Reisen und Begegnung

Sabine Smith stellt Fotoarbeiten zum Thema „Sehnsucht“ vor

Sabine Smith hatte während Corona „Sehnsucht“ nach Reisen und Begegnungen mit Menschen, das zeigt ihre Ausstellung. Foto: Tim Oelbermann
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Sabine Smith hatte während Corona „Sehnsucht“ nach Reisen und Begegnungen mit Menschen, das zeigt ihre Ausstellung.

Am 1. Mai ist in der Galerie SK die Eröffnung.

Von Philipp Müller

Solingen. Aus ihrem Zyklus „Sehnsucht“ stellt die Solinger Künstlerin und Fotografin Sabine Smith 13 Arbeiten jetzt in der Galerie SK im Südpark vor. Morgen ist die Eröffnung der Ausstellung. Die Fotos sind im Erdgeschoss zu sehen. Smith hat sie dort in die unmittelbare Beziehung zu ihrer aus Seidenkokons gefertigten Skulptur „Cocooning“ gesetzt. Im Obergeschoss der Galerie entführt Smith die Besuchenden noch in die Natur- und Tierwelt der Antarktis.

Der Seidenkokon steht dabei für ihre innerliche Stimmung während der Corona-Pandemie. „Man konnte nicht viel machen“, erzählt sie in der Galerie in den Güterhallen. Also habe sie damit begonnen, ihr großes, digitales Fotoarchiv zu durchforsten. Seit 2002 beschäftigt sie sich mit der digitalen Fotografie, kannte sich aber auch bereits bestens mit der analogen Technik der Fotoherstellung aus.

Ich habe während Corona das Reisen und Begegnungen mit Menschen vermisst.

Sabine Smith, Foto-Künstlerin

Bei der Betrachtung sei ihr die Idee gekommen, die Bilder übereinanderzulegen. Dabei nutzt sie eine Software für den Computer, die es ihr erlaubt, Motive der Fotos ganz transparent erscheinen zu lassen. So entstehen ganz neue Fotos. Das ist Sabine Smith eindrucksvoll gelungen.

Sie reist viel, entsprechend vielfältig sind die Ausgangsbilder für ihre Suche nach der Sehnsucht. Denn darum sei es ihr gegangen: „Ich habe während Corona das Reisen und Begegnungen mit Menschen vermisst.“ Diese Begegnungen und Eindrücke holte sie sich in den vergangenen zwei Jahren auf den Bildschirm des PCs.

Da blickt eine junge Frau aus Marokko in die Ferne. Darüber liegt ein Schleier aus Ornamenten, die wie langgezogene Tropfen aussehen. Nähert man sich dem Bild, entdeckt man einen verhüllten Mann direkt neben dem Gesicht der Frau. Das ist so gewollt. „Die Besucherinnen und Besucher sollen selbst auf Entdeckungsreise gehen“, erklärt Smith.

Das ist am Ende richtig gut gemacht, ästhetisch konstruiert, bietet Mischungen aus Natur, Alltagssituation mit manchmal auch Rätselhaftem. Die auf Forex gedruckten Foto-Kompositionen sind matt gehalten. So lenkt keine Spiegelung davon ab, die bis zu fünf unterschiedlichen Motivschichten zu erkennen.

Die Reise in die Antarktis im Obergeschoss ist auch einen Aufenthalt wert. Im Stil von Polaroid-Fotos zeigt Smith Bewegungen von Walen, Pinguinen und Möwen.

„Sehnsucht“, Galerie SK, Alexander-Coppel-Straße 44, Vernissage: Sonntag, 1. Mai, 15 Uhr, Laufzeit bis 15. Mai, geöffnet: mi. und do. 17 bis 19 Uhr, so. 11 bis 17 Uhr, Infos zu Smith unter:
www.sabinesmith.de

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