NRW-Innenminister im Haus Müngsten

Herbert Reul (CDU) setzt auf die Marke „Null Toleranz“

Im Haus Müngsten traf NRW-Innenminister Herbert Reul (Bildmitte mit Krawatte) – hier bei der Begrüßung – gestern Abend vor allem auf Anhänger seiner Partei.
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Im Haus Müngsten traf NRW-Innenminister Herbert Reul (Bildmitte mit Krawatte) – hier bei der Begrüßung – gestern Abend vor allem auf Anhänger seiner Partei.

Herbert Reul (CDU) hat ein Ziel: Er will Innenminister von Nordrhein-Westfalen bleiben.

Von Andreas Tews

Solingen. Seine persönliche Zukunft sei für das Land zwar nicht entscheidend, erklärte er gestern Abend seinen rund 60 Zuhörern im Haus Müngsten. Wichtig sei aber, dass die „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber kriminellen Clans und anderen Straftätern fortgesetzt werde. Für diese „Marke“ stehe die CDU – und eben auch er selbst.

Vier Tage vor der Landtagswahl am Sonntag, 15. Mai, machte er auf seiner Wahlkampftour Station unter der Müngstener Brücke. Dort traf er in erster Linie auf Anhänger seiner Partei, was am gelegentlichen Kopfnicken unter den Zuhörern, gelöstem Lachen bei humorvollen Bemerkungen und bei Reuls Aufruf, im Wahlkampfendspurt um jede Stimme zu kämpfen, zu bemerken war.

Breiten Raum nahm bei seiner Rede das Thema Innere Sicherheit ein, dabei vor allem die Bekämpfung der Clan-Kriminalität. Hier mache sich die Taktik der „1000 Nadelstiche“ bemerkbar. „Wir lösen die Probleme nicht mit dicken Sprüchen oder Zauberei“, erklärte der Innenminister.

„Zusammenleben funktioniert nur, wenn jeder sich an die Regeln hält.“

Herbert Reul, NRW-Innenminister

Wichtig sei, kleine Schritte zu gehen. Dem SPD-Spitzenkandidaten Thomas Kutschaty warf er vor, in seiner früheren Amtszeit als NRW-Justizminister nichts gegen die Clans unternommen zu haben. Allerdings, so räumte er ein, habe sich das Problem in den vergangenen 30 Jahren unter wechselnden Regierungen, an denen auch seine Partei beteiligt gewesen sei, aufgebaut.

Jetzt sei es wichtig, den seit 2017 eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Diese Probleme ließen sich in fünf Jahren nicht lösen, sagte der 69-Jährige. Er zog daraus den zugespitzten Schluss: „Ich muss weiterarbeiten.“ Und erntete dafür prompt Applaus.

Alles zur NRW-Landtagswahl 2022 in Solingen finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Bei allen Formen der Kriminalität gelte: „Das Zusammenleben funktioniert nur, wenn jeder sich an die Regeln hält.“ Darum sei es wichtig, dass die Polizei, aber auch die Finanz- und die Jugendämter, konsequent jeden Regelverstoß verfolgen. Dies wäre nach seiner Auffassung ohne eine CDU-geführte Regierung nicht mehr gewährleistet. Auch CDU-Landtagskandidat Sebastian Haug hatte zu Beginn vor einem „Rückfall in rot-grüne Zeiten“ gewarnt.

Fortsetzen will Reul auch vorbeugende Kriminalitätsbekämpfung oder das Aussteigerprogramm für Clan-Kriminelle. Daran nähmen bisher zwar nur 38 junge Menschen teil. Dies sei aber „mehr als nichts“ und zeige auch hier, dass viele kleine Schritte zum Ziel führen.

Zum TV-Duell treffen sich heute Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty in der Alten Schlossfabrik in Burg. Publikum ist nicht zugelassen. Ausstrahlung ab 20.15 Uhr im WDR.

TV-Duell in Burg

Zum TV-Duell treffen sich heute Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty in der Alten Schlossfabrik in Burg. Publikum ist nicht zugelassen. Ausstrahlung ab 20.15 Uhr im WDR.

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