Gemeinde

Sandmalerin bezaubert beim Weihnachtsgottesdienst

Sandmalerin Lina Lii ließ aus Sand und Fingerfertigkeit die gesamte Weihnachtsgeschichte in immer neuen Bildern entstehen. Per Kamera wurde das Kunstwerk auf eine Leinwand übertragen. Foto: Christian Beier
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Sandmalerin Lina Lii ließ aus Sand und Fingerfertigkeit die gesamte Weihnachtsgeschichte in immer neuen Bildern entstehen. Per Kamera wurde das Kunstwerk auf eine Leinwand übertragen.

In acht Kurzgottesdiensten mit wenigen Besuchern wurde Heiligabend in der Walder Kirche gefeiert.

Von Anna Lauterjung

An Heiligabend wurde es besinnlich in der Walder Kirche: Trotz Corona-Pandemie und steigenden Infektionszahlen hatte sich die evangelische Kirchengemeinde Wald für das Angebot eines Präsenzgottesdienstes zu Weihnachten entschieden. Im Stundentakt lud das Pfarrerteam, bestehend aus Kerstin Heider, Bernd Reinzhagen und Stefan Ziegenbalg zu einem Kurzgottesdienst mit künstlerischer Überraschung in die Kirche ein.

Auch im Gottesdienst war die Corona-Pandemie ein großes Thema. Während es ungewohnt ruhig zu bekannten Liedern wie „Gloria in Excelsis Deo“ blieb, wurde den vielen Betroffenen der Krise im Gebet gedacht. Den Kranken, den Pflegern und dem Personal im Gesundheitswesen sowie jenen, die durch die Pandemie isoliert wurden und nun einsam und allein sind. Gleichzeitig bot der Weihnachtsgottesdienst den Besuchern ein Stück Normalität und Geborgenheit sowie einen Ausblick auf ein mögliches kulturelles Leben im kommenden Jahr.

Auch das Krippenspiel lief in diesem Jahr anders ab. Wo sonst Kinder, verkleidet als die Figuren der Weihnachtsgeschichte, den Gottesdienst geprägt haben, mussten ebenfalls andere Wege gegangen werden. So hatte sich die Walder Gemeinde etwas Besonderes ausgedacht: Nach der Lesung aus dem Lukas-Evangelium trat die Sandkünstlerin Lina Lii an ihre horizontale Arbeitsfläche und zauberte in mehreren Lagen sich immer wieder verändernde Kunstwerke mit den Themen der Weihnachtsgeschichte. Die Besucher konnten den Prozess über eine Leinwand verfolgen und waren begeistert von der Darbietung. Mit dem Sandkunstwerk und dessen Botschaft „Merry Christmas“ schloss dann auch der kurze Gottesdienst nach dem Segen und dem Summen von „O du fröhliche“ ab. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen hatte es die Diskussion gegeben, ob Gottesdienste mit Gläubigen vor Ort in der Kirche dieses Jahr überhaupt stattfinden dürfen.

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst hatte sich aufgrund des befürchteten Infektionsrisikos für ein Verbot ausgesprochen. Die evangelische Kirche im Rheinland hatte die Entscheidung über die Durchführung des Weihnachtsgottesdienstes den Gemeinden überlassen.

Die Voraussetzung für den Gottesdienst mit Anwesenheit war neben der Maskenpflicht auch die Anmeldung der Besucher und ein Hygienekonzept. Auch war die Walder Kirche mit nur wenigen Plätzen in großem Abstand bestuhlt. Das Singen blieb verboten. Zudem wurde der Heiligabend-Gottesdienst dieses Jahr gleich achtmal wiederholt – zwischen 14 und 23 Uhr. Karten konnten vorab in der Buchhandlung Bücherwald abgeholt werden. So hatten möglichst viele Gläubige die Chance, einen Gottesdienst zu besuchen. Darüber hinaus wurde der Gottesdienst auf eine halbe Stunde verkürzt und zwischen den Terminen ausgiebig gelüftet.

Eine längere Variante der Christmette gab es dann am Ausgang zum Mitnehmen im mittlerweile bekannten Tütenformat.

Gottesdienst

Tüten-Gottesdienst: Seit Beginn der Pandemie bietet die Walder Kirche die „Kirche im Wohnzimmer“ an. Der Gottesdienst zum Mitnehmen kann vor Ort in einer Tüte abgeholt werden. Darin befinden sich ein Brief der Walder Pfarrer, Gottesdienst- und Liedtexte sowie ein Teelicht.

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