Bühne

Sabine Bode findet das Älterwerden sexy

Comedienne unterhielt in der Cobra.

Von Holger Hoeck

Die Männer waren eindeutig in der Minderheit unter den Besuchern, die an runden Tischen in der Halle des Kulturzentrums Cobra Platz genommen hatten. Doch das Comedy-Programm „Alter, was willst du von mir?“ der im Ruhrgebiet lebenden Autorin und Komikerin Sabine Bode, das sich an ihr Bestseller-Buch „Älterwerden ist voll sexy, man stöhnt mehr“ anlehnt, eignete sich nicht nur für Frauen, sondern auch für Junge, Alte und, so die Ankündigung, für „alles, was sich irgendwie dazwischen fühlt“.

Zwei Stunden unterhielt die frühere Gag-Schreiberin der „Harald Schmidt Show“ ihr ihrem eigenen Alter sehr nahekommendes Publikum mit witzigen Erzählungen und sarkastischen Bemerkungen aus dem Alltagswahnsinn einer „Ü50“-Person. Da ist etwa der Arztbesuch, bei dem ihr ein Becher mit der Aufschrift „MSU“ zur Abgabe einer Urinprobe überreicht wird, der sie angesichts der Abkürzung (für Mittelstrahlurin) zunächst verdutzt zurücklässt. „Das eigentliche Übel an meinem Arztbesuch war aber das, was auf dem Wartezimmertisch lag. Da gab es eine Bravo aus 1980 mit einer Shampoo-Werbung für einfach jedes Haar. Nix mit Spitzen-Repair, Ansatzauffrischung, Volumen oder Hitzeschutz. Herrlich! Ohnehin bin ich ja noch aus der Generation, als Timotei noch ein Shampoo und kein Vorname war“, erzählt Bode.

Häufiger Beifall gibt Sabine Bode recht

Fortwährend schildert sie skurrile Situationen, die sie durch die Welt der Influencerinnen („Das sind komischerweise ja fast nur Frauen. Aber könnt ihr euch auch Horst im Baumarkt als Influencer vorstellen?“) oder Paare führt, die sich merkwürdige Namen für ihren Nachwuchs ausdenken. „Erlaubt ist jetzt sogar der Vorname Honk. Den sollte man dann gleich als Zweitnamen wählen und ein ‚Voll‘ noch davor setzen.“ Auch die Schlagerstars der 70er um „Ethno-Chauvi“ Costa Cordalis bekommen eine volle Breitseite ab.

Schließlich zieht Sabine Bode das Fazit, dass es doch ganz schön ist, nicht mehr so jung und knackig zu sein. „Ich will mich auch an nix Neues mehr gewöhnen.“ Der häufige Applaus des begeisterten Publikums bewies, dass Bode mit ihren lustig verpackten Standpunkten nicht alleine ist.

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