfallen“ – angefangen von falschen Berechnungen, über neue Begriffe, die den Überblick erschweren, und die stets rettende Aussage: „Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt.“

Tipp des Galileums: Jeder soll sich sein eigenes Bild machen

„Der Tenor ist, dass jeder sich ein eigenes Bild machen soll“, sagt Lungenstraß – die Show liefere allein die Fakten. „Ich will nicht sagen, dass das alles Humbug ist“, meint Lungenstraß. „Aber vielleicht sieht man jetzt, wie wenig Naturwissenschaft in der Astrologie liegt.“ Ein paar positive Seiten lässt das Programm der Astrologie: Neben ihrem psychologischen Zweck hat sie in ihrem Interesse an den Sternen schließlich auch die Naturwissenschaft vorangetrieben. Das finale Urteil lautet trotzdem: „Sterne können wirklich nicht lügen – aber auch nicht die Wahrheit sagen.“

Das Programm läuft an insgesamt acht weiteren Tagen im Oktober, November und Dezember. Genaue Daten, Uhrzeiten und Tickets (9 Euro, 6 Euro ermäßigt) gibt es auf:

www.galileum-solingen.de

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