Riesiges Interesse am Familientag

Noah und Philipp verkauften Spielzeug. Weitere Fotos von den Aktionen beim Familientag. Fotos: Christian Beier

KLINIKUM Im Rahmen der Auszeichnung durch WHO und Unicef gab es Vorträge und Führungen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Wie sieht es im Kreißsaal aus? Welche Möglichkeiten der Entbindung kommen hier in Frage? Bekomme ich Unterstützung, wenn es ums Stillen geht? Was ist damit, wenn ich zu früh entbinde oder wenn mein Kind nach der Geburt medizinisch versorgt werden muss, vielleicht sogar intensiv? Wie lange soll man stillen? Und wann mit Beikost beginnen?

AUSZEICHNUNG URKUNDE Der Familientag ge-hörte zum Programm rund um die Auszeichnung als babyfreundliches Krankenhaus durch die WHO/Unicef-Initiative. Am Samstag wurde die Urkunde durch die Geschäftsführerin dieser Initiative an Dr. Volker Soditt und das Team der Projektgruppe „Babyfreundliche Kinderklinik“ übergeben. Es ist die erste Auszeichnung dieser Art für eine Klinik in Nordrhein-Westfalen. Künftige Mütter und Väter haben enorm viele Fragen. Das Klinikum bot am Sonntag reichlich Gelegenheit, die vor Ort zu klären: Der Familientag, zu dem die Kinderklinik zusammen mit der für Frauenheilkunde und Geburtshilfe eingeladen hatte, stieß auf riesiges Interesse. Eingebettet in einen munteren und rege frequentierten Trödelbasar im Eingangsbereich, präsentierten sich beispielsweise Still- oder Trageberatung, die Kinder-Intensivstation, das Sanitätshaus Köppchen mit seinem Milchpumpenservice, Ernährungsexperten für Kinderkost und andere. Besichtigungsmöglichkeiten der Entbindungsräume und der Neugeborenen Station rundeten zusammen mit Fachvorträgen das umfassende Angebot ab.

Die Nähe zur Mutter ist für Neugeborene eine starke Medizin

„Das Bonding und auch das Stillen sind essentiell für ein Neugeborenes, und deshalb scheuen wir keinen Aufwand, um es zu ermöglichen, auch und insbesondere bei Frühchen und kranken Babys“, fasste Dr. Jutta Adler, leitende Oberärztin der Kinderintensivstation, die wichtigsten Botschaften für die Familien zusammen. „Die unmittelbare Haut-an-Haut-Wärme mit der Mutter, die wir den Kindern zukommen lassen, erspart uns nachweislich einen Großteil der intensivmedizinischen Maßnahmen, die in früheren Zeiten nötig gewesen wären“, erläuterte sie nachdrücklich.

In diesem Zusammenhang sei auch Muttermilch ein ganz entscheidender Faktor, ergänzte Claudia Braches, Stillbeauftragte der Klinik, in ihrem Vortrag. Die könne milliliterweise mit kleinen Spritzen auf die Unterlippe geträufelt werden – und sobald das Kind kräftiger sei, könne man mit dem Anlegen beginnen. „Stillen ist mehr als nur körperliche Nahrung“: Im Rahmen dieses Mottos stellte Claudia Elsheimer, Physiotherapeutin im Haus, ihr Kursangebot für Babymassage vor, und der Verein „Lachen schenken“ warb mit dem von ihm gesponserte Clown Ötti, der einmal in der Woche an den Kinderbetten für gute Laune sorgt.

Auch für Krankenschwester Nicola Gehring, eine Trageberaterin, steht der ständige Körperkontakt zu Mutter oder Vater ganz oben, wenn es um eine optimale seelische und körperliche Entwicklung geht.

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