Konzert

Sänger bieten „Sternstunden im Advent“

Die festlich gekleideten Sänger sorgten nicht nur für musikalischen Genuss, sondern boten auch ein schönes Bild. Foto: Christian Beier
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Die festlich gekleideten Sänger sorgten nicht nur für musikalischen Genuss, sondern boten auch ein schönes Bild.

Chorgemeinschaft Aufderhöhe und Chorvereinigung Ohligs füllten die Konzertsaal-Bühne.

Von Klaus Günther

Gewaltiger Andrang herrschte zum Adventskonzert „Sternstunden“ der Chorgemeinschaft Aufderhöhe im Großen Konzertsaal des Theater und Konzerthauses. Der ambitionierte Chor erfreute die Besucher neben den eigenen Vorträgen mit Vokal- und Instrumentalsolisten. Auch ein Gastchor fehlte nicht.

Als sich der Vorhang im Konzertsaal öffnete, schauten die Besucher auf zwei Chöre in festlicher Kleidung. Nun haben die Aufderhöher ein inniges Verhältnis mit der Chorvereinigung Solingen-Ohligs. Es gab bereits gemeinsame Ausflüge, zum Beispiel nach Paris, und – was noch wichtiger ist: Beide Chöre haben mit Nadja Bulatovic die gleiche Leiterin. So klangen dann unter ihrem Dirigat die beiden Gruppen schon im Eröffnungslied „Klänge der Freude“ prächtig zusammen. Am Beginn des zweiten Konzertteils glänzten sie gemeinsam mit dem Gefangenenchor aus Verdis Oper „Nabucco“.

Stimmungsvolles Duett aus „La Traviata“

Musik von Verdi gab es auch schon im ersten Teil: Der Tenor Ji Yuan Qiu sang mit der Sopranistin Yoonsoo Kil ein Duett aus seiner „La Traviata“. Darin möchte Alfredo seine todkranke Violetta aus dem Trubel von Paris in ruhigere Gefilde entführen. Advent und Weihnachten waren zu Beginn des Konzertes noch nicht das Thema. Dafür gab es Lebensfreude und Exkursionen zur Wiener Operette, wobei die Gesangssolisten mehrfach Gelegenheit hatten, sich auszuzeichnen. Mit „Ob blond, ob braun“ , dem Schlager von Robert Stolz, beteuerte Bariton Joel Urch musikalisch, dass er alle Frauen liebt. Bis zum hohen C stieg Ji Yuan Qiu in der Arie des Faust aus der gleichnamigen Oper von Charles Gounod empor. Eine umwerfend charmante Adele war Yoonsoo Kil in ihrem Chanson „Spiel ich die Unschuld“ aus „Die Fledermaus“.

Da wollten natürlich auch die Instrumentalsolisten nicht zurückstehen. Werner von Schnitzler (Violine), Alexander Dimitrov (Cello) und Nenad Lecic am Flügel, der auch den Chor begleitete, präsentierten Wiener Spezialitäten.

Besondere Freude machten auch zwei Nachwuchstalente: Begleitet von Nadja Bulatovic zeigten die jungen Brüder Raphael und Thalmai Maichel auf Trompete und Violine beachtliches Talent. Die Aufderhöher wetteiferten mit den Gesangssolisten im „Ja, das alles auf Ehr“ und im Loblied auf den Champagner „Im Feuerstrom der Reben“. Danach hatten die Besucher stimmigerweise die Möglichkeit, sich selbst im Foyer zu stärken.

Am Ende des Programms stand „Stille Nacht, heilige Nacht“

Nach der Pause gab es zunächst noch einmal Oper. Nach dem Gefangenenchor sang Bariton Joel Urch die hübsche Arie des Grafen aus dem „Wildschütz“: „Heiterkeit und Fröhlichkeit“ . Seine ganze Stimmkraft demonstrierte danach Ji Yuan Qiu mit der Arie des Kalaf aus Puccinis „Turandot“, dem berühmtem „Nessun dorma“. Yoonsoon Kil sang innig mit dem Chor das „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Webber und dann war es Zeit für „Friedensglocken und Weihnachtszeit“. Das beliebte „Amazing Grace“ sang der Chor zunächst auf Englisch und forderte anschließend die Besucher zum Mitsingen auf. Den deutschen Text fanden sie im Programm.

CHÖRE

MITGLIEDER 75 Sängerinnen und Sänger machen die Chorgemeinschaft Aufderhöhe aus, 62 Mitglieder hat die Chorvereinigung Solingen-Ohligs 1860. Die Leitung hat Nadja Bulatovic.

meinchor.de

chorgemeinschaft-aufderhöhe.de

Für die richtige Weihnachtsstimmung am Ende der abwechslungsreichen, stimmungsvollen und begeisterten „Sternstunden im Advent“ sorgte dann das gemeinsame „Stille Nacht, heilige Nacht“.

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